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Eine Klimawende im Kleinen - Recyclingpapier im BGV

Der Papierverbrauch im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) hat sich in den vergangenen Jahren, auch Dank der Dienstanweisung zur Verwendung von umweltfreundlichem Papier, stark verändert. Es gelang der fast komplette Umstieg auf Recyclingpapier bei den Standardpapieren.

2017 kaufte das Bistum rund 15.000 Kilogramm DIN A3 und A4 Papier ein, 2018 waren es über 16.000 Kilogramm. 2019 konnte der Papiereinkauf auf unter 14.000 Kilogramm reduziert werden. Ob das schon ein Signal für den ebenfalls angestrebten reduzierten Papierverbrauch im Generalvikariat ist, müssen die kommenden Jahre zeigen, weil Papier jeweils in großen Mengen gekauft und überjährig genutzt wird. Signifikant ist aber die Steigerung des Anteils an Recyclingpapier: Er wurde im gleichen Zeitraum von 17 Prozent (2017) auf 62 Prozent (2018) und 2019 sogar auf 98 Prozent gesteigert.

Im Sinne der ökologischen Leitlinien des Bistums und der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes hatte die Leitungskonferenz in ihrer Sitzung am 20. Februar 2018 beschlossen, als Standardpapier für die Drucker nur noch Recyclingpapier auszugeben. Recyclingpapier, das den Anforderungen für die Vergabe des Umweltzeichens „Blauer Engel“ entspricht, ist seitdem für folgende Zwecke zu verwenden: Vervielfältigungen, also Umdrucke und Kopien, Formulare, Endlospapier, Schreibhefte und -blocks, Briefhüllen und Versandtaschen. Recyclingpapier mit dem „Blauen Engel“ hat einen Faserstoffanteil zu 100 Prozent aus wieder aufbereitetem Altpapier.

  • Den September als Schöpfungszeit gestalten

    Trier. - Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) lädt auch in diesem Jahr dazu ein, die Schöpfungszeit ökumenisch zu feiern. Diese dauert traditionell vom 1. September bis 4. Oktober und steht in diesem Jahr unter dem Motto (w)einklang. Im Bistum Trier beteiligen sich verschiedenste Partner an der Gestaltung.

    Die Schöpfungszeit wird als Vorbereitungszeit begangen, wie die Fastenzeit vor Ostern und der Advent vor Weihnachten. Ihr Weg gehe hin zum Erntedankfest, erklärt Barbara Schartz, Bildungsreferentin im Bistum Trier mit Themenschwerpunkt Schöpfung. „Das Erntedankfest ist für Christen der Moment, um für ausreichend Nahrung zu danken“, betont Schartz. „Auch die Natur, die wir nicht als Nahrung nutzen, können wir in dieser Zeit bewusster erleben, bestaunen und dankbar dafür sein.“

    Den Anfang nahm die Schöpfungszeit mit einem Aufruf des orthodoxen Patriarchen Dimitros I. im Jahr 1989, den 1. September, den ersten Tag im orthodoxen Kirchenjahr, als Tag des Schöpfers, der Bewahrung der Schöpfung und der natürlichen Umwelt zu begehen. Seit dem Ökumenischen Kirchentag 2010 in München lädt die ACK ein, den ersten Freitag im September als Schöpfungstag und den Zeitraum vom 1. September bis 4. Oktober als Schöpfungszeit zu begehen. Im Zuge der Veröffentlichung der Umweltenzyklika „Laudato si“ führte Papst Franziskus im Jahr 2015 außerdem einen jährlichen Gebetstag für die Schöpfung am 1. September.

    Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es unter www.keb-schoepfung.de.

  • Weltweiter Aktionstag für Klimaschutz

    Am 29. November 2019 fanden weltweit Demonstrationen für mehr Klimaschutz statt, initiiert von den #fridays4future und den ihnen nahe stehenden #parents- und #scientists4future. Mit dem Aufruf „churches for future“ hatte das ökumenische Netzwerk für Klimagerechtig­keit aufgerufen, dass Diözesen, Landeskirchen und kirchliche Einrichtungen an ihren Orten die Initiativen unterstützen und die Anliegen ins Fürbittgebet aufnehmen.

