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Erstes großes Museum mit regionalem Holz beheizt

Neue Pellet-Heizung im Museum am Dom

Trier – „Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde zu handeln.” Mit diesem Vers hat der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg die Notwendigkeit verdeutlicht, den Schutz der Schöpfung nicht nur mit schönen Worten, sondern mit konkreten Maßnahmen anzugehen. Anlass war die Inbetriebnahme der neuen Pellet-Heizung im Museum am Dom in Trier. Es ist das erste große Museum in Deutschland, das mit regionalem Holz beheizt wird. „Es ist eine Investition in die Zukunft – nicht nur für uns, sondern auch für zukünftige Generationen”, betonte von Plettenberg. „Es mag auf den ersten Blick ein kleiner Schritt sein, aber es ist nicht der einzige, den wir gehen werden.” Von Plettenberg verwies dabei auch auf die Bistumsschulen, die mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet würden.

Die alte Gas-Heizung des Museums war rund 35 Jahre alt und stand zur Modernisierung an. Sie emittierte pro Jahr rund 90 Tonnen CO2. Die alte Heizung wird jetzt ersetzt durch zwei Pellet-Kessel mit einer Leistung von 100 KW sowie, zur Redundanz, mit einer Gasbrennwerttherme mit ebenfalls 100 KW. Mit dem neuen Heizsystem werden jährlich 77 Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht 20 Einfamilienhäusern mit Erdgas-Heizungen. Die Pellets, kleine stiftförmig gepresste Holzabfälle, bezieht das Museum von der Firma MOSELPELLETS aus Morbach im Hunsrück. Die Verbrennung von Holz anstelle von Öl oder Gas schont das Klima, denn bei der Verbrennung von Holz wird nur die Menge an CO2 frei, die das Holz im Laufe seines Lebens gebunden hat. Ausgangspunkt für die neue Heizung war ein Energiekonzept, das 2018 und 2019 auf Initiative des Bistums von der Firma e+e Consult aus Trier erstellt wurde.

Das Museum verfügt über eine zu beheizende Fläche von 4.170 Quadratmetern und einem umbauten Raum von 24.500 Kubikmetern. Der riesige Ausstellungsbereich ist mit einer konstanten Temperatur von 22 Grad und einer Luftfeuchtigkeit mit 50 Prozent relativer Feuchtigkeit zu beheizen oder zu klimatisieren. „Sind etwa Holzskulpturen über einen längeren Zeitraum zu hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, nimmt das Holz die Feuchtigkeit auf, quillt auf, so dass als Folge die farbige Fassung der Skulptur abgesprengt wird, weil sie die Ausdehnung des Holzes nicht mitmachen kann“, erklärte der Direktor des Museums, Markus Groß-Morgen. Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit bewirke ein Schrumpfen und im Endeffekt ebenfalls Schäden an der Farbfassung. „Das Museum sieht sich den klimapolitischen Zielen des Bistums Trier verpflichtet und war daher gerne bereit, eine Heizungslösung mitzutragen, die eine Reduktion des CO2-Ausstoßes und eine Reduktion des Verfeuerns fossiler Brennstoffe zum Ziel hat.“

2019 begannen auf der Grundlage des Energiekonzepts die Planungen für die Erneuerung der Heizung. „Wir bevorzugen eigentlich Lösungen in der Konstruktion von Bauten und erst dann technische Lösungen“, führte Walther Hauth aus. Er ist der verantwortliche Architekt des Bistums. Das Museum stehe aber unter Denkmalschutz, so dass eine Fassaden-Dämmung oder eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ausgeschlossen seien. Der jetzt eingeschlagene Weg sei so der bestmögliche.

Baubeginn war im Herbst 2020. Im Frühjahr 2021 wurde der riesige, 42 Quadratmeter fassende Pellet-Tank installiert, die Inbetriebnahme erfolgte im Sommer 2021. Insgesamt kostet die Baumaßnahme rund 530.000 Euro, die zur Hälfte gefördert werden durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie das Umweltministerium Rheinland-Pfalz (Förderprogramm „Zukunftsfähige Energieinfrastruktur” - ZEIS).

