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Verleihung des diözesanen Umweltpreises am 23. April

Das sind die 13 Bewerberinnen und Bewerber

Am Freitag, 23. April 2021, von 15.30 bis 16.30 Uhr, verleiht die Diözesankommission für Umweltfragen (DKU) im Rahmen der Heilig-Rock-Tage 2021 den Umweltpreis 2020. Aufgrund der aktuellen Situation ist die ursprünglich geplante Präsenzveranstaltung in Trier leider nicht möglich. Die DKU, die Juroren und die bewerbenden Institutionen werden sich daher zu einer würdevollen Preisverleihung digital versammeln. Die DKU freut sich Bischof Dr. Stephan Ackermann zu der Preisverleihung begrüßen zu dürfen. Hier stellen wir die 13 Bewerberinnen und Bewerber vor.


Ökumenische Andacht zum Weltklimastreik im Trierer Dom

Trier. – Im Rahmen einer Ökumenischen Andacht zum Weltklimastreik am heutigen Freitag im Trierer Dom haben der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Dr. Jörg Weber, sowie der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, nachdrücklich zum Umdenken und konsequentem Handeln angesichts der Klimakatastrophe, „auf die wir uns als globale Gesellschaft zubewegen und die bereits spürbar begonnen hat“, aufgerufen.

„Die Zeit drängt“, betonte von Plettenberg, und verwies auf die biblische Losung für diesen Tag: „Haltet meine Satzungen und tut sie; ich bin der Herr, der euch heiligt.“ Dabei gelte es, diese Satzungen eben auch durch konkrete Taten zu halten und vor allem umzusetzen: „Wenn es heißt – Bewahrt die Schöpfung – dann müssen wir alles dransetzen, dies auch in die Tat umzusetzen, wir müssen unser Menschenmögliches tun und Maßnahmen ergreifen, damit der Klimawandel gestoppt werden kann.“ Alles Tun aber, so der Generalvikar, werde dabei getragen durch die Hoffnung auf Gott, „der unser Tun zum Guten führen kann und wird“.

Es ginge darum, „wirklich ernst zu machen mit der Wertschätzung und der Feinfühligkeit, die Gottes Schöpfung in unserem alltäglichen Handeln verdient“, betonte auch Weber. „Wenn wir immer weiter die Folgen der Klimaveränderung ignorieren, bauen wir auf Sand“, so der Superintendent. Es sei dringend an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen: „Alle von uns aber können etwas tun, um im klugen Sinne die Umwelt zu schützen.“

Alle können etwas tun – angefangen bei der eigenen täglichen Fahrt zur Arbeit mit dem Fahrrad statt mit dem Auto über Maßnahmen wie dem Klimaschutz-Förderprogramm im Evangelischen Kirchenkreis Trier, mit dem seit 2019 in Kirchengemeinden zum Beispiel der Bau von Photovoltaikanlagen bezuschusst werden kann, oder auch dem Einbau einer Pellet-Heizung für das Museum am Dom im Bistum Trier, bis hin zum Ökumenischen Netzwerk Mobilität und Kirche – jetzt gilt es, einzutreten „für unsere Umwelt, die ein Geschenk Gottes ist, damit sie Lebenswelt bleibt für uns alle“.

Und nicht zuletzt mit der heutigen Ökumenischen Andacht, die auch von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier sowie der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Trier mitgestaltet wurde, unterstützen das Bistum sowie der Kirchenkreis Trier ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit aus Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung.

Mit einem gemeinsamen Aufruf hatten von Plettenberg und Weber zum Gebet sowie auch zur Teilnahme an der nachfolgenden Klimastreik-Demonstration „#NoMoreEmptyPromises“ des Netzwerkes „Fridays for Future“ auf dem Trierer Domfreihof, unter Einhaltung der Corona-Abstandsregeln, aufgerufen: „Als Kirchen insgesamt und auch als einzelne Christinnen und Christen sind wir aufgerufen, aus dem Glauben heraus für die Bewahrung der Schöpfung einzustehen.“

Aufruf des Generalvikars und es Superintendenten.

Herzliche Einladung auch zu Ökumenische Andacht „Prayers for Future - für eine gute Zukunft für alle Menschen auf unserer Erde“ von 11.30 Uhr an im Trierer Dom

Am gleichen Tag, also auch am 19. März, startet eine Veranstaltungsreihe der Klimainitiative und des Themenschwerpunktes "Schöpfung" der KEB mit dem Titel "Der Klimawandel und wir".


