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Projekte des Klimaschutz-Managements

Seit 2018 werden die Weichen für größere Klimaschutzprojekte des Bistums gestellt.

  • Bischöfliches Generalvikariat

    Im Winter 2019/2020 wurde für das Generalvikariat ein vom BAFA geförderter Sanierungsfahrplan erstellt. Der dafür beauftragte Energieberater Helmut Krames äußert sich dazu im folgenden Interview.

    Herr Krames, Sie haben das Trierer Generalvikariat unter die Lupe genommen, um ein Energiekonzept erstellen zu können. Was waren die größten Herausforderungen?
    Die Größe des Komplexes ist beeindruckend. Die Herausforderung dabei war es sicher, sich für diese Grüße eine sinnvolle Struktur aufzubauen und diese systematisch zu verfolgen. Unterstützt wurden wir dabei von Charlotte Kleinwächter, der Klimaschutzmanagerin beim Bistum, und von Peter Peters, er ist Architekt und Projektleiter beim Bistum. Sie hatten immer ein offenes Ohr für unsere Fragen.

    Wie muss ich mir so eine Analyse vorstellen? Wie lange hat das Erstellen gedauert?
    Von der Beauftragung bis zur Abgabe der Unterlagen haben wir ein knappes Jahr am Generalvikariat gearbeitet. Das Projekt hatten wir in zwei Teile aufgeteilt: Ein erster Bereich waren die Liegenschaften in der Mustorstraße 2, ein zweiter waren die Gebäude hinter dem Dom. Letztendlich ist auch die Wärmeversorgung für das Generalvikariat so aufgeteilt.

    Wie geht man mit einem Gebäudekomplex um, der sich aus vielen verschiedenen Bauteilen aus unterschiedlichen Bauphasen zusammensetzt?
    Man versucht eine Struktur aufzubauen und den Gesamtbereich in kleine Teilbereiche zu zerlegen. Anschließend arbeitet man sich dann Stück für Stück durch die Räume durch. Pete Peters ist ein ausgezeichneter Kenner der ganzen Gebäude. Er hat uns sehr mit seinem Wissen über die einzelnen Bauphasen der Gebäude unterstützt. Für mich ist aber immer auch wichtig, bei den Begehungen das Ganze auf mich wirken zu lassen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuzuhören. Gerade bei den Hausmeistern Philipp Friedrich und Gerd Weins liegt sehr viel Wissen über die Betriebsweise vor.

    Gibt es eigentlich Jahrzehnte oder Bauphasen, die besonders problematisch sind?
    Generell sind die Nachkriegsjahre kritisch, aufgrund der fehlenden Baumaterialien. Neuerdings kommt hinzu, dass durch die Niedrigenergiebauweise Fehler bei der Ausführung relevanter sind. In früheren Zeiten gab es zum Beispiel einen hohen Luftwechsel in den Gebäuden, schlicht, weil die Fenster, Türen und oft auch das Dach undicht waren. Bei der heutigen Bauweise muss ein Luftwechsel zur Feuchtigkeitsabfuhr aktiv herbeigeführt werden. Und falls es Wärmebrücken mit niedrigen Oberflächentemperaturen gibt, schlägt sich dort die Feuchtigkeit nieder und kann zu Schimmelbildung führen. Eine ständige Weiterbildung der Mitarbeiter ist deswegen notwendig. Durch Blower-Door-Tests, mit denen die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen wird und mit dem Lecks in der Gebäudehülle aufgespürt werden können, oder auch mit der Thermografie kann man zeigen, ob die energetischen Anforderungen erfüllt sind.