Begleitet worden war die Heizungs-Sanierung von Helmut Krames, Geschäftsführer des Ingenieurbüros e+e Consult, der schon zuvor das Energiekonzept für das Museum erstellt hatte. Er wies darauf hin, dass im Nachgang zum Energiekonzept verschiedene Änderungen im Museum vorgenommen worden sein. „Die neuen Brenner arbeiten zusammen mit neuen Pumpen und in einer engeren Abstimmung mit dem Lüftungssystem und es kann jetzt Raum für Raum gesteuert werden.“ Zudem ermögliche die Digitalisierung der Heizungsanlage eine bessere Auswertung ihrer Wirkungsweise.

„Wir werden nach diesem Projekt nicht stehen bleiben, sondern konsequent an den Stellen den Klimaschutz vorantreiben, die in unserer Verfügbarkeit stehen”, betonte Charlotte Kleinwächter, Klimaschutzmanagerin des Bistums. Dazu gehörten die Photovoltaik-Anlagen auf den Schulen des Bistums, die anstehende nachhaltige Sanierung des Klosters Himmerod, aber auch ein Energiekonzept für das Bischöfliche Generalvikariat in Trier. „Der nachhaltige Umgang mit der Schöpfung ist ein wichtiges Anliegen des Bistums Trier”, betonte Kleinwächter. Das Museum könne dabei als Vorbild dienen. „Wenn wir Erwartungen an die Kirchengemeinden formulieren, dann ist das jetzt ein Beispiel, bei dem das Bistum selbst vorangeht.“

2015 wurde von der Bistumsleitung ein Klimaschutzkonzept für das Bistum verabschiedet. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien überarbeitet und 2019 Handlungsanweisungen für alle kirchlichen Angestellten erlassen. Vorangetrieben wird das Thema im Bistum Trier unter anderem von der Diözesanen Kommission für Umweltfragen (DKU). Die DKU unterstützt ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit als Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung.

  • Pressemappe Neue Heizung Museum am Dom

  • Vier Schulen werden mit Solarenergie ausgestattet

    Trier. – Es ist ein Schlüsselprojekt für den Klimaschutz im Bistum Trier: In den vergangenen Wochen wurden, angefangen beim Trierer Angela-Merici-Gymnasium (AMG), bistumsweit vier kirchliche Schulen mit Photovoltaik-Anlagen (PV) ausgestattet. Es handelt sich in der Summe um eine Fläche von knapp 1.000 Quadratmetern, die jährlich bis zu 165.000 Kilowattstunden Strom produzieren, und damit fast 96 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen einsparen kann. Neben dem AMG befinden sich die Anlagen auf den Dächern der Grundschule am Dom in Trier, der St. Matthias-Grundschule in Bitburg und der St. Franziskus-Schule in Koblenz. Zusammen bilden sie den Startschuss für weitere PV auf weiteren Schulen und Immobilien des Bistums.

    „Das Bistum hat das ehrgeizige Ziel, seine CO2-Emissionen bis 2040 zu halbieren. Durch CO2-Einsparung bei den bistumseigenen Liegenschaften wollen wir auch ein öffentliches Zeichen setzen“, betonte Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Weitere mit dem Ausbau der Photovoltaik auf Schuldächern verbundene Ziele seien grundsätzlich der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Bildungsarbeit im Zuge der Energiewende. Die Entscheidung der Bistumsleitung, dass künftig Dächer von Schulgebäuden als Flächen für Photovoltaik genutzt werden können, fiel bereits 2018. Für die weitere Planung wurde unter Federführung der Klimaschutzmanagerin der Diözese Trier, Charlotte Kleinwächter, eine abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe gebildet. Noch im selben Jahr wurde eine erste Eignungsanalyse für alle Bistums-Schuldächer präsentiert.