Diözesankommission für Umweltfragen setzt sich Ziele

Trier. - Die Diözesankommission für Umweltfragen (DKU) hat sich für die kommenden beiden Jahre viel vorgenommen. Zusammengefasst hat sie diese Vorhaben in einer Zielematrix für die Jahre 2020 bis 2022. Die DKU, in ihrer aktuellen Zusammensetzung bis Herbst 2022 berufen, hat ihre Zielsetzungen auf vier Themenfelder fokussiert: die ökologischen Leitlinien für das Bistum und ihre Umsetzung, die Bestellung von Klimaschutz und Umweltbeauftragten, die Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die öko-soziale Entwicklung im Bistum. Die Matrix gibt einen Überblick zu den Inhalten und der zeitlichen Abfolge der DKU-Ziele.

2017 wurden von der Bistumsleitung ökologische Leitlinien (öLL) und 2019 ihre Ausführungsbestimmungen erlassen. Dazu soll bis Ende 2021 ein Controlling-Konzept erarbeitet und ab Anfang 2022 umgesetzt werden. Ein jährliches Leuchtturmprojekt soll die ökologischen Leitlinien ins Bewusstsein bringen.

Im Blick auf ihr zweites Ziel fordert die DKU, dass die Stelle für das Klimaschutzmanagement erhalten bleibt und zusätzlich die Stelle einer/s Umweltbeauftragten eingerichtet wird, mit der die Akteure in den pastoralen Räumen unterstützen werden sollen. Sie erachtet es außerdem als notwendig, neue Klimaschutz-Ziele festzulegen. In den kommenden fünf Jahren sollen ein Leuchtturmprojekt einer klima-neutralen Einrichtung oder Kirche im Bistum ausgewählt sowie erste Teilschritte realisiert werden.

Im dritten Zielkomplex geht es um die Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. So sollen Themen nachhaltiger Entwicklung und Schöpfungsverantwortung in den Einstellungsgesprächen und Fortbildungsangeboten für Führungs- und Leitungs- sowie Verwaltungskräfte angesprochen werden. Auch für Ehrenamtliche sind Qualifizierungsangebote angedacht. Zusammen mit dem BDKJ und der Abteilung Jugend sollen themenrelevante Materialien zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bereitgestellt werden. In den Bereichen Katechese, Verkündigung und Liturgie möchte die DKU ebenfalls Impulse setzen. Die Themen nachhaltige Entwicklung, Schöpfungsverantwortung und Schöpfungsspiritualität sollen in die verschiedenen, auch pastoralen Ausbildungscurricula aufgenommen werden.

Insgesamt ist es der DKU wichtig, den Blick des Bistums auf den Klimaschutz zu weiten und dabei stärker das öko-soziale Engagement in den Blick zu nehmen. In jedem pastoralen Raum soll zunächst wenigstens ein Ort von Kirche gesucht werden, der sich dieses Anliegen zu eigen macht. Später sollen dort Fachteams etabliert sein. Als Unterstützung ist bistumsweite Fachexpertise wichtig, etwa durch eine eigene Fachstelle im Bischöflichen Generalvikariat. 

Schließlich möchte die DKU die Umsetzung der DBK-Handlungsempfehlungen (Schöpfungsverantwortung als kirchlicher Auftrag) vorantreiben.


Beheizen & Lüften von Kirchen während der Corona-Pandemie

Lüften während des Gottesdienstes? Türen auf oder zu? Heizung an oder aus? Antworten auf diese Fragen finden Sie in den aktualisierten Hinweisen zum Heizen in den Kirchen während der Corona-Pandemie - Stand 20. Oktober 2020 - zum Download als PDF-Datei unter diesem Link:



Bistum Trier: Dr. Gundo Lames ist tot

Geistige Weite und kreative Spiritualität

Trier – Dr. Gundo Lames ist tot. Der langjährige Leiter des Strategiebereichs „Ziele und Entwicklung“ im Bischöflichen Generalvikariat Trier starb am Morgen des 1. April nach schwerer Krankheit. Er wurde 62 Jahre alt. Mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg trauert die ganze Dienstgemeinschaft des Bischöflichen Generalvikariates um ihren Kollegen und Weggefährten. „Mit dem Tod von Gundo Lames verliert das Bistum Trier eine visionäre Führungskraft, der mit unbändiger Energie bis in seine letzten Lebenstage hinein starke und auf Zukunft gerichtete Impulse gesetzt hat. Seine eigene Begeisterung für seine Ideen und Gedanken war ansteckend“, würdigt Generalvikar von Plettenberg den Verstorbenen. Dr. Gundo Lames war auch mit großem Engagement Förderer der Diözesankommission für Umweltfragen, zuletzt als ihr kommissarischer Leiter.