    Der Handlungsdruck für endlich mehr Taten beim Klimaschutz ist so groß, dass es uns gerechtfertigt scheint, in dieser Situation als Gemeinden, Gruppen und Einrichtungen ein besonderes Zeichen zu setzen. Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg lud dazu ein, an den regionalen Klimademonstrationen teilzunehmen und die Anliegen ins Fürbittgebet aufzunehmen (Hier finden Sie den Aufruf des Generalvikars)

     Anregung für eine Gebetszeit: Liturgievorschlag und in einem Gebet zum Weltklimastreik.

    Wir freuen uns, wenn an vielen Orten an diesem Tag die Anliegen des Klimaschutzes und der Solidarität mit allen, die schon heute unter den Folgen des Klimawandels leiden, im ge­meinsamen Gebet aufgenommen werden.

  • Die Dienstanweisung Recyclingpapier wirkt

    Ökologische Argumente sprechen eindeutig für das Recyclingpapier, das zu 100% aus wieder aufbereitetem Altpapier besteht und im idealen Fall das Umweltzeichen „Blauer Engel“ trägt: gegenüber Frischfaserpapier, das zu 100% aus frischem Holz besteht, werden etwa zwei Drittel weniger Energie, Wasser und Rohstoffe (Holz/Altpapier) eingesetzt. Die CO2-Emissionen werden um 16 Prozent reduziert. Das zeigt eine Veröffentlichung der Initiative Pro Recyclingpapier auf ihrer Website https://www.papiernetz.de/.

    Die Leitungskonferenz des Bistums Trier hat deshalb im Februar 2018 beschlossen, „als Standardpapier für die Drucker nur noch Recyclingpapier auszugeben“; der Generalvikar hat dies in einer Dienstanweisung zum 1. Juni 2018 verbindlich gemacht. Die Zahlen der Hausdruckerei zum Papiereinkauf 2017 und 2018 zeigen die Wirkung der Dienstanweisung: Der Anteil des Recyclingpapiers ist zumindest im Generalvikariat von 17 Prozent im Jahr 2017 auf 62 Prozent 2018 gestiegen.

    2018 wurde knapp 10 Prozent mehr Papier im Vergleich zu 2017 eingekauft, die Kosten stiegen um rund 13 Prozent. Demgegenüber stiegen die papierbedingten CO2-Emissionen lediglich um 1,2 Prozent: 15.589 kg im Jahr 2017 und 15.776 kg 2018. Die Steigerung der Recyclingpapier-Quote im Jahr 2018 hat damit zirka 1.300 kg CO2-Emissionen vermieden.

    Neben dem Einsatz von Recyclingpapier sind die folgenden Maßnahmen besonders umweltschonend:

    • unnötige Ausdrucke vermeiden,
    • doppelseitig drucken und
    • nicht mehr benötigtes Papier in die Altpapiersammlung geben.
  • „Die größte Herausforderung unserer Zeit“

    Lernwerkstatt „KlimaWandelWeg“ im Bistum Trier angekommen

    Ein kleiner Stoß, dann fällt der Dominostein – und mit ihm durch die bekannte Kettenreaktion alle anderen Steine auch. Um den Tisch herum stehen die Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse der Trierer St. Maximin-Schule. Sie haben sich in den letzten Tagen mit dem Thema Klimawandel beschäftigt – unter anderem damit, welche Kettenreaktion eine Erderwärmung um zwei Grad mit sich bringen würde. So anschaulich wie diese Station verdeutlichen auch die neun anderen Stationen des so genannten „KlimaWandelWeges“ die Auswirkungen auf alle Lebensbereiche von Ernährung über Gesundheit bis hin zu einer veränderten Umwelt, die der Klimawandel bewirkt... hier weiter lesen .

    Außerdem gibt es ein Video auf YouTube zu dem Klima Wandel Weg in der Maximin Schule.

    Auch der Paulinus hat über den KlimaWandelWeg berichtet (Ausgabe 13 vom 31.3.2019) und zwei kleine Filme von der Presseveranstaltung online gestellt. Link zum Paulinus

    Hier mehr über den Klima Wandel Weg erfahren.

