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Best Practice Berichte

  • Klima- und Umweltschutzbericht 2021 der DBK

    Trier – Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat erstmalig eine Dokumentation über den Stand des Schöpfungsengagements in den deutschen (Erz-)Bistümern vorgelegt. „Die sozial-ökologische Transformation der Gesellschaft hat Fahrt aufgenommen. Die Kirche möchte sich hier nach Kräften einbringen“, schreibt Bischof Dr. Georg Bätzing, Vorsitzender der DBK, im Vorwort. Auch das Bistum Trier legt darin Rechenschaft über sein Umweltengagement ab. Die neue Arbeitshilfe mit dem Titel „Unser Einsatz für die Zukunft der Schöpfung – Klima- und Umweltschutzbericht 2021“ gibt Auskunft darüber, wie die katholische Kirche in Deutschland Nachhaltigkeit fördert und zu einem sozial-ökologischen Wandel beiträgt.

    „Seit Langem ist die Bewahrung der Schöpfung für uns eine wichtige Aufgabe“, kommentiert der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, den Bericht. Er verweist auf die bereits 1991 gegründete Diözesankommission für Umweltfragen (DKU) und auch darauf, dass vor 17 Jahren ökologische Leitlinien für das Bistum verabschiedet , in der Zwischenzeit aktualisiert und um konkrete Handlungsanweisungen ergänzt wurden. Neben der DKU sei es die bistumsweite Klimainitiative „Energiebewusst“, die auch die Kirchengemeinden in die Bemühung um den Schutz der Umwelt miteinbeziehe, erläutert von Plettenberg. Hinzukomme der Themenschwerpunkt Schöpfung in der katholischen Erwachsenenbildung und seit 2016 eine Klimaschutzmanagerin, die das Schöpfungshandeln des Bistums mitprägen und vorantreiben.

    „Das Bistum Trier hatte sich zum Ziel gesetzt, seine CO2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren“, betont von Plettenberg. Dabei werden diese Emissionen vor allem durch die über 3.000 Gebäude verursacht. Bei Bauprojekten würden die Vorgaben des Bistums und die gesetzlich geltenden Vorschriften durch die Handlungsanweisungen der ökologischen Leitlinien ergänzt. „Unsere Bauabteilung sowie externe Ingenieurbüros beraten die Kirchengemeinden entsprechend bei den Fragen des Klimaschutzes.“ Auch habe das Bistum vor drei Jahren entschieden, Photovoltaikanlagen auf Schulen und anderen Bistumsgebäuden in Kooperation mit einer Energiegenossenschaft zu realisieren. Im vergangenen Jahr konnten so knapp 1.000 m² eingerichtet werden, die jährlich bis zu 165.000 Kilowattstunden Strom liefern und damit fast 96 Tonnen CO2 einsparen können. „Ein großes Klimaschutzprojekt ist auch die neue Pellet-Gas-Hybridheizung für das Museum am Dom, die im laufenden Jahr fertiggestellt wurde und bis zu 70 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen soll“, berichtet der Generalvikar.

    Der Bericht der DBK legt das kirchliche Engagement in Liturgie und Verkündigung, Bildung, Gebäudemanagement, Mobilität und nachhaltiges Wirtschaften dar. Zudem werden die Aktivitäten in den einzelnen (Erz-)Bistümern und in katholischen Organisationen wie dem Deutschen Caritasverband, der Deutschen Ordensobernkonferenz, dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken und den weltkirchlichen Hilfswerken vorgestellt. Ziel der Veröffentlichung ist unter anderem, einen vertieften Austausch über das Schöpfungsengagement zwischen den (Erz-) Bistümern und Organisationen anzuregen.

    Hinweise: Das Dokument „Unser Einsatz für die Zukunft der Schöpfung – Klima- und Umweltschutzbericht 2021 der Deutschen Bischofskonferenz“ ist in der Reihe „Arbeitshilfen Nr. 327“ erschienen. Als Download erhältlich unter: https://www.dbk-shop.de/. Über das Umwelt-Engagement des Bistum Trier informiert: www.umwelt.bistum-trier.de

  • Energiebericht des Bistums steht online zur Verfügung

    Trier - Das Klimasschutzmanagement im Bistum Trier hat seine Energiedaten auf einer neuen Internet-Seite gebündelt. Unter https://www.energiebericht.bistum-trier.de werden die wichtigsten Zahlen bezogen auf den Energieverbrauch der rd. 3000 Gebäude sowie die Treibhausgas-Emissionen der Bereiche Immobilien und Mobilität zusammengeführt. Gleichzeitig löst diese Seite den Energiebericht ab, der zuletzt alle zwei Jahre in gedruckter Form erschienen war. Das Klimasschutzmanagement verspricht sich dadurch eine höhere Transparenz und Aktualität verbunden mit einer Einsparung von Ressoucen.

  • Neue Pellet-Heizung im Museum am Dom

    Trier – „Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde zu handeln.” Mit diesem Vers hat der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg die Notwendigkeit verdeutlicht, den Schutz der Schöpfung nicht nur mit schönen Worten, sondern mit konkreten Maßnahmen anzugehen. Anlass war die Inbetriebnahme der neuen Pellet-Heizung im Museum am Dom in Trier. Es ist das erste große Museum in Deutschland, das mit regionalem Holz beheizt wird. „Es ist eine Investition in die Zukunft – nicht nur für uns, sondern auch für zukünftige Generationen”, betonte von Plettenberg. „Es mag auf den ersten Blick ein kleiner Schritt sein, aber es ist nicht der einzige, den wir gehen werden.” Von Plettenberg verwies dabei auch auf die Bistumsschulen, die mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet würden.