    Zusammenarbeit mit kirchlicher Energiegenossenschaft

    Das Bistum Trier hat sich grundsätzlich für die Zusammenarbeit mit Energiegenossenschaften beim PV-Bau entschieden. Dabei erhält das Bistum die Pachteinnahmen von der Genossenschaft und kauft ihr im Gegenzug den erzeugten Strom wieder ab. Der Strompreis ist für die Dauer der Dachverpachtung festgelegt und gibt dem Bistum somit Planungssicherheit. Mit dieser für das Bistum neuartigen Kooperationsform wird Klimaschutz finanzierbar. Die Partnerin, die zunächst vom Bistum den Zuschlag erhielt, ist die EnergieVISION eG, eine kirchliche Energiegenossenschaft mit Sitz im Bistum Augsburg. Gebaut wurden die Photovoltaik-Anlagen von der Firma SchoEnergie aus Föhren.

    „Unsere Idee war und ist es, die Schöpfungsverantwortung im Raum der Kirche zu stärken“, betont Dr. Thomas Wienhardt. Er ist Vorstandsvorsitzender von EnergieVISION eG. Gegründet wurde die Genossenschaft 2012. „Nachdem Beratung nicht ausreichte, entschlossen wir uns, eine Genossenschaft zu gründen – als Dienstleisterin für kirchliche Einrichtungen.“ EnergieVISION eG projektiert, finanziert und betreibt die Anlagen. In der Zwischenzeit betreiben die Augsburger elf Projekte, eines davon in der Ukraine. Nun kommen noch die vier im Bistum Trier dazu. Obwohl der gesellschaftliche Diskurs in Richtung erneuerbarer Energien weise, werde das gesetzliche Umfeld für Projekte dieser Art komplizierter. „Es gibt heute viel mehr Regeln, und die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist massiv zurückgegangen, was zum Teil sicher richtig war, um marktfähig zu werden“, erklärt Wienhardt. „Uns aber führt es momentan ans Limit der Wirtschaftlichkeit.“ Die Lieferung von Strom sei an viele Details gebunden.

    Schöpfungsbewahrung ist wichtiges Thema im Religionsunterricht

    Nicht zuletzt profitieren auch die Schulen von den Photovoltaik-Anlagen. „Klimaschutz spielte in der Vergangenheit und spielt immer noch eine große Rolle am AMG“, betont Dr. Mario Zeck, Leiter des Angela-Merici-Gymnasiums. „Schon vor Jahren wurde hier ein Photovoltaik-Verein gegründet, bestehend aus Kolleginnen und Kollegen, Eltern sowie Schülerinnen, dessen Ziel die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des AMG und die Nutzung der Solarenergie war.“ Mit hohem Engagement versuchte man über Jahre vergebens, Unterstützung für dieses Anliegen zu erhalten. Ergebnislos musste der Verein nach Jahren aufgelöst werden.

    „Nun erhielten wir die Nachricht, dass es doch geht. Aus energie- und umweltpolitischen Gründen freuen wir uns, dass unser Haus durch sein Dasein einen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann“, betont Zeck. Selbstverständlich werde das Thema im Unterricht thematisiert, und zwar nicht nur in klassischen Bereichen wie Erdkunde und Sozialkunde, „sondern auch im Fach Religion, in dem die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für die Bewahrung der Schöpfung ein wichtiges Anliegen ist.“

    Charlotte Kleinwächter ist zufrieden, dass die PV endlich realisiert wurden. „Es war ein langer Weg bis dahin, weil vieles Neuland für unsere Behörde war. Umso schöner, dass nun echter Ökostrom auf Bistumsdächern, noch dazu auf Schulen, produziert wird! Damit hat das Bistum endlich ein nach außen sichtbares Zeichen, dass es sein Klimaschutz-Engagement ernst meint.“

    Klimaschutz und ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung sind seit langem ein wichtiges Anliegen des Bistums Trier. Schon 2009 traf die Bistumsleitung die Entscheidung, ein umfassendes Klimaschutzkonzept zu erstellen. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien für das Bistum überarbeitet und konkrete Handlungsanweisungen für die kirchlichen Angestellten erlassen. Vorangetrieben wird das Thema unter anderem von der diözesanen Kommission für Umweltfragen in Kooperation mit der  Klimaschutzmanagerin.

  • Eine Klimawende im Kleinen - Recyclingpapier im BGV

    Der Papierverbrauch im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) hat sich in den vergangenen Jahren, auch Dank der Dienstanweisung zur Verwendung von umweltfreundlichem Papier, stark verändert. Es gelang der fast komplette Umstieg auf Recyclingpapier bei den Standardpapieren.

