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Rückblicke

Veranstaltungen zu den Themen Schöpfung, Klima-/Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Jahr 2021 bis heute

  • #ReichtHaltNicht geht uns alle an (25.03.2022)

    Trier - Am Freitag, 25. März 2022, hatten der Evangelische Kirchenkreis Trier und das Bistum Trier gemeinsam zu einer Ökumenischen Andacht zum Weltklimastreik in die Liebfrauenkirche wie auch zur Teilnahme an den daran anschließenden Klimastreik in Trier aufgerufen – „für eine gute Zukunft für alle Menschen auf unserer Erde.“ Gestaltet wurde die Andacht unter anderem von Dr. Jörg Weber, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche vom Bistum Trier, Lena Kettel, Vorsitzende BDKJ Trier, und Katinka Fries, Jugendreferentin im Evangelischen Kirchenkreis Trier. Sie riefen dazu auf, als einzelne Christinnen und Christen Verantwortung und damit direktes und konsequentes Handeln zur Bewahrung der Schöpfung zu übernehmen.

    „Wir sehen, es ist an der Zeit, Klimaschutz und die Förderung nachhaltiger Energieformen, sowie den Schritt weg von fossilen Brennstoffen noch konsequenter, noch deutlicher und noch viel schneller zu gehen, als wir es vor ein paar Monaten noch für denkbar hielten. Nicht nur die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr vor unserer Haustür, sondern auch die letzten Wochen haben deutlich gemacht, was wir tun, #reichthaltnicht, wie es das Motto der heutigen Demo ausdrückt. Auch nicht in unseren Kirchen,“ so Weber.

    Gerade die Fastenzeit bietet Gelegenheit, das tägliche Handeln zu hinterfragen. Sowohl beim Klimafasten 2022 unter dem Motto „Soviel Du brauchst…“ als auch der Fastenaktion von Misereor „Es geht! Gerecht.“ beteiligen sich viele Kirchen. Auch Kuhn betonte: „Das Motto #EsReichtHaltNicht gilt besonders, wenn wir die Partner im globalen Süden in Blick nehmen. Sie sind existentiell betroffen und das ist die Herausforderung, dass wir unsere Schritte der Veränderung gehen.“ – Es ginge eben auch um „eine Welt, in der der Frieden auf Gerechtigkeit aufbaut“, so auch Fries.

    Joachim Keller von der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Trier betonte ebenfalls die Notwendigkeit des schnellen Handelns: „Wir müssen uns gerade sehr viele Gedanken machen, gerade was die Zukunft angeht, wie wir in den nächsten Jahren leben wollen“, so Keller. Dass Kirche sich dabei auch für Fridays for Future engagiert – für Kettel absolut wichtig, denn: „Schöpfung“ ist ein wichtiges Thema. Auch wir sind dafür verantwortlich, dass unsere Welt brennt. Deshalb sage ich, dass Kirche sich da nicht rausziehen kann. Wir müssen genauso wie alle anderen in unserer Gesellschaft dafür einstehen, dass wir an unserer Schöpfung festhalten und sie noch weiter bestehen kann.“

    Mit der Ökumenischen Andacht, an der sich Vertreterinnen und Vertreter des Evangelischen Kirchenkreises Trier, der Diözesanstelle Weltkirche vom Bistum Trier, der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Trier, des Arbeitskreises Eine Welt Heilig Kreuz, des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Josefsschwestern Trier, der Laudato si Gruppe Pfalzel sowie der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung beteiligten, unterstützen der Evangelische Kirchenkreis Trier und das Bistum Trier auch das Ökumenische Netzwerk Klimagerechtigkeit „Churches for Future“.  Im Anschluss fand auf dem Domfreihof der Klimastreik von „Fridays for Future“ statt.