    Die alte Gas-Heizung des Museums war rund 35 Jahre alt und stand zur Modernisierung an. Sie emittierte pro Jahr rund 90 Tonnen CO2. Die alte Heizung wird jetzt ersetzt durch zwei Pellet-Kessel mit einer Leistung von 100 KW sowie, zur Redundanz, mit einer Gasbrennwerttherme mit ebenfalls 100 KW. Mit dem neuen Heizsystem werden jährlich 77 Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht 20 Einfamilienhäusern mit Erdgas-Heizungen. Die Pellets, kleine stiftförmig gepresste Holzabfälle, bezieht das Museum von der Firma MOSELPELLETS aus Morbach im Hunsrück. Die Verbrennung von Holz anstelle von Öl oder Gas schont das Klima, denn bei der Verbrennung von Holz wird nur die Menge an CO2 frei, die das Holz im Laufe seines Lebens gebunden hat. Ausgangspunkt für die neue Heizung war ein Energiekonzept, das 2018 und 2019 auf Initiative des Bistums von der Firma e+e Consult aus Trier erstellt wurde. Darin wurden die Defizite im Museum aufgezeigt.

    Das Museum verfügt über eine zu beheizende Fläche von 4.120 Quadratmetern und einem umbauten Raum von 24.500 Kubikmetern. Der riesige Ausstellungsbereich ist mit einer konstanten Temperatur von 22 Grad und einer Luftfeuchtigkeit mit 50 Prozent relativer Feuchtigkeit zu klimatisieren. „Sind etwa Holzskulpturen über einen längeren Zeitraum zu hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, nimmt das Holz die Feuchtigkeit auf, quillt auf, so dass als Folge die farbige Fassung der Skulptur abgesprengt wird, weil sie die Ausdehnung des Holzes nicht mitmachen kann“, erklärte der Direktor des Museums, Markus Groß-Morgen. Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit bewirke ein Schrumpfen und im Endeffekt ebenfalls Schäden an der Farbfassung. „Das Museum sieht sich den klimapolitischen Zielen des Bistums Trier verpflichtet und war daher gerne bereit, eine Heizungslösung mitzutragen, die eine Reduktion des CO2-Ausstoßes und eine Reduktion des Verfeuerns fossiler Brennstoffe zum Ziel hat.“

    2019 begannen auf der Grundlage des Energiekonzepts die Planungen für die Erneuerung der Heizung. „Wir bevorzugen eigentlich Lösungen in der Konstruktion von Bauten und erst dann technische Lösungen“, führte Walther Hauth aus. Er ist der verantwortliche Architekt des Bistums. Das Museum stehe aber unter Denkmalschutz, so dass eine Fassaden-Dämmung oder eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ausgeschlossen seien. Der jetzt eingeschlagene Weg sei so der bestmögliche.

    Baubeginn war im Herbst 2020. Im Frühjahr 2021 wurde der riesige, 42 Kubikmeter fassende Pellet-Tank installiert, die Inbetriebnahme erfolgte im Sommer 2021. Insgesamt kostet die Baumaßnahme rund 530.000 Euro, die zur Hälfte gefördert werden durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit über den Projektträger Jülich (PTJ) sowie das Umweltministerium Rheinland-Pfalz (Förderprogramm „Zukunftsfähige Energieinfrastruktur” - ZEIS).

    Begleitet worden war die Heizungs-Sanierung von Helmut Krames, Geschäftsführer des Ingenieurbüros e+e Consult, der schon zuvor das Energiekonzept für das Museum erstellt hatte. Er wies darauf hin, dass im Nachgang zum Energiekonzept verschiedene Änderungen im Museum vorgenommen worden sein. „Die neuen Brenner arbeiten zusammen mit neuen Pumpen und in einer engeren Abstimmung mit dem Lüftungssystem und es kann jetzt Raum für Raum gesteuert werden.“ Zudem ermögliche die Digitalisierung der Heizungsanlage eine bessere Auswertung ihrer Wirkungsweise.

    „Wir werden nach diesem Projekt nicht stehen bleiben, sondern konsequent an den Stellen den Klimaschutz vorantreiben, die in unserer Verfügbarkeit stehen”, betonte Charlotte Kleinwächter, Klimaschutzmanagerin des Bistums. Dazu gehörten die Photovoltaik-Anlagen auf den Schulen des Bistums, die anstehende nachhaltige Sanierung des Klosters Himmerod, aber auch ein Energiekonzept für das Bischöfliche Generalvikariat in Trier. „Der nachhaltige Umgang mit der Schöpfung ist ein wichtiges Anliegen des Bistums Trier”, betonte Kleinwächter. Das Museum könne dabei als Vorbild dienen. „Wenn wir Erwartungen an die Kirchengemeinden formulieren, dann ist das jetzt ein Beispiel, bei dem das Bistum selbst vorangeht.“

    2015 wurde von der Bistumsleitung ein Klimaschutzkonzept für das Bistum verabschiedet. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien überarbeitet und 2019 Handlungsanweisungen für alle kirchlichen Angestellten erlassen. Vorangetrieben wird das Thema im Bistum Trier unter anderem von der Diözesanen Kommission für Umweltfragen (DKU). Die DKU unterstützt ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit als Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung.

  • Pressemappe Neue Heizung Museum am Dom

  • Heizungspumpen-Kampagne

    Trier. – Sie hat 35 Jahre auf dem Buckel, doch jetzt sind ihre Tage gezählt. Die diözesane Klimainitiative „Energiebewusst“ hatte die Kirchengemeinden im Bistum Trier dazu aufgerufen, das Alter der Heizungspumpen in ihren Gebäuden zu benennen. Mit einer Heizungspumpe aus dem Jahre 1985 besitzt die Kirchengemeinde St. Matthäus in Thalfang dabei die älteste Heizungspumpe im Bistum Trier. Stellvertretend für die Kirchengemeinde nahm Stefan Merten, er ist der Umweltbeauftragte der Kirchengemeinde, den Preis entgegen.