    2017 kaufte das Bistum rund 15.000 Kilogramm DIN A3 und A4 Papier ein, 2018 waren es über 16.000 Kilogramm. 2019 konnte der Papiereinkauf auf unter 14.000 Kilogramm reduziert werden. Ob das schon ein Signal für den ebenfalls angestrebten reduzierten Papierverbrauch im Generalvikariat ist, müssen die kommenden Jahre zeigen, weil Papier jeweils in großen Mengen gekauft und überjährig genutzt wird. Signifikant ist aber die Steigerung des Anteils an Recyclingpapier: Er wurde im gleichen Zeitraum von 17 Prozent (2017) auf 62 Prozent (2018) und 2019 sogar auf 98 Prozent gesteigert.

    Im Sinne der ökologischen Leitlinien des Bistums und der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes hatte die Leitungskonferenz in ihrer Sitzung am 20. Februar 2018 beschlossen, als Standardpapier für die Drucker nur noch Recyclingpapier auszugeben. Recyclingpapier, das den Anforderungen für die Vergabe des Umweltzeichens „Blauer Engel“ entspricht, ist seitdem für folgende Zwecke zu verwenden: Vervielfältigungen, also Umdrucke und Kopien, Formulare, Endlospapier, Schreibhefte und -blocks, Briefhüllen und Versandtaschen. Recyclingpapier mit dem „Blauen Engel“ hat einen Faserstoffanteil zu 100 Prozent aus wieder aufbereitetem Altpapier.

  • Den September als Schöpfungszeit gestalten

    Trier. - Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) lädt auch in diesem Jahr dazu ein, die Schöpfungszeit ökumenisch zu feiern. Diese dauert traditionell vom 1. September bis 4. Oktober und steht in diesem Jahr unter dem Motto (w)einklang. Im Bistum Trier beteiligen sich verschiedenste Partner an der Gestaltung.

    Die Schöpfungszeit wird als Vorbereitungszeit begangen, wie die Fastenzeit vor Ostern und der Advent vor Weihnachten. Ihr Weg gehe hin zum Erntedankfest, erklärt Barbara Schartz, Bildungsreferentin im Bistum Trier mit Themenschwerpunkt Schöpfung. „Das Erntedankfest ist für Christen der Moment, um für ausreichend Nahrung zu danken“, betont Schartz. „Auch die Natur, die wir nicht als Nahrung nutzen, können wir in dieser Zeit bewusster erleben, bestaunen und dankbar dafür sein.“

    Den Anfang nahm die Schöpfungszeit mit einem Aufruf des orthodoxen Patriarchen Dimitros I. im Jahr 1989, den 1. September, den ersten Tag im orthodoxen Kirchenjahr, als Tag des Schöpfers, der Bewahrung der Schöpfung und der natürlichen Umwelt zu begehen. Seit dem Ökumenischen Kirchentag 2010 in München lädt die ACK ein, den ersten Freitag im September als Schöpfungstag und den Zeitraum vom 1. September bis 4. Oktober als Schöpfungszeit zu begehen. Im Zuge der Veröffentlichung der Umweltenzyklika „Laudato si“ führte Papst Franziskus im Jahr 2015 außerdem einen jährlichen Gebetstag für die Schöpfung am 1. September.

    Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es unter www.keb-schoepfung.de.

  • Weltweiter Aktionstag für Klimaschutz

    Am 29. November 2019 fanden weltweit Demonstrationen für mehr Klimaschutz statt, initiiert von den #fridays4future und den ihnen nahe stehenden #parents- und #scientists4future. Mit dem Aufruf „churches for future“ hatte das ökumenische Netzwerk für Klimagerechtig­keit aufgerufen, dass Diözesen, Landeskirchen und kirchliche Einrichtungen an ihren Orten die Initiativen unterstützen und die Anliegen ins Fürbittgebet aufnehmen.

