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Lesetipp

Umweltbewusstsein in Deutschland 2018

Alle zwei Jahre erhebt das Umweltbundesamt bereits seit 20 Jahren in repräsentativen Studien, was die Deutschen zum Thema Umwelt denken, was ihnen wichtig ist, was sie von Politik und Industrie erwarten und was sie selbst zu tun bereit sind oder schon tun. Eine spannende und wichtige Lektüre, die es beim Umweltbundesamt als Broschüre oder als Download gibt.

Lesetipp

Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

Elisabeth Tova Bailey

Durch eine Krankheit ist die Journalistin Elisabeth Bailey ans Bett gefesselt. Als sie von einer Freundin eine Topfpflanze geschenkt bekommt, unter deren Blättern eine Schnecke sitzt, beginnt sie diese zu beobachten. Nachts wird ihr neues Haustier aktiv, fährt seine Fühler aus, geht auf die Jagd und vollführt seltsame Rituale. Fasziniert beschäftigt sich Bailey mit Biologie und Kulturgeschichte der Schnecke und erfährt Verblüffendes über ein unterschätztes Lebewesen.

Ein faszinierendes Buch, das im Unscheinbaren Wunderbares entdecken lässt.

Die Vorstellung des Buches im Facebook-Auftritt der KEB kann hier angeschaut werden (auch ohne eigenes Facebook-Konto).

Auf Einladung des Abrahamischen Forums in Deutschland und auf Initiative des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) trafen sich im Jahr 2015 Vertreterinnen und Vertreter von neuen Religionsgemeinschaften mit Akteuren des Naturschutzes, der Wissenwchaft und staatlicher Stellen zu einem Dialogforum "Religionen und Naturschutz - Gemeinsam für biologische Vielfalt". Es wurde aufgezeigt, dass Religionen seit Jahrhunderten Regeln und Verhaltensweisen vermitteln, die das Ziel haben, die Natur zu achten, zu schützen und nachhaltig mit ihr umzugehen. Religionen können viel dazu beitragen, solche Werte in Lehre und Praxis weiterzugeben. In beachtlichem und erfreulichem Konsens bezüglich grundlegender Herausforderungen im Naturschutz einigten sich die 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf eine Erklärung, die auf diese Gemeinsamkeiten hinweist und konkrete Anregungen für die praktische Arbeit gibt.

Dossier "Einfach leben" in der Bistumszeitung Paulinus

In Zusammenarbeit mit dem Paulinus werden Menschen vorgestellt, die in unterschiedlichen Lebensbereichen einen einfachen Lebensstil verwirklichen.

Hier geht es zum Dossier

Literaturempfehlungen

Herrad Schenk (Hg.): Vom einfachen Leben. Glückssuche zwischen Überfluß und Askese. 1997, C. H. Beck´sche Verlagsbuchhandlung
ISBN 3 406 42883 5

 

Interessante Links zum Thema

Zwei Broschüren informieren darüber, was jede(r) in alltäglichen Lebensbereichen ganz praktisch tun kann, um nachhaltiger zu leben:

Broschüre "Nachhaltiger Lebensstil" (pdf, Katholikenrat Bistum Trier)

Broschüre "Anders besser leben" (pdf, Diözesanrat der Erzdiözese München und Freising)

  • Und Gott sah ... Der neue Schöpfungsbericht

    Und Gott sah, wie alle Menschen auf Erden, die im Osten und die im Westen, die im Süden und die im Norden, ohne Unterschied von Rasse und Geschlecht untereinander freundliche Beziehungen zu knüpfen begannen. Die Völker schickten ihre besten Frauen und Männer in jenen Glaspalast auf der Insel Manhattan, der allen Nationen der einen Welt offensteht. Dort hörten sie fortan ständig aufeinander, sprachen miteinander, verständigten sich untereinander, planten füreinander.

    Und Gott sagte: Das ist gut so. Und dies war der erste Tag einer neuen Weltzeit.

    Und Gott sah, wie eine Friedenstruppe die Soldaten der noch kriegführenden Nationen voneinander trennte; wie Differenzen durch Verhandlungen und Vernunft statt mit Waffen beigelegt wurden; wie die Lenker der Völker auf die Stimmen der Völker zu hören begannen und wie alle miteinander das Wohl des ganzen Kosmos und den Frieden auf der einen Welt über die eigenen Interessen zu stellen begannen.