    Die Heizungspumpe wird jetzt – auf Kosten des Bistums – gegen ein aktuelles Modell ausgetauscht. Damit kann die Kirchengemeinde etwa 400 bis 700 kWh Strom und bis zu 0,2 t CO2 im Jahr einsparen. Insgesamt hatten sich 13 Kirchengemeinden an dem Aufruf beteiligt. Ausgetauscht werden auf Kosten des Bistums auch die Heizungspumpen der Kirchengemeinde St. Veit in Mayen, und in der Pfarrei Damscheid (Pfarreiengemeinschaft Oberwesel). In beiden Fällen ist die Heizungspumpe aus dem Jahr 1993. Unter allen Einsendungen wurde zudem die Pfarrgemeinde Müllenbach-Laubach (Filialkirche St. Josef) für einen Energiecheck durch Energieberater der Arge Solar e.V. ausgelost.

    „Wir hatten mit noch mehr teilnehmenden Kirchengemeinden gerechnet, denn in vielen kirchlichen Liegenschaften gibt es alte bis sehr alte Heizungspumpen“, erklärte Charlotte Kleinwächter, die Klimaschutzmanagerin des Bistums. „Vermutlich hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Im Bereich der Heizungsoptimierungen liege ein großes Einsparpotenzial. „Mit der Aktion wollten wir ein Bewusstsein für die hier schlummernden Energieeinsparpotenziale schaffen.“ Durch die Kampagne sollte insgesamt der Austausch veralteter Heizungspumpen beschleunigt werden. Meistens lohne sich die Modernisierung, zumal das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) den Austausch finanziell unterstützt.

    Rund drei Viertel der Gesamtemissionen des Bistums Trier werden durch das Beheizen der vielen Gebäude im Bistum verursacht. In den über 3000 Immobilien des Bistums wurden 2019 rund 160 680 860 kWh für das Beheizen benötigt und dabei 44 881 Tonnen CO2  produziert. Das Bistum hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 rund 50 Prozent seiner CO2-Emmissionen von 2010 zu reduzieren. Ein wichtiger Baustein ist die Optimierung der Heizungssituationen vor Ort.

    Alle Details zur Kampagne auch in unserem Flyer "Älteste Heizungspumpe".

    Weiterführende Informationen finden Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

  • Vier Schulen werden mit Solarenergie ausgestattet

    Trier. – Es ist ein Schlüsselprojekt für den Klimaschutz im Bistum Trier: In den vergangenen Wochen wurden, angefangen beim Trierer Angela-Merici-Gymnasium (AMG), bistumsweit vier kirchliche Schulen mit Photovoltaik-Anlagen (PV) ausgestattet. Es handelt sich in der Summe um eine Fläche von knapp 1.000 Quadratmetern, die jährlich bis zu 165.000 Kilowattstunden Strom produzieren, und damit fast 96 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen einsparen kann. Neben dem AMG befinden sich die Anlagen auf den Dächern der Grundschule am Dom in Trier, der St. Matthias-Grundschule in Bitburg und der St. Franziskus-Schule in Koblenz. Zusammen bilden sie den Startschuss für weitere PV auf weiteren Schulen und Immobilien des Bistums.

    „Das Bistum hat das ehrgeizige Ziel, seine CO2-Emissionen bis 2040 zu halbieren. Durch CO2-Einsparung bei den bistumseigenen Liegenschaften wollen wir auch ein öffentliches Zeichen setzen“, betonte Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Weitere mit dem Ausbau der Photovoltaik auf Schuldächern verbundene Ziele seien grundsätzlich der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Bildungsarbeit im Zuge der Energiewende. Die Entscheidung der Bistumsleitung, dass künftig Dächer von Schulgebäuden als Flächen für Photovoltaik genutzt werden können, fiel bereits 2018. Für die weitere Planung wurde unter Federführung der Klimaschutzmanagerin der Diözese Trier, Charlotte Kleinwächter, eine abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe gebildet. Noch im selben Jahr wurde eine erste Eignungsanalyse für alle Bistums-Schuldächer präsentiert.

    Zusammenarbeit mit kirchlicher Energiegenossenschaft

    Das Bistum Trier hat sich grundsätzlich für die Zusammenarbeit mit Energiegenossenschaften beim PV-Bau entschieden. Dabei erhält das Bistum die Pachteinnahmen von der Genossenschaft und kauft ihr im Gegenzug den erzeugten Strom wieder ab. Der Strompreis ist für die Dauer der Dachverpachtung festgelegt und gibt dem Bistum somit Planungssicherheit. Mit dieser für das Bistum neuartigen Kooperationsform wird Klimaschutz finanzierbar. Die Partnerin, die zunächst vom Bistum den Zuschlag erhielt, ist die EnergieVISION eG, eine kirchliche Energiegenossenschaft mit Sitz im Bistum Augsburg. Gebaut wurden die Photovoltaik-Anlagen von der Firma SchoEnergie aus Föhren.

    „Unsere Idee war und ist es, die Schöpfungsverantwortung im Raum der Kirche zu stärken“, betont Dr. Thomas Wienhardt. Er ist Vorstandsvorsitzender von EnergieVISION eG. Gegründet wurde die Genossenschaft 2012. „Nachdem Beratung nicht ausreichte, entschlossen wir uns, eine Genossenschaft zu gründen – als Dienstleisterin für kirchliche Einrichtungen.“ EnergieVISION eG projektiert, finanziert und betreibt die Anlagen. In der Zwischenzeit betreiben die Augsburger elf Projekte, eines davon in der Ukraine. Nun kommen noch die vier im Bistum Trier dazu. Obwohl der gesellschaftliche Diskurs in Richtung erneuerbarer Energien weise, werde das gesetzliche Umfeld für Projekte dieser Art komplizierter. „Es gibt heute viel mehr Regeln, und die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist massiv zurückgegangen, was zum Teil sicher richtig war, um marktfähig zu werden“, erklärt Wienhardt. „Uns aber führt es momentan ans Limit der Wirtschaftlichkeit.“ Die Lieferung von Strom sei an viele Details gebunden.