    Der Handlungsdruck für endlich mehr Taten beim Klimaschutz ist so groß, dass es uns gerechtfertigt scheint, in dieser Situation als Gemeinden, Gruppen und Einrichtungen ein besonderes Zeichen zu setzen. Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg lud dazu ein, an den regionalen Klimademonstrationen teilzunehmen und die Anliegen ins Fürbittgebet aufzunehmen (Hier finden Sie den Aufruf des Generalvikars)

     Anregung für eine Gebetszeit: Liturgievorschlag und in einem Gebet zum Weltklimastreik.

    Wir freuen uns, wenn an vielen Orten an diesem Tag die Anliegen des Klimaschutzes und der Solidarität mit allen, die schon heute unter den Folgen des Klimawandels leiden, im ge­meinsamen Gebet aufgenommen werden.

  • Die Dienstanweisung Recyclingpapier wirkt

    Ökologische Argumente sprechen eindeutig für das Recyclingpapier, das zu 100% aus wieder aufbereitetem Altpapier besteht und im idealen Fall das Umweltzeichen „Blauer Engel“ trägt: gegenüber Frischfaserpapier, das zu 100% aus frischem Holz besteht, werden etwa zwei Drittel weniger Energie, Wasser und Rohstoffe (Holz/Altpapier) eingesetzt. Die CO2-Emissionen werden um 16 Prozent reduziert. Das zeigt eine Veröffentlichung der Initiative Pro Recyclingpapier auf ihrer Website https://www.papiernetz.de/.

    Die Leitungskonferenz des Bistums Trier hat deshalb im Februar 2018 beschlossen, „als Standardpapier für die Drucker nur noch Recyclingpapier auszugeben“; der Generalvikar hat dies in einer Dienstanweisung zum 1. Juni 2018 verbindlich gemacht. Die Zahlen der Hausdruckerei zum Papiereinkauf 2017 und 2018 zeigen die Wirkung der Dienstanweisung: Der Anteil des Recyclingpapiers ist zumindest im Generalvikariat von 17 Prozent im Jahr 2017 auf 62 Prozent 2018 gestiegen.

    2018 wurde knapp 10 Prozent mehr Papier im Vergleich zu 2017 eingekauft, die Kosten stiegen um rund 13 Prozent. Demgegenüber stiegen die papierbedingten CO2-Emissionen lediglich um 1,2 Prozent: 15.589 kg im Jahr 2017 und 15.776 kg 2018. Die Steigerung der Recyclingpapier-Quote im Jahr 2018 hat damit zirka 1.300 kg CO2-Emissionen vermieden.

    Neben dem Einsatz von Recyclingpapier sind die folgenden Maßnahmen besonders umweltschonend:

    • unnötige Ausdrucke vermeiden,
    • doppelseitig drucken und
    • nicht mehr benötigtes Papier in die Altpapiersammlung geben.
  • Lernwerkstatt „KlimaWandelWeg“

    Lernwerkstatt „KlimaWandelWeg“ im Bistum Trier angekommen

    Ein kleiner Stoß, dann fällt der Dominostein – und mit ihm durch die bekannte Kettenreaktion alle anderen Steine auch. Um den Tisch herum stehen die Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse der Trierer St. Maximin-Schule. Sie haben sich in den letzten Tagen mit dem Thema Klimawandel beschäftigt – unter anderem damit, welche Kettenreaktion eine Erderwärmung um zwei Grad mit sich bringen würde. So anschaulich wie diese Station verdeutlichen auch die neun anderen Stationen des so genannten „KlimaWandelWeges“ die Auswirkungen auf alle Lebensbereiche von Ernährung über Gesundheit bis hin zu einer veränderten Umwelt, die der Klimawandel bewirkt... hier weiter lesen .

    Außerdem gibt es ein Video auf YouTube zu dem Klima Wandel Weg in der Maximin Schule.

    Auch der Paulinus hat über den KlimaWandelWeg berichtet (Ausgabe 13 vom 31.3.2019) und zwei kleine Filme von der Presseveranstaltung online gestellt. Link zum Paulinus

    Hier mehr über den Klima Wandel Weg erfahren.