    Wo sollte jetzt angesetzt werden, wenn es ums Energiesparen im Generalvikariat geht?
    Grundsätzlich sollte alles auf das Ziel der Bundesrepublik Deutschland, bis zum Jahr 2050 CO₂-neutral zu werden, ausgerichtet sein. Das ist aber nur erreichbar, wenn wirklich auch alle Gebäude des Generalvikariates dieses Ziel der Klimaneutralität erreichen. Bei denkmalgeschützten Gebäuden kann man nur schwer mit einer Dämmung der Außenhülle arbeiten. Daher geht es hier vor allem um eine CO₂-neutrale Wärmeversorgung. Für den Strom könnte das Bistum eine eigene Windkraftanlage oder ein großes Photovoltaikfeld auf einem geeigneten Gelände im ländlichen Bereich betreiben. Vielleicht gibt es auch Liegenschaften mit Wasserrecht an geeigneten Gewässern um ein Wasserrad zu betreiben. Wir haben in unserem Konzept verschieden Vorschläge dargestellt. Aus diesen Vorschlägen können jetzt einzelne Maßnahmen auf dem Weg in die emissionsfreie Zukunft entwickelt werden. Das braucht sicher Zeit. Jedoch dient das Konzept dazu, bei allen Maßnahmen eine ‚Leitplanke‘ zu haben, um in die Richtung CO₂-Neutralität zu gehen.

    Was ist Ihnen bei den Begehungen besonders aufgefallen?
    Was uns als gravierend aufgefallen ist, ist die Überdimensionierung von Heizungspumpen. Im Bereich „Hinter dem Dom“ gibt es dafür zwei Beispiele: Die Pumpe, die die Wärme zu der Grundschule am Dom und zu der St. Helena-Schule fördert, verbraucht bei Betrieb mehr Strom als ein Einfamilienhaushalt, nämlich 1,2 kWh/d. Die Pumpe für den Warmwasserspeicher in der Küche der Cafeteria des Generalvikariates, in der aufgrund der Änderung in der Nutzung aber kaum noch Warmwasser gebraucht wird, kann statt der erforderlichen 73 kW bis zu 1.200 kW fördern. Diese Überdimensionierung kostet Geld. Die Bauabteilung hat daher vorgeschlagen, dass für alle Pumpen die Austauschpumpe vorab festgelegt werden sollte, damit bei Defekt direkt klar ist, welche Pumpe eingebaut werden soll. Auch die Heizungsbauer, die für das Bistum arbeiten, sollten ein kurzes Seminar über Pumpen besuchen. Man könnte das sogar als Zulassungsvoraussetzung ansehen. Das ist etwas Aufwand, aber er lohnt sich. Allein für den Bereich „Hinter dem Dom“ sind in den zurückliegenden 15 Jahren Mehrkosten im fünfstelligen Bereich aufgetreten.

    Was könnte jeder einzelne zum Energiesparen im BGV beitragen?
    Jeder kann zur Verringerung des Energieverbrauches beitragen. In der Regel sind es folgende Punkte: nur die notwendige Beleuchtung einschalten, PC und Monitor auf Standby schalten bei längerer Nichtnutzung und kurze Stoßlüftung statt Dauerkipp während der Heizperiode. Darüberhinausgehend kann jeder über sein Verkehrsmittel zur Arbeit nachdenken, ob es eventuell mit Fahrrad oder Bus und Bahn auch geht. Das muss nicht für jeden Tag festgeschrieben sein, aber vielleicht lässt sich es öfters einbauen. Und: Diese Energiekosteneinsparung kommt dem Mitarbeiter direkt und selbst zugute.

    Helmut Krames ist Inhaber des Ingenieurbüros „e+e Consult“ in Trier.

  • Museum am Dom

    2018 wurde für das Museum am Dom ein vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geförderter Sanierungsfahrplan erstellt. Als erster Schritt der Umsetzung wird im Herbst 2020 die Heizung auf Pelletbetrieb umgestellt. Aktuell ist eine Doppelkesselanlage auf Erdgasbasis vorhanden. Diese soll gegen eine Pelletkesselanlage mit einer Leistung von 200 kW ausgetauscht werden. Hinzu kommt die Errichtung eines entsprechenden Pelletlagers.
    Es ist eine Brennwerttherme als Spitzenlast- und Redundanz-Wärmeerzeuger vorgesehen. Im Rahmen des Austausches des Wärmeerzeugers wird die Regelungs- und Pumpentechnik ebenfalls erneuert. Gleichzeitig erfolgt eine Aufschaltung auf die Gebäudeleittechnik.
    Parallel dazu das nebenstehende Verwaltungsgebäude komplett an die neue Pelletkesselanlage angeschlossen.
    Das Vorhaben wird gefördert durch:

    1. Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
    2. Förderprogramm „Zukunftsfähige Energieinfrastruktur“ (ZEIS) des Landes Rheinland-Pfalz
    3. und im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

    Mehr über die nationale Klimaschutzinitiative: www.klimaschutz.de  

     

  • Heizungsuntersuchungen an den Bistumsschulen

    Heizungsuntersuchungen an den Bistumsschulen

    An allen Bistumsschulen wurden im Winter 2018/2019 durch ARGE SOLAR e.V. zusammen mit Partnern Heizungsreferenzmessungen durchgeführt.
    Mithilfe einer Heizungsreferenzmessung lässt sich feststellen, ob die Heizung bezüglich der Temperaturen optimal eingestellt ist. Dazu werden in den Wintermonaten Temperaturmessgeräte auf die Vor-und Rücklaufleitungen geklemmt und die Temperaturen in gleichmäßigen Zeitintervallen gemessen und in Datenloggern gespeichert. Gleichzeitig werden die Heizwassermengen gemessen, die durch die verschiedenen Heizkreise fließen.

    Ergebnisse:
    In den Bistumsschulen als Ganzes kommen alle denkbaren Defizite vor, die sich aus der Temperatur-und Wassermengenregelung ableiten lassen:

    • Fehlende Abhängigkeit der Vorlauftemperatur von der Außenlufttemperatur
    • schlecht eingestellte Heizkurven, z.B. mit zu hohen Vorlauftemperaturen
    • zu geringe Temperaturspreizung zwischen Vor-und Rücklauf, was auf eine zu hohe Durchflussgeschwindigkeit des Heizwassers hinweisen kann
    • fehlender benutzerorientierter Absenkbetrieb
    • Einsatz ungeregelter Heizungspumpen bzw. überdimensionierte Pumpen und nicht funktionierende Mischregelung

    Besonders auffällige Mängel waren: In einer Schule „arbeitet der Heizkreis ‚Fußbodenheizung‘ ungeregelt mit einer konstant hohen Vorlauftemperatur von durchschnittlich 81 °C“. Fußbodenheizungen kommen in der Regel mit maximal 40 °C aus.

    „Die Temperaturdifferenz zwischen Heiz-und Absenkbetrieb beträgt ca. 50 °C und ist somit viel zu hoch“.

    Die Heiz- und Absenkphasen sind vertauscht programmiert. „Das heißt, immer wenn das Heizprogramm zu Beginn des Tages aktiv werden müsste, geht die zeitliche Steuerung in den Absenkbetrieb (Mo.- Fr. von 19:30- 7:30 Heizbetrieb). An den Wochenenden und in der Nacht erfolgt anstatt des Absenkbetriebs ein durchgehender Heizbetrieb.“

    Empfehlungen:
    Für die meisten Schulen schlagen die Energieberater vor, einen hydraulischen Abgleich durchführen zu lassen. Damit wird eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Heizungsnetz erreicht. Des Weiteren wird empfohlen, die Heizkurve für jeden Heizkreis auf die erforderlichen Vorlauftemperaturen einzustellen. Außerdem sollten die Zeitprogramme für die Heiz-und Absenkphasen überprüft und ggf. neu eingerichtet werden. Arge Solar und Partner empfehlen auch, ungeregelte oder überdimensionierte Heizungspumpen gegen geregelte, richtig dimensionierte Pumpen auszutauschen. Schließlich wird darauf hingewiesen, dass bei der Trinkwassererwärmung die Zirkulation außerhalb der Betriebszeiten nur dann abgeschaltet werden darf, wenn das mit den hygienischen Anforderungen vereinbar ist. Da selbst bei neueren Anlagen Mängel festgestellt wurden, sollten künftig die Einstellungen, die von den Fachfirmen vorgenommen werden, immer messtechnisch überprüft und ggf. korrigiert werden.

    Weiteres Vorgehen:
    Die Ergebnisse der Heizungsreferenzmessungen haben die Schulleitungen zur Kenntnisnahme erhalten. Die Bauabteilung hat mit den jeweils zuständigen Architekten das weitere Vorgehen beraten und kümmert sich um die kontinuierliche Verbesserung der Situation. Einsparungen von mindestens sechs Prozent der Heizkosten sind zu erwarten, wenn die Maßnahmenempfehlungen umgesetzt werden; das entspricht einer Einsparung von rund 190 t CO2.