    Schöpfungsbewahrung ist wichtiges Thema im Religionsunterricht

    Nicht zuletzt profitieren auch die Schulen von den Photovoltaik-Anlagen. „Klimaschutz spielte in der Vergangenheit und spielt immer noch eine große Rolle am AMG“, betont Dr. Mario Zeck, Leiter des Angela-Merici-Gymnasiums. „Schon vor Jahren wurde hier ein Photovoltaik-Verein gegründet, bestehend aus Kolleginnen und Kollegen, Eltern sowie Schülerinnen, dessen Ziel die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des AMG und die Nutzung der Solarenergie war.“ Mit hohem Engagement versuchte man über Jahre vergebens, Unterstützung für dieses Anliegen zu erhalten. Ergebnislos musste der Verein nach Jahren aufgelöst werden.

    „Nun erhielten wir die Nachricht, dass es doch geht. Aus energie- und umweltpolitischen Gründen freuen wir uns, dass unser Haus durch sein Dasein einen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann“, betont Zeck. Selbstverständlich werde das Thema im Unterricht thematisiert, und zwar nicht nur in klassischen Bereichen wie Erdkunde und Sozialkunde, „sondern auch im Fach Religion, in dem die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für die Bewahrung der Schöpfung ein wichtiges Anliegen ist.“

    Charlotte Kleinwächter ist zufrieden, dass die PV endlich realisiert wurden. „Es war ein langer Weg bis dahin, weil vieles Neuland für unsere Behörde war. Umso schöner, dass nun echter Ökostrom auf Bistumsdächern, noch dazu auf Schulen, produziert wird! Damit hat das Bistum endlich ein nach außen sichtbares Zeichen, dass es sein Klimaschutz-Engagement ernst meint.“

    Klimaschutz und ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung sind seit langem ein wichtiges Anliegen des Bistums Trier. Schon 2009 traf die Bistumsleitung die Entscheidung, ein umfassendes Klimaschutzkonzept zu erstellen. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien für das Bistum überarbeitet und konkrete Handlungsanweisungen für die kirchlichen Angestellten erlassen. Vorangetrieben wird das Thema unter anderem von der diözesanen Kommission für Umweltfragen in Kooperation mit der  Klimaschutzmanagerin.
     

    Projektdaten

    Schule

    Anlagen­leistung [kWp]

    Anzahl Module

    Ausgelegte Fläche [m²]

    Jährl. Solar­strom [kWh]

    Vermiedene CO2-Emissionen [kg/a]

    AMG, Trier

         99,00

         300

            505,8

       86.625

            50.589

    Grundschule am Dom, Trier

         17,16

           52

            87,68

       14.633

              8.540

    St. Matthias Grundschule, Bitburg

         34,32

         104

          175,34

       29.131

            17.479

    St. Franziskus-Schule, Koblenz

         36,48

          114

            189,4

       32.003

            19.202

    Summen

       186,96

         570

          958,22

     162.392

            95.810

    Ein Musterhaushalt hat im Jahr einen Strombedarf von rund 3.200 kWh. Davon ausgehend versorgen die vier PV-Anlagen auf den Bistumsschulen ca. 50 - 51 Haushalte.

     

     

  • Sanierungsfahrplan Bischöfliches Generalvikariat

    Im Winter 2019/2020 wurde für das Generalvikariat ein vom BAFA geförderter Sanierungsfahrplan erstellt. Der dafür beauftragte Energieberater Helmut Krames äußert sich dazu im folgenden Interview.

    Herr Krames, Sie haben das Trierer Generalvikariat unter die Lupe genommen, um ein Energiekonzept erstellen zu können. Was waren die größten Herausforderungen?
    Die Größe des Komplexes ist beeindruckend. Die Herausforderung dabei war es sicher, sich für diese Grüße eine sinnvolle Struktur aufzubauen und diese systematisch zu verfolgen. Unterstützt wurden wir dabei von Charlotte Kleinwächter, der Klimaschutzmanagerin beim Bistum, und von Peter Peters, er ist Architekt und Projektleiter beim Bistum. Sie hatten immer ein offenes Ohr für unsere Fragen.

    Wie muss ich mir so eine Analyse vorstellen? Wie lange hat das Erstellen gedauert?
    Von der Beauftragung bis zur Abgabe der Unterlagen haben wir ein knappes Jahr am Generalvikariat gearbeitet. Das Projekt hatten wir in zwei Teile aufgeteilt: Ein erster Bereich waren die Liegenschaften in der Mustorstraße 2, ein zweiter waren die Gebäude hinter dem Dom. Letztendlich ist auch die Wärmeversorgung für das Generalvikariat so aufgeteilt.

    Wie geht man mit einem Gebäudekomplex um, der sich aus vielen verschiedenen Bauteilen aus unterschiedlichen Bauphasen zusammensetzt?
    Man versucht eine Struktur aufzubauen und den Gesamtbereich in kleine Teilbereiche zu zerlegen. Anschließend arbeitet man sich dann Stück für Stück durch die Räume durch. Pete Peters ist ein ausgezeichneter Kenner der ganzen Gebäude. Er hat uns sehr mit seinem Wissen über die einzelnen Bauphasen der Gebäude unterstützt. Für mich ist aber immer auch wichtig, bei den Begehungen das Ganze auf mich wirken zu lassen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuzuhören. Gerade bei den Hausmeistern Philipp Friedrich und Gerd Weins liegt sehr viel Wissen über die Betriebsweise vor.