    Gemeinsamer Aufruf von Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und Dr. Jörg Weber, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier

    • Im Rahmen der Aktion „Churches for Future“ engagierte sich auch die Pfarrgemeinde Sayn mit einem Beitrag zum Thema Umweltschutz. Zum Einen brachte sie in den Gottesdiensten die Klimafürbitte ein, um auch im Gottesdienst noch einmal für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Zusätzlich dazu schaltete die Gemeinde  am Wochenende vom 25 bis 27. März die Außenbeleuchtung der Abteikirche aus, sowie die Lichter in den kirchlichen Einrichtungen.
    • Auch die SchülerInnen, Lehrkräfte und Mitarbeiter der bischöflichen Nikolaus-Groß-Schulen in Lebach haben 25. März. zu einer Aktion anlässlich des globalen Klimastreiks zusammengeschlossen. Den Auftakt machten SchülerInnen der Grundschule, die sich zu einem symbolischen Herz auf der Wiese aufstellten. In der vierten Stunde begann dann auf dem Schulhof eine Andacht für ersten bis zehnten Klassen. “Wir haben uns versammelt, um zu zeigen, dass auch wir Verantwortung übernehmen wollen,” eröffnete die Schulseelsorgerin Theresa Linscheid. Diese Besinnungszeit nahm sich die Schulgemeinschaft ganz bewusst, um für die Aufgabe der Bewahrung der Schöpfung ein Zeichen zu setzen. Es wurde um Gottes Segen gebeten. SchülerInnen der Klasse 10 bekannten im Gebet, dass sie “eintreten für eine lebenswerte Zukunft, ermächtigt durch Gottes Güte, die aus Gnade in uns wirkt und stärker ist als alles Böse.” Im Anschluss an die Andacht schlossen sich alle Klassen der Gemeinschaftsschule zu einer Menschenkette zusammen. Mit symbolischen Gesten und Plakaten drückten sie dabei auch ihre Forderung nach Frieden im Kriegsgebiet der Ukraine aus. Eine gesunde Umwelt und ein friedliches Miteinander sind beides unverzichtbare Voraussetzungen für ein nachhaltig gutes Leben auf dieser Welt.
       
  • Workshop: Unser Kirchturm – ein Ausrufezeichen für die Schöpfung! (25.01.2022)

    Die Diözesankommission für Umweltfragen (DKU) hat am 25. Januar, von 19.30 bis 21.30 Uhr einen Online-Workshop (Flyer zum Online-Workshop) veranstaltet für Interessierte aus Pfarreien: Engagierte für Schöpfungsthemen / Mitglieder der Verwaltungs- und PGR-Räte / Eine-Welt- und Bolivien-Initiativen / Energiebeauftragte / Mitglieder Pastoralteams . Mit dem Projekt „Unser Kirchturm – ein Ausrufezeichen für die Schöpfung!“ will die DKU Interessierte in Pfarrgemeinden einladen, eine besondere Schöpfungsinitiative an ihrem Ort zu starten.

    Die Sorge um die Schöpfung, das Engagement gegen Klimawandel und für eine Zukunft in allen Teilen der Erde gehören zu den Themen, die immer mehr Menschen bewegen. Mit diesem Leuchtturmprojekt lädt die Umweltkommission ein, eine konkrete Initiative in der eigenen Pfarrei zu starten und so für die Schöpfung ein „Ausrufezeichen“ zu setzen. Ansatzpunkte der Initiative sind die Themen Licht, Nacht und Energie, Artenreichtum und globales Handeln, konkretes Tun und „davon reden!“.  In seiner Enzyklika „Laudato sí“ hat Papst Franziskus die Sorge um die Schöpfung als Sorge um das gemeinsame Haus betont. Gott hat die Welt für alle erschaffen. Der ökologische Ansatz und die diakonische Verantwortung, der Schutz der Mitgeschöpfe und die Sorge um Gerechtigkeit gehören zusammen. Der Workshop wollte Anstöße zu eigenen Initiativen geben.


    Programm

    • 19.30 Uhr – Beginn mit einem geistlichen Impuls
    • Vorstellung der Leuchtturm-Initiative 2021/22 – Anknüpfungspunkte in den Pfarreien

    Impulsreferate

    • CO2-Reduktion –.konkrete Schritte in der Perspektive „Klimagerechtigkeit“; mit Friedbert Ritter, Leiter des Forstamts Neuhäusel
    • Ausgebrummt und abgeschaltet? – Artenvielfalt rund um den Kirchturm; mit Bernd Schumacher, Studiendirektor Alfred-Delp Schule Hargesheim
    • Doppelt gewinnen! Miteinander für Schöpfung und Klima bei uns und in Bolivien; Ludwig Kuhn, Leiter Diözesanstelle Weltkirche