„Vorwärts-Denker“ mit Entdeckerfreude

Plettenberg beschreibt in seinem Nachruf Gundo Lames als „Vorwärts-Denker - mal antreibend und ermutigend, mal querdenkend und in Frage stellend, mal mahnend“. Die Idee, dem Synodenschlussdokument den Untertitel „Schritte in die Zukunft wagen“ zu geben, kam von Lames. „Sein Mut zur Innovation war nicht irgendeiner willkürlichen Laune geschuldet, sondern der genauen Beobachtung der je aktuellen Herausforderungen, vor denen die Kirche in ihrem gesellschaftlichen Umfeld steht“, schreibt der Generalvikar. Geistige Weite und menschliche Offenheit in Verbindung mit einer kreativen Spiritualität seien seine Markenzeichen gewesen. „Nicht den ausgetretenen und gewohnten Wegen galt sein besonderes Interesse. Vielmehr wagte er sich mit Neugier und Entdeckerfreude dem Fremden zu, um daraus Impulse abzuleiten für neue Formen kirchlichen Lebens bei uns.“

Arbeit in der langfristigen Perspektive

In der Leitung des Strategiebereiches „Ziele und Entwicklung“ sei es ihm darum gegangen, zielgerichtete Prozesse anzustoßen. Dabei habe er die langfristige Perspektive bevorzugt und stets darauf gedrängt, ab und zu inne zu halten, um auf den vergangenen Weg zu reflektieren und zu prüfen, ob man noch auf dem zielführenden Weg ist. „Wer mit ihm zusammen gearbeitet hat, musste mit ihm ringen. Er liebte die Kontroverse und die Auseinandersetzung um der guten Sache willen. Qualität, Nachhaltigkeit und Glaubwürdigkeit waren dabei für ihn die wesentlichen Kriterien“, schreibt von Plettenberg.

Bischof und Generalvikar bitten um das Gebet für den Verstorbenen, seine Familie und alle, die um ihn trauern. In der Ostkrypta des Trierer Doms liegt ab dem 2. April bei einem Foto von Gundo Lames ein Kondolenzbuch aus. Sobald es wieder möglich ist, werde es einen öffentlichen Gedenkgottesdienst für den Verstorbenen geben, kündigte von Plettenberg an.

Theologe, pastoraler Planer, Synodaler

Gundo Lames wurde 1957 geboren. Der Diplom-Theologe, der auch Studien in Philosophie und Soziologie sowie Ausbildungen in systemischer Organisationsberatung, Konfliktmanagement, Projektmanagement und Psychodrama absolvierte, war Mitglied der Bistumssynode 2013-2016 und hatte den Umsetzungsprozess maßgeblich mit gesteuert. Nach dem Studium hatte Lames zunächst als Erziehungshelfer im Eduardstift Helenenberg und in der Katholischen Auslandsseelsorge Türkei – Irak gearbeitet, bevor er ab August 1988 als Pastoralreferent in den Dienst des Bistums Trier eintrat. Bis 1992 arbeitete er im Pfarrverband Saarbrücken und als Religionslehrer an der Gesamtschule „Bellevue“. Zwischen 1992 und 1998 war er als wissenschaftlicher Assistent an der Theologischen Fakultät Trier tätig; 1998 wurde er in Trier zum Doktor der Theologie promoviert. Danach arbeitete er in der Gemeindeberatung des Bistums, bevor er 2001 Leitungsfunktionen im Bereich „Pastorale Planung“ übernahm.  Mit Wirkung vom 1. Dezember 2004 wurde ihm die Leitung der damaligen Abteilung 1 „Grundsatzfragen“ und die Aufgabe des Stellvertretenden Leiters der Hauptabteilung 2 „Pastorale Dienste“ im Generalvikariat Trier übertragen. Seit dem 1. November 2006 hatte er den Strategiebereich „Ziele und Entwicklung“ im BGV geleitet.

(JR)