    Gibt es eigentlich Jahrzehnte oder Bauphasen, die besonders problematisch sind?
    Generell sind die Nachkriegsjahre kritisch, aufgrund der fehlenden Baumaterialien. Neuerdings kommt hinzu, dass durch die Niedrigenergiebauweise Fehler bei der Ausführung relevanter sind. In früheren Zeiten gab es zum Beispiel einen hohen Luftwechsel in den Gebäuden, schlicht, weil die Fenster, Türen und oft auch das Dach undicht waren. Bei der heutigen Bauweise muss ein Luftwechsel zur Feuchtigkeitsabfuhr aktiv herbeigeführt werden. Und falls es Wärmebrücken mit niedrigen Oberflächentemperaturen gibt, schlägt sich dort die Feuchtigkeit nieder und kann zu Schimmelbildung führen. Eine ständige Weiterbildung der Mitarbeiter ist deswegen notwendig. Durch Blower-Door-Tests, mit denen die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen wird und mit dem Lecks in der Gebäudehülle aufgespürt werden können, oder auch mit der Thermografie kann man zeigen, ob die energetischen Anforderungen erfüllt sind.

    Wo sollte jetzt angesetzt werden, wenn es ums Energiesparen im Generalvikariat geht?
    Grundsätzlich sollte alles auf das Ziel der Bundesrepublik Deutschland, bis zum Jahr 2050 CO₂-neutral zu werden, ausgerichtet sein. Das ist aber nur erreichbar, wenn wirklich auch alle Gebäude des Generalvikariates dieses Ziel der Klimaneutralität erreichen. Bei denkmalgeschützten Gebäuden kann man nur schwer mit einer Dämmung der Außenhülle arbeiten. Daher geht es hier vor allem um eine CO₂-neutrale Wärmeversorgung. Für den Strom könnte das Bistum eine eigene Windkraftanlage oder ein großes Photovoltaikfeld auf einem geeigneten Gelände im ländlichen Bereich betreiben. Vielleicht gibt es auch Liegenschaften mit Wasserrecht an geeigneten Gewässern um ein Wasserrad zu betreiben. Wir haben in unserem Konzept verschieden Vorschläge dargestellt. Aus diesen Vorschlägen können jetzt einzelne Maßnahmen auf dem Weg in die emissionsfreie Zukunft entwickelt werden. Das braucht sicher Zeit. Jedoch dient das Konzept dazu, bei allen Maßnahmen eine ‚Leitplanke‘ zu haben, um in die Richtung CO₂-Neutralität zu gehen.

    Was ist Ihnen bei den Begehungen besonders aufgefallen?
    Was uns als gravierend aufgefallen ist, ist die Überdimensionierung von Heizungspumpen. Im Bereich „Hinter dem Dom“ gibt es dafür zwei Beispiele: Die Pumpe, die die Wärme zu der Grundschule am Dom und zu der St. Helena-Schule fördert, verbraucht bei Betrieb mehr Strom als ein Einfamilienhaushalt, nämlich 1,2 kWh/d. Die Pumpe für den Warmwasserspeicher in der Küche der Cafeteria des Generalvikariates, in der aufgrund der Änderung in der Nutzung aber kaum noch Warmwasser gebraucht wird, kann statt der erforderlichen 73 kW bis zu 1.200 kW fördern. Diese Überdimensionierung kostet Geld. Die Bauabteilung hat daher vorgeschlagen, dass für alle Pumpen die Austauschpumpe vorab festgelegt werden sollte, damit bei Defekt direkt klar ist, welche Pumpe eingebaut werden soll. Auch die Heizungsbauer, die für das Bistum arbeiten, sollten ein kurzes Seminar über Pumpen besuchen. Man könnte das sogar als Zulassungsvoraussetzung ansehen. Das ist etwas Aufwand, aber er lohnt sich. Allein für den Bereich „Hinter dem Dom“ sind in den zurückliegenden 15 Jahren Mehrkosten im fünfstelligen Bereich aufgetreten.

    Was könnte jeder einzelne zum Energiesparen im BGV beitragen?
    Jeder kann zur Verringerung des Energieverbrauches beitragen. In der Regel sind es folgende Punkte: nur die notwendige Beleuchtung einschalten, PC und Monitor auf Standby schalten bei längerer Nichtnutzung und kurze Stoßlüftung statt Dauerkipp während der Heizperiode. Darüberhinausgehend kann jeder über sein Verkehrsmittel zur Arbeit nachdenken, ob es eventuell mit Fahrrad oder Bus und Bahn auch geht. Das muss nicht für jeden Tag festgeschrieben sein, aber vielleicht lässt sich es öfters einbauen. Und: Diese Energiekosteneinsparung kommt dem Mitarbeiter direkt und selbst zugute.

    Helmut Krames ist Inhaber des Ingenieurbüros „e+e Consult“ in Trier.

  • Heizungsuntersuchungen an den Bistumsschulen

    Heizungsuntersuchungen an den Bistumsschulen

    An allen Bistumsschulen wurden im Winter 2018/2019 durch ARGE SOLAR e.V. zusammen mit Partnern Heizungsreferenzmessungen durchgeführt.
    Mithilfe einer Heizungsreferenzmessung lässt sich feststellen, ob die Heizung bezüglich der Temperaturen optimal eingestellt ist. Dazu werden in den Wintermonaten Temperaturmessgeräte auf die Vor-und Rücklaufleitungen geklemmt und die Temperaturen in gleichmäßigen Zeitintervallen gemessen und in Datenloggern gespeichert. Gleichzeitig werden die Heizwassermengen gemessen, die durch die verschiedenen Heizkreise fließen.