    Arbeitsgruppen zu Handlungsmöglichkeiten im Projekt

    • mehr Nacht, mehr Leben - Insekten–Reichtum und Artenvielfalt; mit Bernd Schumacher
    • Weniger Energie - weniger Klimawandel; mit Friedbert Ritter
    • Initiativen für Aufforstung und alternative Energien in Bolivien und wir!; mit Ludwig Kuhn
    • „… und davon reden!“ – berichten, Hintergründe aufzeigen, Impulse geben; mit Stefan Schneider, Kommunikation und Medien im Bischöflichen Generalvikariat

    Veranstalter: Diözesankommission für Umweltfragen / Bischöfliches Generalvikariat Trier / Strategiebereich 1 "Ziele und Entwicklung" / Mustorstraße 2, 54290 Trier / Tel. (0651) 7105 564 / umweltkommission@bistum-trier.de

  • Schulung der ökologischen Leitlinien (öLL) für Auszubildende im BGV (11.01.2022)

    Mitteilung im Portal vom 13.01.2022

    Die Ökologischen Leitlinien und ihre Verfahrensrichtlinien standen im Mittelpunkt eines Workshops, den das Klimaschutzmanagement mit den Azubis im BGV veranstaltet hat.

    Die jungen Frauen und Männer sprachen über Fragen der Beschaffung, der Infrastruktur, aber auch der Mobilität aus der Perspektive des Klima- und Umweltschutzes. Die Ergebnisse ihrer Überlegungen präsentierten sie den Mitgliedern der Leitungskonferenz: Gute Ideen, gut vorgetragen.

    “Ich finde es erstaunlich, dass es noch immer manche Kolleginnen und Kollegen gibt, die noch nicht recht wissen, was es mit den ökologischen Leitlinien auf sich hat”, erzählte Klimaschutzmanagerin Charlotte Kleinwächter, die den Werkstatt-Tag organisiert hatte. Da sie auch die Vorsitzende der Diözesankommission für Umweltfragen (DKU) im Bistum Trier ist, steht sie auch inhaltlich für die Leitlinie und deren Verfahrensrichtlinien. Umso erfreuter sei sie gewesen, welche guten Ideen und Anregungen die neuen Kolleginnen und Kollegen anhand des Textes entwickelt hätten.

    Im Jahr 2015 wurde von der Bistumsleitung ein Klimaschutzkonzept für das Bistum verabschiedet. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien überarbeitet und 2019 Handlungsanweisungen für alle kirchlichen Angestellten erlassen. Diese Anweisungen sind verpflichtend und werden jährlich evaluiert.

    Für vier Bereiche hatten die Auszubildenden Ideen und Projekte entwickelt: Beschaffung und Infrastruktur, Wasser und Abfall, Mobilität sowie Energie. Die Vorschläge reichten von einer weiter verbesserten Mülltrennung, einem Recycling für überschüssiges bedrucktes Kopierpapier, einer Mitfahrbörse im Mitarbeiterportal bis hin zu einer Checkliste für das Sparen von Strom und Energie.

    Direktorin Judith Rupp vom SB 3 und Direktor Manfred Wagner vom SB 1 bedankten sich für das Engagement und ermutigten die jungen Kolleginnen und Kollegen, ihre Ideen weiter zu verfolgen und sich weiter auch für den Klima- und Umweltschutz im Generalvikariat zu engagieren.

  • Glasgow, das Klima und die Kirche (15.12.21)

    Trier - Dass Weltklimakonferenzen etwas mit Kirche zu tun haben, sollte spätestens seit 2015 und der Konferenz in Paris deutlich geworden sein: Papst Franziskus hatte in deren Vorfeld mit der Enzyklika Laudato Si´ erstmals ein päpstliches Lehrschreiben zu Umweltfragen veröffentlicht. Auch zur COP 26 in Glasgow hatte er sich zu Wort gemeldet: "Die Zeit läuft davon; wir dürfen diese Gelegenheit nicht verstreichen lassen, sonst müssen wir uns Gottes Urteil stellen, weil wir es versäumt haben, treue Bewahrer der Erde zu sein, die er uns anvertraut hat". Die Evangelische Kirche in Deutschland hat mit der Schrift  “Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben”  im Jahr 2018 die Agenda 2030 als Herausforderung für die Kirchen anerkannt. Die Kirchen, zudem durch die Flutkatastrophe dieses Sommers aufgerüttelt, denken und diskutieren inzwischen gemeinsam über ihre Verantwortung und ihre Möglichkeiten. Dazu gab es eine gemeinsame Online-Veranstaltung mit Christoph Bals, Theologe und politischer Geschäftsführer der Umweltorganisation Germanwatch. Er war als Beobachter auch in Glasgow wieder dabei. Bei der Veranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung am Mittwoch, 15.12.2021, 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr gab er einen Überblick über die Beschlüsse, um anschließend über die Bedeutung und die Konsequenzen der Konferenz für die Kirche ins Gespräch zu kommen. Den Flyer zur Veranstaltung gibt es hier.