  • Ab 2019 kompensiert Bistum CO2-Emissionen

    Das Bistum Trier hat einen weiteren wichtigen Synodenbeschluss umgesetzt und wird ab 2019 seine CO2-Emissionen kompensieren. Darunter fallen alle durch Dienstreisen per Auto und Flugzeug verursachten Ausstöße von Kohlenstoffdioxid. Der Ausgleich erfolgt über die Klima-Kollekte gGmbH. Vorrangig strebt das Bistum weitere Anstrengungen zur Reduzierung der mobilitätsbedingten Emissionen an. Lesen Sie hier mehr.

    Außerdem mehr zur Klima-Kollekte auf www.klima-kollekte.de

  • Resolution „Klimawandel und Umweltschutz – Eine Herausforderung für die Kirche im Bistum Trier“

    Beim Themenabend "Klimawandel und Umweltschutz" im Juni 2018 wurde folgender Resolutionstext verabschiedet, der an den Generalvikar und das Synodenbüro geschickt wurde:

    „Die Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein, praktisch umzusetzen gehört wesentlich zu einem tugendhaften Leben; sie ist nicht etwas Fakultatives, noch ein sekundärer Aspekt der christlichen Erfahrung.“ (Laudato si´, 217)

     

    Wir sind katholische Christen, die sich in verschiedenen Initiativen für eine Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Wir haben uns heute, Montag, den 11. Juni 2018 in Koblenz getroffen, um uns gegenseitig über unsere Projekte und Aktionen zum Schutz der Umwelt und der Gerechtigkeit zu informieren Wir haben uns außerdem mit Aussagen der Synode des Bistums Trier zum Thema Schöpfung sowie mit Kernaussagen der päpstlichen Enzyklika „Laudato si´“ beschäftigt. Wir fühlen uns dem dringlichen Aufruf des Papstes verpflichtet, alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Schöpfung und die Armen zu schützen. Es ist uns daher ein sehr großes Anliegen, dass die Verantwortung für das Klima und die Natur in der Umsetzung der Synode deutlicher als bisher thematisiert und umgesetzt wird. Das Handeln des Bistums darf nicht nur in Leuchtturmprojekten die Anliegen von Laudato si´ umsetzen, sondern muss personell, finanziell, räumlich und konkret diese Anliegen stärker unterstützen.

    Ein Bericht über die Veranstaltung ist hier zu finden.

    Generalvikar Dr. Ulrich Graf v. Plettenberg hat auf den Brief mit der Resolution reagiert. Hier kann seine Antwort nachgelesen werden.

  • Klimaschutzkonzept des Bistums Trier

    Seit 2015 hat das Bistum Trier ein Klimaschutzkonzept und hat mit seiner Umsetzung bereits begonnen.

    Jetzt liegt das Klimaschutzkonzept als Kurzfassung inklusive Maßnahmenkatalog vor:

  • Kurzfassung und Maßnahmenkatalog Klimaschutzkonzept des Bistums Trier

  • Fotocollage "Ich finde Klimaschutz wichtig, weil..."

    Die einmonatige Fotoaktion zum Thema "Ich finde Klimaschutz wichtig, weil ... " endete am 11.12. . Ein paar Klimaschützer*innen haben mitgemacht und aus den verschiedenen Bildern und Statements ist diese tolle Collage entstanden! Vielen Dank an alle Teilnehmenden!

  • Beilage des Paulinus zur Weltklimakonferenz

    Der Paulinus hat in Zusammenarbeit mit "Dem Pilger", der Kirchenzeitung des Bistums Speyer, pünktlich zur 23. Weltklimakonferenz in Bonn (06. bis 17.11.) eine Beilage zum Thema Klimawandel herausgebracht. Auch die Klimaschutzmanagerin des Bistums meldet sich in dieser Beilage zu Wort. In einem zweiseitigen Interview geht es um die Dringlichkeit der Lage, den Einsatz des Bistums für das Klima und die weiteren Ziele des Bistums zur Bewahrung der Schöpfung.
    Einen Auszug aus der Beilage können Sie hier lesen, auf Seite 6 bis 8 finden Sie das Interview mit Charlotte Kleinwächter.
    Weitere Informationen zur Beilage finden Sie auf der Seite des Paulinus unter diesem Kurzlink: www.t1p.de/66z3.