    Ergebnisse:
    In den Bistumsschulen als Ganzes kommen alle denkbaren Defizite vor, die sich aus der Temperatur-und Wassermengenregelung ableiten lassen:

    • Fehlende Abhängigkeit der Vorlauftemperatur von der Außenlufttemperatur
    • schlecht eingestellte Heizkurven, z.B. mit zu hohen Vorlauftemperaturen
    • zu geringe Temperaturspreizung zwischen Vor-und Rücklauf, was auf eine zu hohe Durchflussgeschwindigkeit des Heizwassers hinweisen kann
    • fehlender benutzerorientierter Absenkbetrieb
    • Einsatz ungeregelter Heizungspumpen bzw. überdimensionierte Pumpen und nicht funktionierende Mischregelung

    Besonders auffällige Mängel waren: In einer Schule „arbeitet der Heizkreis ‚Fußbodenheizung‘ ungeregelt mit einer konstant hohen Vorlauftemperatur von durchschnittlich 81 °C“. Fußbodenheizungen kommen in der Regel mit maximal 40 °C aus.

    „Die Temperaturdifferenz zwischen Heiz-und Absenkbetrieb beträgt ca. 50 °C und ist somit viel zu hoch“.

    Die Heiz- und Absenkphasen sind vertauscht programmiert. „Das heißt, immer wenn das Heizprogramm zu Beginn des Tages aktiv werden müsste, geht die zeitliche Steuerung in den Absenkbetrieb (Mo.- Fr. von 19:30- 7:30 Heizbetrieb). An den Wochenenden und in der Nacht erfolgt anstatt des Absenkbetriebs ein durchgehender Heizbetrieb.“

    Empfehlungen:
    Für die meisten Schulen schlagen die Energieberater vor, einen hydraulischen Abgleich durchführen zu lassen. Damit wird eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Heizungsnetz erreicht. Des Weiteren wird empfohlen, die Heizkurve für jeden Heizkreis auf die erforderlichen Vorlauftemperaturen einzustellen. Außerdem sollten die Zeitprogramme für die Heiz-und Absenkphasen überprüft und ggf. neu eingerichtet werden. Arge Solar und Partner empfehlen auch, ungeregelte oder überdimensionierte Heizungspumpen gegen geregelte, richtig dimensionierte Pumpen auszutauschen. Schließlich wird darauf hingewiesen, dass bei der Trinkwassererwärmung die Zirkulation außerhalb der Betriebszeiten nur dann abgeschaltet werden darf, wenn das mit den hygienischen Anforderungen vereinbar ist. Da selbst bei neueren Anlagen Mängel festgestellt wurden, sollten künftig die Einstellungen, die von den Fachfirmen vorgenommen werden, immer messtechnisch überprüft und ggf. korrigiert werden.

    Weiteres Vorgehen:
    Die Ergebnisse der Heizungsreferenzmessungen haben die Schulleitungen zur Kenntnisnahme erhalten. Die Bauabteilung hat mit den jeweils zuständigen Architekten das weitere Vorgehen beraten und kümmert sich um die kontinuierliche Verbesserung der Situation. Einsparungen von mindestens sechs Prozent der Heizkosten sind zu erwarten, wenn die Maßnahmenempfehlungen umgesetzt werden; das entspricht einer Einsparung von rund 190 t CO2.

  • Eine Klimawende im Kleinen - Recyclingpapier im BGV

    Der Papierverbrauch im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Es gelang der fast komplette Umstieg auf Recyclingpapier bei den Standardpapieren.

    Ökologische Argumente sprechen eindeutig für das Recyclingpapier, das zu 100% aus wieder aufbereitetem Altpapier besteht und im idealen Fall das Umweltzeichen „Blauer Engel“ trägt: gegenüber Frischfaserpapier, das zu 100% aus frischem Holz besteht, werden etwa zwei Drittel weniger Energie, Wasser und Rohstoffe (Holz/Altpapier) eingesetzt. Die CO2-Emissionen werden um 16 Prozent reduziert. Das zeigt eine Veröffentlichung der Initiative Pro Recyclingpapier auf ihrer Website https://www.papiernetz.de/.

    Im Sinne der ökologischen Leitlinien des Bistums und der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes hat die Leitungskonferenz des Bistums Trier deshalb in ihrer Sitzung vom 20. Februar 2018 beschlossen, als Standardpapier für die Drucker nur noch Recyclingpapier auszugeben; der Generalvikar hat dies in einer Dienstanweisung zum 1. Juni 2018 verbindlich gemacht. Recyclingpapier, das den Anforderungen für die Vergabe des Umweltzeichens „Blauer Engel“ entspricht, ist seitdem für folgende Zwecke zu verwenden: Vervielfältigungen, also Umdrucke und Kopien, Formulare, Endlospapier, Schreibhefte und -blocks, Briefhüllen und Versandtaschen.

    Die Zahlen der Hausdruckerei zum Papiereinkauf 2017-2019 zeigen die Wirkung der Dienstanweisung: 2017 kaufte das Bistum rund 15.000 Kilogramm DIN A3 und A4 Papier ein, 2018 waren es über 16.000 Kilogramm. 2019 konnte der Papiereinkauf auf unter 14.000 Kilogramm reduziert werden. Ob das schon ein Signal für den ebenfalls angestrebten reduzierten Papierverbrauch im Generalvikariat ist, müssen die kommenden Jahre zeigen, weil Papier jeweils in großen Mengen gekauft und überjährig genutzt wird. Signifikant ist aber die Steigerung des Anteils an Recyclingpapier: Der Anteil des Recyclingpapiers ist zumindest im Generalvikariat von 17 Prozent im Jahr 2017 auf 62 Prozent 2018 und auf 98 Prozent 2019 gestiegen.

    2018 wurde knapp 10 Prozent mehr Papier im Vergleich zu 2017 eingekauft, die Kosten stiegen um rund 13 Prozent. Demgegenüber stiegen die papierbedingten CO2-Emissionen lediglich um 1,2 Prozent: 15.589 kg im Jahr 2017 und 15.776 kg 2018. Die Steigerung der Recyclingpapier-Quote im Jahr 2018 hat damit ca. 1.300 kg CO2-Emissionen vermieden.