  • #AlleFürsKlima: Für eine gute Zukunft für alle Menschen auf unserer Erde (24.9.2021)

    Trier – „Wir müssen die ökologische und die soziale Frage zusammen sehen“, das betonten der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Dr. Jörg Weber, sowie Bischof Dr. Stephan Ackermann bei einer Ökumenischen Andacht zum Weltklimastreik am 24. September im Trierer Dom. Beide riefen nachdrücklich zum Umdenken und konsequentem Handeln angesichts der Klimakatastrophe auf. „Wir wissen um unsere Verantwortung: Wir blicken auf das Heute, wir blicken auf das Morgen und wir blicken auf unsere Verantwortung vor Gott“, so Bischof Ackermann.

    „Es ermutigt mich – wie heute hier – ökumenisch für die Bewahrung der Schöpfung einzutreten und mit Andacht und Demo dafür zu sorgen, dass Klage und Hoffnung, Auftrag und Herausforderung gehört und deutlich werden“, unterstrich Superintendent Weber. Dieser Sommer habe es unumkehrbar gezeigt: „Wir müssen handeln.“ Die Flut im Ahrtal, an der Sauer, der Kyll, hier in Ehrang, die Brände in Südeuropa – sie hätten deutlich vor Augen geführt: Es dürfe kein Zögern mehr geben. „Es muss gehandelt werden. Von jedem Einzelnen und auch gemeinsam. In der Politik, der ganzen Gesellschaft, in unseren Kirchen, überall. Denn: Klimaschutz ist Menschenschutz.“

    Bischof Ackermann betonte, dass man in dieser Stunde zudem in weltkirchlicher Verbundenheit mit den Diözesen Hildesheim und den Diözesen in Bolivien für das Recht auf eine lebenswerte Welt und eine gesunde Schöpfung eintrete. „Der Klimawandel, der vor allem von den Industrieländern verursacht wird, verschlechtert täglich die Lebenschancen der kommenden Generationen.“ Der Einsatz für die Schöpfung sei deshalb auch eine Frage der Gerechtigkeit, sowohl der Generationengerechtigkeit als auch der internationalen Gerechtigkeit.

    Mit der Ökumenischen Andacht, die auch von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Trier sowie der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Trier mitgestaltet wurde, unterstützen das Bistum sowie der Kirchenkreis Trier ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit aus Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung.


    Den Aufruf unterstützen auch die Diözese Hildesheim sowie die katholische Kirche von Bolivien (Einen gemeinsamen, ausführlicheren Aufruf zum Klimastreik gibt es auch mit der Diözese Hildesheim und der Kirche von Bolivien). Im Rahmen der Bolivien-Partnerschaft fühle man sich verbunden in der Sorge um das „gemeinsame Haus“, die Erde, und erkenne die dringende Notwendigkeit für aktiven Klimaschutz sowie die Solidarität mit den Opfern des Klimawandels.

    Informationen und Inspiration darüber hinaus finden sich u.a. hier:

  • Klimagerechter Wiederaufbau von kirchlichen Immobilien in den Flutgebieten (7.10.2021)

    Trier – Die katholischen (Erz-)Diözesen von Köln, Aachen, Trier und die Evangelische Kirche im Rheinland (EKIR), die von der Flut im Juli diesen Jahres schwer getroffen wurden, laden für den 7. Oktober von 18 Uhr an Vertreter und Vertreterinnen aus den Kirchengemeinden zu einer Online-Veranstaltung (Zoom) ein. In der Veranstaltung wird über Möglichkeiten informiert, wie nach der Flut ein ökologisch sinnvoller Aufbau kirchlicher Immobilien gelingen kann.