    Und Gott sagte: Das ist gut so. Und dies war der zweite Tag des neuen Planeten.

    Und Gott sah, wie die Menschen begannen, seine Schöpfung zu lieben und zu bewahren statt sie auszubeuten: die Luft und die Ozonschicht, das Wasser der Flüsse und das der Ozeane, die Erde und die Rohstoffe in ihr, aber auch alles, was auf ihr lebt und wächst. Und Gott sah auch, wie die Menschen begannen, einander nicht mehr zu beherrschen und auszubeuten, sondern sich unter dem einen Vater als Geschwister zu achten und als Gleiche zu behandeln.

    Und Gott sagte: Das ist gut so. Und dies war der dritte Tag im Zeitalter des neuen Denkens.

    Und Gott sah, wie die Menschen weltweit begannen, die selbstgemachten Ursachen von Hunger, Krankheit, Unwissenheit, Leid und unwürdiger Armut aufzuspüren und zu beseitigen; wie sie anfingen zu teilen, was allen gehört; wie sie zum Wohle des Ganzen und im Gedanken an das Leben der ganzen Welt anfingen, in allen Rassen und Religionen das Positive und Einigende zu sehen; wie sie im Dienst am Frieden die Kooperation statt die zerstörerische Konfrontation suchten.

    Und Gott sagte: So soll es sein. Und dies war der vierte Tag der neuen Schöpfung.

    Und Gott sah, wie die Menschen begannen, verantwortungsbewusst und ohne Machtgelüste mit den Ressourcen umzugehen, die ihnen, wie sie nunmehr erkannten, treuhänderisch anvertraut waren, vor allem mit den Brennstoffen aus der Erde und mit der Atomenergie; wie sie sich bei allen neuen Forschungsprojekten mit wachem Gewissen zunächst fragten, ob diese Gott und dem Menschen einen Dienst erweisen könnten; wie sie Feinfühligkeit über Arroganz, Selbstbescheidung über Habsucht und in allem das solidarische Denken über den persönlichen und nationalen Egoismus setzten.

    Und Gott sagte: Das ist gut so. Und dies war bereits der fünfte Tag einer menschlicheren Welt.

    Und Gott sah, wie die Menschen auf allen Kontinenten anfingen, ihre Raketensilos, Bombenarsenale, Geschosse, die chemischen und biologischen Vernichtungsmittel samt den Spionagesatelliten und Frühwarnsystemen abzubauen und zu verschrotten und wie sie ihre Armeen auflösten und fortan in allen Schularten und Erziehungssystemen eine solch einleuchtende und konsequente Friedenspädagogik kultivierten, dass Konflikte überschaubar und mit friedlichen Mitteln lösbar wurden.

    Und Gott sagte: Das ist sehr gut. Und dies war der sechste Tag des neuen Himmels.

    Und Gott sah, wie die Menschen ihn, den lebensfreundlichen Gott, in allem wiederzuerkennen begannen; wie sie den Dienst am Leben, an der Würde und an den unveräußerlichen Rechten eines jeden Menschen als Gottesdienst begriffen; wie sie, jedes Mal, wenn wieder eine ihrer Ideologien zusammengebrochen war, beim Verabschieden einer neuen Verfassung in diese hineinschrieben: Du sollst Gott als den wahren Ursprung und Zielpunkt einer gerechten und humanen Welt niemals aus dem Blick verlieren; wie sie erkannten, dass der lebendige und befreite Mensch ein Zeichen Gottes in der Geschichte ist.

    Und Gott sagte: Nun wird alles gut. Es war der siebte Tag der Schöpfung des Kosmos, der nunmehr ganz dem neuen Menschen und zugleich ganz Gott gehörte.

    von Hermann Schalück Aus der Wochenzeitschrift CHRIST IN DER GEGENWART (Nr. 23/1990, Freiburg i. Br., www.christ-in-der-gegenwart.de)  Mit freundlicher Genehmigung von Autor und Verlag.