    Neben dem Einsatz von Recyclingpapier sind die folgenden Maßnahmen besonders umweltschonend:
    •    unnötige Ausdrucke vermeiden,
    •    doppelseitig drucken und
    •    nicht mehr benötigtes Papier in die Altpapiersammlung geben.

  • Klimasparbuch

    Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit ist für den Klimaschutz von großer Bedeutung. Neben zahlreichen Referententätigkeiten der Klimaschutzmanagerin war vor allem das Klimasparbuch ein wichtiges Instrument. Es wurde von der Energieagentur Region Trier, der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU), der Lokalen Agenda 21 Trier und dem oekom-Verlag herausgegeben. Damit ist es auch ein Beispiel für die Vernetzungsinitiativen des Bistums beim Klimaschutz.

  • Den September als Schöpfungszeit gestalten

    Trier. - Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) lädt seit dem Jahr 2010 dazu ein, jedes Jahr im September die Schöpfungszeit ökumenisch zu feiern. Vom 1. September bis 4. Oktober, dem Gedenktag des Heiligen Franziskus, wird mit einem jährlich neuen Motto zum Mitmachen aufgerufen. Neben dem Motto stellt die ACK ein Heft mit Materialien wie Gottesdienstentwürfen zu diesem Thema zur Verfügung. Es kann als pdf-Datei aus dem Netz gezogen oder in Papierform bestellt werden. Im Bistum Trier beteiligen sich verschiedene Partner an der Gestaltung, insbesondere auch die Akteure im Bereich Umwelt.

    Die Schöpfungszeit wird als Vorbereitungszeit begangen, wie die Fastenzeit vor Ostern und der Advent vor Weihnachten. Ihr Weg gehe hin zum Erntedankfest, erklärt Barbara Schartz, Bildungsreferentin im Bistum Trier mit Themenschwerpunkt Schöpfung. „Das Erntedankfest ist für Christen der Moment, um für ausreichend Nahrung zu danken“, betont Schartz. „Auch die Natur, die wir nicht als Nahrung nutzen, können wir in der gesamten Schöpfungszeit bewusster erleben, bestaunen und dankbar dafür sein.“ 

    Den Anfang nahm die Schöpfungszeit mit einem Aufruf des orthodoxen Patriarchen Dimitros I. im Jahr 1989, den 1. September, den ersten Tag im orthodoxen Kirchenjahr, als Tag des Schöpfers, der Bewahrung der Schöpfung und der natürlichen Umwelt zu begehen. Seit dem Ökumenischen Kirchentag 2010 in München lädt die ACK ein, den ersten Freitag im September als Schöpfungstag und den Zeitraum vom 1. September bis 4. Oktober als Schöpfungszeit zu begehen. Im Zuge der Veröffentlichung der Umweltenzyklika „Laudato si“ führte Papst Franziskus im Jahr 2015 außerdem einen jährlichen Gebetstag für die Schöpfung am 1. September. Viele Kirchen in Deutschland und der Schweiz haben die Idee aufgegriffen, Schöpfungszeit zu feiern als eine „Zeit für den Schutz der Schöpfung und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils“.

    Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es unter www.umwelt.bistum-trier.de/spirituelles/schoepfungszeit/.

  • Weltweiter Aktionstag für Klimaschutz

    Am 29. November 2019 fanden weltweit Demonstrationen für mehr Klimaschutz statt, initiiert von den #fridays4future und den ihnen nahe stehenden #parents- und #scientists4future. Mit dem Aufruf „churches for future“ hatte das ökumenische Netzwerk für Klimagerechtig­keit aufgerufen, dass Diözesen, Landeskirchen und kirchliche Einrichtungen an ihren Orten die Initiativen unterstützen und die Anliegen ins Fürbittgebet aufnehmen.

    Der Handlungsdruck für endlich mehr Taten beim Klimaschutz ist so groß, dass es uns gerechtfertigt scheint, in dieser Situation als Gemeinden, Gruppen und Einrichtungen ein besonderes Zeichen zu setzen. Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg lud dazu ein, an den regionalen Klimademonstrationen teilzunehmen und die Anliegen ins Fürbittgebet aufzunehmen (Hier finden Sie den Aufruf des Generalvikars)

     Anregung für eine Gebetszeit: Liturgievorschlag und in einem Gebet zum Weltklimastreik.

    Wir freuen uns, wenn an vielen Orten an diesem Tag die Anliegen des Klimaschutzes und der Solidarität mit allen, die schon heute unter den Folgen des Klimawandels leiden, im ge­meinsamen Gebet aufgenommen werden.

  • Lernwerkstatt „KlimaWandelWeg“

    Lernwerkstatt „KlimaWandelWeg“ im Bistum Trier angekommen

    Ein kleiner Stoß, dann fällt der Dominostein – und mit ihm durch die bekannte Kettenreaktion alle anderen Steine auch. Um den Tisch herum stehen die Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse der Trierer St. Maximin-Schule. Sie haben sich in den letzten Tagen mit dem Thema Klimawandel beschäftigt – unter anderem damit, welche Kettenreaktion eine Erderwärmung um zwei Grad mit sich bringen würde. So anschaulich wie diese Station verdeutlichen auch die neun anderen Stationen des so genannten „KlimaWandelWeges“ die Auswirkungen auf alle Lebensbereiche von Ernährung über Gesundheit bis hin zu einer veränderten Umwelt, die der Klimawandel bewirkt... hier weiter lesen .

    Außerdem gibt es ein Video auf YouTube zu dem Klima Wandel Weg in der Maximin Schule.

    Auch der Paulinus hat über den KlimaWandelWeg berichtet (Ausgabe 13 vom 31.3.2019) und zwei kleine Filme von der Presseveranstaltung online gestellt. Link zum Paulinus

    Hier mehr über den Klima Wandel Weg erfahren.