    In der Veranstaltung, die für eineinhalb Stunden geplant ist, wird zunächst Sabine Jellinghaus vom Netzwerk Energie & Kirche über nachhaltige Heiztechniken sprechen. Dabei geht es um Fragen der Technik, der Rahmenbedingungen, aber auch um Fördermöglichkeiten und Übergangslösungen. Vorgesehen sind daran anschließend so genannte „Break-Out Sessions“ gemäß den Landeskirchen/Bistümern, in denen einzelne Fragestellungen oder bundeslandspezifische Regelungen intensiver besprochen werden können. Aus den Diözesen und der EKIR werden Expertinnen und Experten für Fragen zur Verfügung stehen.

    Anmeldungen per E-Mail an: robert.schlief@ekir.de. Es wird darum gebeten, die Landeskirche bzw. das Bistum in der Anmeldung zu nennen. Der Zugangslink wird im Vorfeld der Veranstaltung verschickt. Den Flyer mit näheren Informationen finden Sie hier.

  • Schöpfung und Natur als „Buch des Lebens“ lesen (10.7.2021)

    Neuhütten-Muhl – Mit einer spirituellen Schöpfungsweg-Wanderung ist das Veranstaltungsprogramm der Ökumenischen Initiative „Kirche im Nationalpark (KiNa) Hunsrück-Hochwald“ wieder angelaufen. Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie nutzten jährlich mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher Angebote wie dieses oder kamen zu Konzerten und Workshops. Die Exkursion am 10. Juli mit rund 20 Teilnehmenden wurde von Bischof Dr. Stephan Ackermann begleitet. Der abschließende Schöpfungsgottesdienst fand in der Kapelle St. Josef in Muhl statt.  

    Den etwa dreieinhalb Kilometer langen Schöpfungspfad zeichnet nicht nur eindrucksvolle Stille aus. Wanderer, Spaziergänger und Pilger erhalten darüber hinaus an insgesamt zehn Stationen Impulse zu Themen wie Klimawandel, Leben und Vergänglichkeit. Kurze Texte verbinden den jeweiligen Standort mit einer passenden Bibelstelle und einem Bezug zur heutigen Zeit; so etwa an einer Quelle als Sinnbild des Lebens oder an einer Wegkreuzung, die eine Lebensentscheidung symbolisiert.

    Die Erde nutzen, aber nicht ausbeuten

    Der Pfad lade ein, sich in Richtung „Bewahrung der Schöpfung“ zu bewegen, lobte Bischof Ackermann das Konzept des KiNa-Teams. Er ermutige, selbst Verantwortung zu übernehmen und rege dazu an, Schöpfung und Natur „als Buch des Lebens zu lesen“. Daraus erwachse letztlich auch „eine bestimmte Haltung dem Leben insgesamt gegenüber“. So spreche ja nichts dagegen, die Erde zu „nutzen“. Der Mensch solle sie aber „nicht verbrauchen für unsere Zwecke“. Denn anders als in früheren Jahrhunderten sei es heute der Mensch selbst, der die Schöpfung bedrohe.

    Zu den einzelnen Stationen begleiteten Claus Wettmann, Pastoralreferent im Dekanat Birkenfeld, und Martin Backes, Dekanatsreferent in Bernkastel. Als Mitglieder des Projekt-Teams bestärkten sie die Wanderer, den Pfad und damit Gottes Schöpfung auch eigeninitiativ zu erkunden. Mit den vielfältigen KiNa-Angeboten hoffen sie, möglichst viele Menschen anzusprechen. Auch Charlotte Kleinwächter, die als Klimaschutzmanagerin des Bistums Trier mit dabei war, hofft, dass sich Menschen inspirieren lassen und nicht nur auf Gottes Beistand vertrauen, sondern verstärkt auf „unser eigenes Tun“ setzen.

    Das Thema des Projektes „KiNa-Schöpfungspfad“ ist der Mensch in seiner Beziehung zur Natur, zu sich selbst und zu Gott. Start und Ziel des Pfades ist die einzige Kirche im Nationalpark, die Kapelle St. Josef im Neuhüttener Ortsteil Muhl. Die KiNa-Partner sind die Pfarrei St. Franziskus Hermeskeil, die Dekanate Birkenfeld, Bernkastel und Hermeskeil-Waldrach, die Evangelischen Kirchenkreise Obere Nahe und Trier mit der Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch, das Franziskanerinnenkloster Hermeskeil, das Nationalparkamt sowie der Förderverein Dorf und Kirche Muhl. Weitere Infos und Termine gibt es hier: Tel.: 06781-567990, E-Mail: claus.wettmann(at)nationalparkkirche.de und auf www.nationalparkkirche.de/.