  • Photovoltaik für Schuldächer

    Trier – Es ist ein Schlüsselprojekt für den Klimaschutz im Bistum Trier: In den vergangenen Wochen wurden, angefangen beim Trierer Angela-Merici-Gymnasium (AMG), bistumsweit vier kirchliche Schulen mit Photovoltaik-Anlagen (PV) ausgestattet. Es handelt sich in der Summe um eine Fläche von knapp 1.000 Quadratmetern, die jährlich bis zu 165.000 Kilowattstunden Strom produzieren, und damit fast 96 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen einsparen kann. Neben dem AMG befinden sich die Anlagen auf den Dächern der Grundschule am Dom in Trier, der St. Matthias-Grundschule in Bitburg und der St. Franziskus-Schule in Koblenz. Zusammen bilden sie den Startschuss für weitere PV auf weiteren Schulen und Immobilien des Bistums.

    „Das Bistum hat das ehrgeizige Ziel, seine CO2-Emissionen bis 2040 zu halbieren. Durch CO2-Einsparung bei den bistumseigenen Liegenschaften wollen wir auch ein öffentliches Zeichen setzen“, betonte Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Weitere mit dem Ausbau der Photovoltaik auf Schuldächern verbundene Ziele seien grundsätzlich der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Bildungsarbeit im Zuge der Energiewende. Die Entscheidung der Bistumsleitung, dass künftig Dächer von Schulgebäuden als Flächen für Photovoltaik genutzt werden können, fiel bereits 2018. Für die weitere Planung wurde unter Federführung der Klimaschutzmanagerin der Diözese Trier, Charlotte Kleinwächter, eine abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe gebildet. Noch im selben Jahr wurde eine erste Eignungsanalyse für alle Bistums-Schuldächer präsentiert.

    Zusammenarbeit mit kirchlicher Energiegenossenschaft

    Das Bistum Trier hat sich grundsätzlich für die Zusammenarbeit mit Energiegenossenschaften beim PV-Bau entschieden. Dabei erhält das Bistum die Pachteinnahmen von der Genossenschaft und kauft ihr im Gegenzug den erzeugten Strom wieder ab. Der Strompreis ist für die Dauer der Dachverpachtung festgelegt und gibt dem Bistum somit Planungssicherheit. Mit dieser für das Bistum neuartigen Kooperationsform wird Klimaschutz finanzierbar. Die Partnerin, die zunächst vom Bistum den Zuschlag erhielt, ist die EnergieVISION eG, eine kirchliche Energiegenossenschaft mit Sitz im Bistum Augsburg. Gebaut wurden die Photovoltaik-Anlagen von der Firma SchoEnergie aus Föhren.

    „Unsere Idee war und ist es, die Schöpfungsverantwortung im Raum der Kirche zu stärken“, betont Dr. Thomas Wienhardt. Er ist Vorstandsvorsitzender von EnergieVISION eG. Gegründet wurde die Genossenschaft 2012. „Nachdem Beratung nicht ausreichte, entschlossen wir uns, eine Genossenschaft zu gründen – als Dienstleisterin für kirchliche Einrichtungen.“ EnergieVISION eG projektiert, finanziert und betreibt die Anlagen. In der Zwischenzeit betreiben die Augsburger elf Projekte, eines davon in der Ukraine. Nun kommen noch die vier im Bistum Trier dazu. Obwohl der gesellschaftliche Diskurs in Richtung erneuerbarer Energien weise, werde das gesetzliche Umfeld für Projekte dieser Art komplizierter. „Es gibt heute viel mehr Regeln, und die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist massiv zurückgegangen, was zum Teil sicher richtig war, um marktfähig zu werden“, erklärt Wienhardt. „Uns aber führt es momentan ans Limit der Wirtschaftlichkeit.“ Die Lieferung von Strom sei an viele Details gebunden.