  • Ab 2019 kompensiert Bistum CO2-Emissionen

    Das Bistum Trier hat einen weiteren wichtigen Synodenbeschluss umgesetzt und wird ab 2019 seine CO2-Emissionen kompensieren. Darunter fallen alle durch Dienstreisen per Auto und Flugzeug verursachten Ausstöße von Kohlenstoffdioxid. Der Ausgleich erfolgt über die Klima-Kollekte gGmbH. Vorrangig strebt das Bistum weitere Anstrengungen zur Reduzierung der mobilitätsbedingten Emissionen an. Lesen Sie hier mehr.

    Außerdem mehr zur Klima-Kollekte auf www.klima-kollekte.de

  • Resolution „Klimawandel und Umweltschutz“

    Beim Themenabend "Klimawandel und Umweltschutz" im Juni 2018 wurde folgender Resolutionstext verabschiedet, der an den Generalvikar und das Synodenbüro geschickt wurde:

    „Die Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein, praktisch umzusetzen gehört wesentlich zu einem tugendhaften Leben; sie ist nicht etwas Fakultatives, noch ein sekundärer Aspekt der christlichen Erfahrung.“ (Laudato si´, 217)

     

    Wir sind katholische Christen, die sich in verschiedenen Initiativen für eine Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Wir haben uns heute, Montag, den 11. Juni 2018 in Koblenz getroffen, um uns gegenseitig über unsere Projekte und Aktionen zum Schutz der Umwelt und der Gerechtigkeit zu informieren Wir haben uns außerdem mit Aussagen der Synode des Bistums Trier zum Thema Schöpfung sowie mit Kernaussagen der päpstlichen Enzyklika „Laudato si´“ beschäftigt. Wir fühlen uns dem dringlichen Aufruf des Papstes verpflichtet, alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Schöpfung und die Armen zu schützen. Es ist uns daher ein sehr großes Anliegen, dass die Verantwortung für das Klima und die Natur in der Umsetzung der Synode deutlicher als bisher thematisiert und umgesetzt wird. Das Handeln des Bistums darf nicht nur in Leuchtturmprojekten die Anliegen von Laudato si´ umsetzen, sondern muss personell, finanziell, räumlich und konkret diese Anliegen stärker unterstützen.

    Ein Bericht über die Veranstaltung ist hier zu finden.

    Generalvikar Dr. Ulrich Graf v. Plettenberg hat auf den Brief mit der Resolution reagiert. Hier kann seine Antwort nachgelesen werden.

  • Sanierungsfahrplan Museum am Dom

    2018 wurde für das Museum am Dom ein vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geförderter Sanierungsfahrplan erstellt. Als erster Schritt der Umsetzung wird im Herbst 2020 die Heizung auf Pelletbetrieb umgestellt. Aktuell ist eine Doppelkesselanlage auf Erdgasbasis vorhanden. Diese soll gegen eine Pelletkesselanlage mit einer Leistung von 200 kW ausgetauscht werden. Hinzu kommt die Errichtung eines entsprechenden Pelletlagers.
    Es ist eine Brennwerttherme als Spitzenlast- und Redundanz-Wärmeerzeuger vorgesehen. Im Rahmen des Austausches des Wärmeerzeugers wird die Regelungs- und Pumpentechnik ebenfalls erneuert. Gleichzeitig erfolgt eine Aufschaltung auf die Gebäudeleittechnik.
    Parallel dazu das nebenstehende Verwaltungsgebäude komplett an die neue Pelletkesselanlage angeschlossen.
    Das Vorhaben wird gefördert durch:

    1. Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
    2. Förderprogramm „Zukunftsfähige Energieinfrastruktur“ (ZEIS) des Landes Rheinland-Pfalz
    3. und im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

    Mehr über die nationale Klimaschutzinitiative: www.klimaschutz.de  

  • Klimaschutzkonzept des Bistums Trier

    Seit 2015 hat das Bistum Trier ein Klimaschutzkonzept inklusive Maßnahmenkatalog und hat mit seiner Umsetzung bereits begonnen.
    Hier geht es zum aktuellen Energiebericht des Bistums.

    Das Bistum arbeitet aktuell an einer Neujustierung der Klimaschutzziele, die sowohl der Klimawandel-Dringlichkeit entspricht als auch der verbesserten Datengrundlage des Bistums Rechnung trägt.

  • Aktivitäten im Bildungsbereich

    Zu den Aktivitäten im Bildungsbereich zählten 2018 die Gründung der AG „Nachhaltigkeit und Schule“ sowie die Lernwerkstatt KlimaWandel-Weg, die den Bistumsschulen dank Unterstützung durch die Landeszentrale für Umweltaufklärung zur Verfügung steht.

  • Fotocollage "Ich finde Klimaschutz wichtig, weil..."

    Die einmonatige Fotoaktion zum Thema "Ich finde Klimaschutz wichtig, weil ... " endete am 11.12. . Ein paar Klimaschützer*innen haben mitgemacht und aus den verschiedenen Bildern und Statements ist diese tolle Collage entstanden! Vielen Dank an alle Teilnehmenden!

  • Beilage des Paulinus zur Weltklimakonferenz 2017 in Bonn

    Der Paulinus hat in Zusammenarbeit mit "Dem Pilger", der Kirchenzeitung des Bistums Speyer, pünktlich zur 23. Weltklimakonferenz in Bonn (06. bis 17.11.) eine Beilage zum Thema Klimawandel herausgebracht. Auch die Klimaschutzmanagerin des Bistums meldet sich in dieser Beilage zu Wort. In einem zweiseitigen Interview geht es um die Dringlichkeit der Lage, den Einsatz des Bistums für das Klima und die weiteren Ziele des Bistums zur Bewahrung der Schöpfung.
    Einen Auszug aus der Beilage können Sie hier lesen, auf Seite 6 bis 8 finden Sie das Interview mit Charlotte Kleinwächter.
    Weitere Informationen zur Beilage finden Sie auf der Seite des Paulinus unter diesem Kurzlink: www.t1p.de/66z3.