    (red)  

  • Veranstaltungsreihe: „Klimawandel und wir” (5./6.2021)

    Die unnatürliche Anreicherung der Atmosphäre mit Treibhausgasen wie CO2 oder Methan hängt in großem Maße mit unserer Lebensweise zusammen und treibt die Erdüberhitzung an. Diesen Klimawandel auf ein menschlich verträgliches Maß einzudämmen, ist ein zentrales Anliegen der nationalen wie der internationalen Politik. Unsere Klimaschutzmanagerin und der Themenschwerpunkt Schöpfung der Katholischen Erwachsenenbildung laden zur Veranstaltungsreihe „Klimawandel und wir” ein.

    Einige spezielle Veranstaltungen:

    Spiritueller Waldweg und Schöpfungsgottesdienst im Nationalpark

    Spirituelle Wanderung auf dem ca. 3,5 km langen Schöpfungspfad im Nationalpark. Thema des Pfades ist der Mensch in seiner Beziehung zur Natur, zu sich selbst und zu Gott. Bei dieser Veranstaltung werden einige der Stationen mit ihren Impulsen zum Anlass genommen, auch die Verantwortung des Menschen für den Klimawandel in den Blick zu nehmen. Anschließend Gottesdienst mit Bischof Dr. Stephan Ackermann. - 10. Juli, 10 bis 13 Uhr, Neuhütten-Muhl

    Potentiale von fremdländischen Baumarten im Klimawandel

    Drei trockene und heiße Sommer in Folge, landesweit sterben heimische Baumarten in den Wäldern. Die Fichte verabschiedet sich in weiten Teilen aus dem Landschaftsbild, da sie geschwächt ein leichtes Opfer für den Borkenkäfer ist. Auch Buchen und Kiefern zeigen starke Schäden in den Baumkronen. Finden wir in den fremdländischen Baumarten auf unserem BaumWeltPfad die Lösung für den Wald der Zukunft? Auf einem Spaziergang durch den Meulenwald erfahren Sie Interessantes über die Folgen des Klimawandels für unsere Wälder. Witterungsangepasste Kleidung und Schuhwerk erforderlich. - 24. Juni, 18 bis 20:30 Uhr, 54293 Trier-Quint

    Heizung und Strom sparen in der Kirchengemeinde

    Die Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus ist mit ihren 76 Meter Länge nach dem Trierer Dom die zweitgrößte Kirche des Bistums Trier. Ihre Ursprünge gehen bis in das Jahr 836 zurück. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Energiesparmaßnahmen realisiert, die zu einer drastischen Reduktion des Energieverbrauches führten. Vor kurzem wurde u.a. eine der modernsten Heizungsanlagen der Region realisiert. Bei der Exkursion werden die verschiedenen Maßnahmen zur Minimierung des Energieverbrauches vorgestellt. Es besteht auch die Möglichkeit zu einem Austausch mit dem Organisten zur Thematik „Heizen, Feuchtigkeit und Orgel“. - 25. Juni, 17 bis 19 Uhr

    Klimafreundlich ernähren

    Essen ist unvermeidlich, wenn wir überleben möchten, es erfüllt aber auch viele andere Bedürfnisse, weckt beispielsweise Zugehörigkeitsgefühle oder Erinnerungen, verbindet Menschen in Geselligkeit, kann auch Statussymbol sein. Ob unsere Nahrungsmittel fair und umweltfreundlich sind, ist oft nicht leicht zu beurteilen. Die Exkursion nach Wittlich zeigt ein paar der vielschichtigen öko-sozialen Aspekte des Essens auf.

    Der Demeterhof Breit wirtschaftet biologisch-dynamisch (Stichwort Kreislaufwirtschaft). Seit 30 Jahren werden hier gesunde Lebensmittel hergestellt, z.B. Käse, Quark, Getreide, Kartoffeln und Gemüse aus der SoLaWi, Eier von Hühnern in Mobilställen sowie Fleisch- und Wurstwaren. Der eigene Hofladen schafft eine transparente Verbindung zu den Verbrauchern und sichert die Existenz der ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft in der Region.