  • Weiterer Synodenbeschluss wird umgesetzt

    Ab 2019 kompensiert Bistum CO2-Emissionen

    Das Bistum Trier hat einen weiteren wichtigen Synodenbeschluss umgesetzt und wird ab 2019 seine CO2-Emissionen kompensieren. Darunter fallen alle durch Dienstreisen per Auto und Flugzeug verursachten Ausstöße von Kohlenstoffdioxid. Der Ausgleich erfolgt über die Klima-Kollekte gGmbH. Vorrangig strebt das Bistum weitere Anstrengungen zur Reduzierung der mobilitätsbedingten Emissionen an. Lesen Sie hier mehr.

    Außerdem mehr zur Klima-Kollekte auf www.klima-kollekte.de

  • Resolution „Klimawandel und Umweltschutz – Eine Herausforderung für die Kirche im Bistum Trier“

    Beim Themenabend "Klimawandel und Umweltschutz" im Juni 2018 wurde folgender Resolutionstext verabschiedet, der an den Generalvikar und das Synodenbüro geschickt wurde:

    „Die Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein, praktisch umzusetzen gehört wesentlich zu einem tugendhaften Leben; sie ist nicht etwas Fakultatives, noch ein sekundärer Aspekt der christlichen Erfahrung.“ (Laudato si´, 217)

     

    Wir sind katholische Christen, die sich in verschiedenen Initiativen für eine Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Wir haben uns heute, Montag, den 11. Juni 2018 in Koblenz getroffen, um uns gegenseitig über unsere Projekte und Aktionen zum Schutz der Umwelt und der Gerechtigkeit zu informieren Wir haben uns außerdem mit Aussagen der Synode des Bistums Trier zum Thema Schöpfung sowie mit Kernaussagen der päpstlichen Enzyklika „Laudato si´“ beschäftigt. Wir fühlen uns dem dringlichen Aufruf des Papstes verpflichtet, alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Schöpfung und die Armen zu schützen. Es ist uns daher ein sehr großes Anliegen, dass die Verantwortung für das Klima und die Natur in der Umsetzung der Synode deutlicher als bisher thematisiert und umgesetzt wird. Das Handeln des Bistums darf nicht nur in Leuchtturmprojekten die Anliegen von Laudato si´ umsetzen, sondern muss personell, finanziell, räumlich und konkret diese Anliegen stärker unterstützen.

    Ein Bericht über die Veranstaltung ist hier zu finden.

    Generalvikar Dr. Ulrich Graf v. Plettenberg hat auf den Brief mit der Resolution reagiert. Hier kann seine Antwort nachgelesen werden.

  • Klimaschutzkonzept des Bistums Trier

    Seit 2015 hat das Bistum Trier ein Klimaschutzkonzept und hat mit seiner Umsetzung bereits begonnen.

    Jetzt liegt das Klimaschutzkonzept als Kurzfassung inklusive Maßnahmenkatalog vor:

  • Kurzfassung und Maßnahmenkatalog Klimaschutzkonzept des Bistums Trier

  • Fotocollage "Ich finde Klimaschutz wichtig, weil..."

    Die einmonatige Fotoaktion zum Thema "Ich finde Klimaschutz wichtig, weil ... " endete am 11.12. . Ein paar Klimaschützer*innen haben mitgemacht und aus den verschiedenen Bildern und Statements ist diese tolle Collage entstanden! Vielen Dank an alle Teilnehmenden!

  • Beilage des Paulinus zur Weltklimakonferenz

    Der Paulinus hat in Zusammenarbeit mit "Dem Pilger", der Kirchenzeitung des Bistums Speyer, pünktlich zur 23. Weltklimakonferenz in Bonn (06. bis 17.11.) eine Beilage zum Thema Klimawandel herausgebracht. Auch die Klimaschutzmanagerin des Bistums meldet sich in dieser Beilage zu Wort. In einem zweiseitigen Interview geht es um die Dringlichkeit der Lage, den Einsatz des Bistums für das Klima und die weiteren Ziele des Bistums zur Bewahrung der Schöpfung.
    Einen Auszug aus der Beilage können Sie hier lesen, auf Seite 6 bis 8 finden Sie das Interview mit Charlotte Kleinwächter.
    Weitere Informationen zur Beilage finden Sie auf der Seite des Paulinus unter diesem Kurzlink: www.t1p.de/66z3.