    Schöpfungsbewahrung ist wichtiges Thema im Religionsunterricht

    Nicht zuletzt profitieren auch die Schulen von den Photovoltaik-Anlagen. „Klimaschutz spielte in der Vergangenheit und spielt immer noch eine große Rolle am AMG“, betont Dr. Mario Zeck, Leiter des Angela-Merici-Gymnasiums. „Schon vor Jahren wurde hier ein Photovoltaik-Verein gegründet, bestehend aus Kolleginnen und Kollegen, Eltern sowie Schülerinnen, dessen Ziel die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des AMG und die Nutzung der Solarenergie war.“ Mit hohem Engagement versuchte man über Jahre vergebens, Unterstützung für dieses Anliegen zu erhalten. Ergebnislos musste der Verein nach Jahren aufgelöst werden.

    „Nun erhielten wir die Nachricht, dass es doch geht. Aus energie- und umweltpolitischen Gründen freuen wir uns, dass unser Haus durch sein Dasein einen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann“, betont Zeck. Selbstverständlich werde das Thema im Unterricht thematisiert, und zwar nicht nur in klassischen Bereichen wie Erdkunde und Sozialkunde, „sondern auch im Fach Religion, in dem die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für die Bewahrung der Schöpfung ein wichtiges Anliegen ist.“

    Charlotte Kleinwächter ist zufrieden, dass die PV endlich realisiert wurden. „Es war ein langer Weg bis dahin, weil vieles Neuland für unsere Behörde war. Umso schöner, dass nun echter Ökostrom auf Bistumsdächern, noch dazu auf Schulen, produziert wird! Damit hat das Bistum endlich ein nach außen sichtbares Zeichen, dass es sein Klimaschutz-Engagement ernst meint.“

    Klimaschutz und ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung sind seit langem ein wichtiges Anliegen des Bistums Trier. Schon 2009 traf die Bistumsleitung die Entscheidung, ein umfassendes Klimaschutzkonzept zu erstellen. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien für das Bistum überarbeitet und konkrete Handlungsanweisungen für die kirchlichen Angestellten erlassen. Vorangetrieben wird das Thema unter anderem von der diözesanen Kommission für Umweltfragen in Kooperation mit der  Klimaschutzmanagerin.

     

    Projektdaten

    Schule

    Anlagen­leistung [kWp]

    Anzahl Module

    Ausgelegte Fläche [m²]

    Jährl. Solar­strom [kWh]

    Vermiedene CO2-Emissionen [kg/a]

    AMG, Trier

         99,00

         300

            505,8

       86.625

            50.589

    Grundschule am Dom, Trier

         17,16

           52

            87,68

       14.633

              8.540

    St. Matthias Grundschule, Bitburg

         34,32

         104

          175,34

       29.131

            17.479

    St. Franziskus-Schule, Koblenz

         36,48

          114

            189,4

       32.003

            19.202

    Summen

       186,96

         570

          958,22

     162.392

            95.810

    Ein Musterhaushalt hat im Jahr einen Strombedarf von rund 3.200 kWh. Davon ausgehend versorgen die vier PV-Anlagen auf den Bistumsschulen ca. 50 - 51 Haushalte.

     

  • Recyclingpapier

    2018 hat das Bistum eine Dienstanweisung zur Verwendung von Recyclingpapier erlassen. Im Generalvikariat konnte dadurch der Anteil des Recyclingpapiers innerhalb eines Jahres von 17 Prozent auf 62 Prozent gesteigert werden.

  • Klimasparbuch

    Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit ist für den Klimaschutz von großer Bedeutung. Neben zahlreichen Referententätigkeiten der Klimaschutzmanagerin war vor allem das Klimasparbuch ein wichtiges Instrument. Es wurde von der Energieagentur Region Trier, der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU), der Lokalen Agenda 21 Trier und dem oekom-Verlag herausgegeben. Damit ist es auch ein Beispiel für die Vernetzungsinitiativen des Bistums beim Klimaschutz.

  • Aktivitäten im Bildungsbereich

    Zu den Aktivitäten im Bildungsbereich zählten 2018 die Gründung des Arbeitskreises „Nachhaltigkeit und Schule“ sowie die Lernwerkstatt KlimaWandel-Weg, die den Bistumsschulen dank Unterstützung durch die Landeszentrale für Umweltaufklärung zur Verfügung steht.