    Der Vielfalts-Sortengarten ist ein gemeinnütziges Projekt dreier Vereine. Der Lehr-und Schaugarten, in dem bedrohte Nutzpflanzen erhalten und vermehrt werden, zeigt die bunte Vielfalt, die in der industriellen Landwirtschaft nicht mehr existiert. - 25. Juni, 13:30 bis 18 Uhr, 54516 Wittlich

    Wind, Sonne, Holz, Mensch

    Die Exkursion ist ein Streifzug durch mehrere Bereiche, die zusammen zu einer ökologischen Energiewende beitragen können:

    • Die Prinzipien der Energieerzeugung durch Wind und Sonne werden wandernd auf einem Abschnitt des Hunsrücker Windwegs erlebt. Eindrucksvoll zeigt sich die Entwicklung der Windenergie durch verschiedene Generationen von Windenergieanlagen.
    • Photovoltaik im Freien und auf dem Dach sind weitere Stationen praktischer Energiegewinnung.
    • Doch die Energiewende gelingt nur, wenn saubere Stromerzeugung mit nachhaltigem Wohnungsbau und Einsparung im Alltag einhergeht.
    • Im abschließenden Thema geht es um das Zusammenspiel zwischen nachhaltigen Baumaterialien, Technik und Mensch im Praxistest.
    • Was hat sich bewährt? Was sind die Schlüsselfaktoren für ein Gelingen? Was fehlt noch?

    Wir freuen uns auf einen anregenden Austausch. Kleine Wanderung von ca. 3 km auf dem Hunsrücker Windweg. - 26. Juni, 15 bis 18:30 Uhr, 54426 Heidenburg

    Nach den aktuellen Verordnungen im Saarland und in Rheinland-Pfalz sind Bildungsangebote in Präsenzform unter bestimmten Umständen wieder möglich. Für die Durchführung der Präsenzangebote gelten die Vorgaben der Bundesländer, Kommunen und Kreise und unser Schutz- und Hygienekonzept. Ergänzend zu den Präsenzangeboten werden wir unser digitales Angebot fortführen.

  • Bistum verleiht den Umweltpreis 2020 (23.4.2021)

    Am Freitag, 23. April 2021 verlieh die Diözesankommission für Umweltfragen (DKU) im Rahmen der Heilig-Rock-Tage 2021 den Umweltpreis 2020. Aufgrund der aktuellen Situation war die ursprünglich geplante Präsenzveranstaltung in Trier leider nicht möglich. Die DKU, die Juroren und die bewerbenden Institutionen hatten sich daher zu einer würdevollen Preisverleihung digital versammelt. Die DKU freute sich, Bischof Dr. Stephan Ackermann zu der Preisverleihung begrüßen zu dürfen. Hier geht es zum Bericht der Pressestelle. Hier stellen wir die 13 Bewerberinnen und Bewerber vor.Hier eine ausführlichere Beschreibung der Initiativen.

  • Ökumenische Andacht zum Weltklimastreik im Trierer Dom (19.3.2021)

    Trier. – Im Rahmen einer Ökumenischen Andacht zum Weltklimastreik am heutigen Freitag im Trierer Dom haben der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Dr. Jörg Weber, sowie der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, nachdrücklich zum Umdenken und konsequentem Handeln angesichts der Klimakatastrophe, „auf die wir uns als globale Gesellschaft zubewegen und die bereits spürbar begonnen hat“, aufgerufen.

    „Die Zeit drängt“, betonte von Plettenberg, und verwies auf die biblische Losung für diesen Tag: „Haltet meine Satzungen und tut sie; ich bin der Herr, der euch heiligt.“ Dabei gelte es, diese Satzungen eben auch durch konkrete Taten zu halten und vor allem umzusetzen: „Wenn es heißt – Bewahrt die Schöpfung – dann müssen wir alles dransetzen, dies auch in die Tat umzusetzen, wir müssen unser Menschenmögliches tun und Maßnahmen ergreifen, damit der Klimawandel gestoppt werden kann.“ Alles Tun aber, so der Generalvikar, werde dabei getragen durch die Hoffnung auf Gott, „der unser Tun zum Guten führen kann und wird“.

    Es ginge darum, „wirklich ernst zu machen mit der Wertschätzung und der Feinfühligkeit, die Gottes Schöpfung in unserem alltäglichen Handeln verdient“, betonte auch Weber. „Wenn wir immer weiter die Folgen der Klimaveränderung ignorieren, bauen wir auf Sand“, so der Superintendent. Es sei dringend an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen: „Alle von uns aber können etwas tun, um im klugen Sinne die Umwelt zu schützen.“

    Alle können etwas tun – angefangen bei der eigenen täglichen Fahrt zur Arbeit mit dem Fahrrad statt mit dem Auto über Maßnahmen wie dem Klimaschutz-Förderprogramm im Evangelischen Kirchenkreis Trier, mit dem seit 2019 in Kirchengemeinden zum Beispiel der Bau von Photovoltaikanlagen bezuschusst werden kann, oder auch dem Einbau einer Pellet-Heizung für das Museum am Dom im Bistum Trier, bis hin zum Ökumenischen Netzwerk Mobilität und Kirche – jetzt gilt es, einzutreten „für unsere Umwelt, die ein Geschenk Gottes ist, damit sie Lebenswelt bleibt für uns alle“.

    Und nicht zuletzt mit der heutigen Ökumenischen Andacht, die auch von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier sowie der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Trier mitgestaltet wurde, unterstützen das Bistum sowie der Kirchenkreis Trier ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit aus Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung.

    Mit einem gemeinsamen Aufruf hatten von Plettenberg und Weber zum Gebet sowie auch zur Teilnahme an der nachfolgenden Klimastreik-Demonstration „#NoMoreEmptyPromises“ des Netzwerkes „Fridays for Future“ auf dem Trierer Domfreihof, unter Einhaltung der Corona-Abstandsregeln, aufgerufen: „Als Kirchen insgesamt und auch als einzelne Christinnen und Christen sind wir aufgerufen, aus dem Glauben heraus für die Bewahrung der Schöpfung einzustehen.“

    Aufruf des Generalvikars und es Superintendenten.

    Herzliche Einladung auch zu Ökumenische Andacht „Prayers for Future - für eine gute Zukunft für alle Menschen auf unserer Erde“ von 11.30 Uhr an im Trierer Dom

    Am gleichen Tag, also auch am 19. März, startet eine Veranstaltungsreihe der Klimainitiative und des Themenschwerpunktes "Schöpfung" der KEB mit dem Titel "Der Klimawandel und wir".

  • Projekt „Mobilität und Kirche“ gestartet - Arbeitsgruppe eingerichtet (1.2.2021)

  • Verstehen und dann ökologisch Handeln (26.1.2021)

    Der Welttag der Umweltbildung (World Environmental Education Day) am 26. Januar ist kein Umwelttag (der ist am 5. Juni), sondern stellt die Bedeutung der Bildungsarbeit zu Umweltthemen in den Mittelpunkt. Dabei geht es nicht nur um naturwissenschaftliche Grundlagen, um Sachwissen über die Wunder der Natur, sondern auch um die Verflechtung der Umweltfragen mit sozialen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Gerade auch zum Erreichen der Ziele, die sich die Weltklimakonferenz gesetzt hat, braucht es beides: Fachwissen und gesellschaftliche Akzeptanz für politisch notwendige Weichenstellungen. Die breite gesellschaftliche Diskussion der Auswirkungen und Möglichkeiten von Handlungsalternativen ist Voraussetzung für die Akzeptanz.

    Wenn Sie den Tag der Umweltbildung für sich nutzen und begehen möchten, dann schauen Sie doch einmal, welche Veranstaltungen es von Anbietern im Bistum Trier gibt. Hier haben sie auch immer die Chance, dass naturwissenschaftliches Wissen verbunden wird mit der Diskussion von ethischen Werten. Unsere Veranstaltungen finden sie unter https://www.umwelt.bistum-trier.de/veranstaltungen/

    Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Enzyklika „Laudato si´“, in der auch Papst Franziskus Gesellschaft und Umweltfragen zusammen denkt: die sozialen Fragen sind nicht zu trennen von den Fragen der Schöpfungsverantwortung. Sie müssen nicht Theologie studiert haben, um den Text zu verstehen, Papst Franziskus wendet sich an alle interessierten Menschen und schreibt auch für theologische Laien gut lesbar. Einen Einstieg und viele Hinweise zur Enzyklika finden sie unter https://www.umwelt.bistum-trier.de/spirituelles/laudato-si/

    Weitere Bildungsveranstaltungen finden Sie beispielsweise beim BUND oder bei den Forstämtern:

    Angebotsübersichten für die beiden Bundesländer Rheinland-Pfalz und das Saar-land finden Sie hier: