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Online-Vortrag - Donnerstag, 10. Dezember, 17 bis 19 Uhr

„Beheizen und Temperieren von Kirchen“

Zu jeder Gemeinde gehört mindestens eine Kirche- und damit ein Sonderfall, der sich nicht mit anderen Gebäuden vergleichen lässt. Außerdem ist keine Kirche wie die andere: Sie unterscheiden sich in ihrem Alter, der Bauweise, den verwendeten Baumaterialien, der Nutzung und ihrem Denkmalwert. Umso wichtiger ist es, die Kirchengebäude „mit Augenmaß“ zu beheizen und ihnen auch nur die Nutzung zuzumuten, die sie vertragen. Nur so kann das historische Erbe langfristig erhalten werden.

Ziel der Online-Veranstaltung ist es, der Komplexität der Beheizung von Kirchen auf die Spur zu kommen. Es geht um Fragen wie: Wie sind Klima- und Feuchteschäden zu vermeiden? Wodurch ist die größte Behaglichkeit für die Kirchenbesucher zu erreichen? Wie lassen sich Orgeln und Kunstwerke am besten schützen? Der Referent Christian Dahm kommt vom Netzwerk Energie & Kirche, ein Zusammenschluss verschiedener Bistümer und Landeskirchen zu Fragen von Energiesparen und Klimaschutz.

Weil die Frage nach dem richtigen Beheizen & Lüften von Kirchen durch die Corona-Pandemie besondere Bedeutung gewonnen hat, gibt es spezielle Vorgaben des Bistums Trier.  Der Leiter der Bauabteilung, Klaudius Krusch, wird diese vorstellen und erläutern.

Die Online-Veranstaltung findet am Donnerstag, 10. Dezember 2020 von 17.00 h bis 19.00 statt.

Referenten: Christian Dahm, Initiative Energie & Kirche, Klaudius Krusch, Leiter Abteilung 2.5: Bau im Bischöflichen Generalvikariat Trier

Leitung: Charlotte Kleinwächter, Klimaschutzmanagerin des Bistums Trier

Aus organisatorischen Gründen ist Ihre Anmeldung bis zum 08.12.2020 per Mail unter energiebewusst(at)bistum-trier.deerforderlich. Sie erhalten im Anschluss die Zugangsdaten. Hier der Flyer zu der Veranstaltung

Beheizen & Lüften von Kirchen während der Corona-Pandemie (Bistum Trier)  

Lüften während des Gottesdienstes? Türen auf oder zu? Heizung an oder aus? Antworten auf diese Fragen finden Sie in den aktualisierten Hinweisen zum Heizen in den Kirchen während der Corona-Pandemie - Stand 20. Oktober 2020 - zum Download als PDF-Datei unter diesem Link:

Verlängerung der Bewerbungsfrist bis Ende des Jahres

Jetzt bewerben: Umweltpreis des Bistums

Wenn Sie eine gute Idee, eine gute Initiative haben, die dem Klima- und Umweltschutz dient, dann bewerben Sie sich. Die Diözesankommission für Umweltfragen (DKU) verleiht den Umweltpreis seit 1996. Der Umweltpreis 2020 richtet sich speziell an junge Menschen im Bistum Trier. Verliehen wird der Preis am 23. April 2021 im Rahmen der Heilig-Rock-Tage.

Hier gehts es zur Ausschreibung und zum Bewerbungsbogen.

Netzwerktreffen der kirchlichen Klimaschutzmanager – Schwerpunkt: Klimafreundliche IT

Klimaschutzziele jetzt angehen

Würzburg. - Die Klimaschutzverantwortlichen aus deutschen (Erz-)Bistümern und Landeskirchen, die ein Klimaschutzkonzept in Planung, Vorbereitung oder Umsetzung haben, haben sich zu ihrer jährlichen Tagung getroffen. Mit dabei auch unsere Klimaschutzmanagerin Charlotte Kleinwächter. Die Tagung fand aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen virtuell statt. Auf dem Programm standen Fachvorträge zu gelingenden Projekten und Strategien, Neuigkeiten aus der Förderlandschaft und der Austausch der Beteiligten. Neben dem Dauerbrennerthema „Gebäude und Bauen“ lag erstmals auch ein Schwerpunkt auf dem Bereich der klimafreundlichen IT-Ausstattung.

Organisiert wurde die Fachtagung auf Initiative der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft und dem dort angesiedelten Projektbüro Klimaschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Kooperation mit den evangelischen Landeskirchen von Baden und Westfalen sowie dem Bistum Würzburg.

Christina Höger vom Projektträger Jülich (PtJ) stellte die Fördermöglichkeiten der Nationalen Klimaschutzinitiative dar. Im Auftrag von Bundes- und Landesministerien sowie der Europäischen Kommission setzt PtJ Forschungs- und Innovationsförderprogramme um. Dr. Matthias Deutsch von der Agora Energiewende informierte auf Basis der aktuellen Agora-Studie zum Weg zur Klimaneutralität für Deutschland. Stela Ivanova von der Bundesstelle für Energieeffizienz beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zeigte die Fördermöglichkeiten für kirchliche Rechtsträger beim Wirtschaftsministerium auf. Die Bemühungen des Bistums Aachen, seine IT-Infrastruktur nachhaltig zu gestalten, wurden von Dr. Frank Dillmann präsentiert. Wie der Weiterbetrieb von Photovoltaik-Anlagen gelingen kann, die nach 20 Jahren aus der garantierten Einspeisung fallen, erklärte Dr. Markus Kahles von der in Würzburg ansässigen Stiftung Umweltenergierecht. Matthias Linder von der Stadt Frankfurt am Main erläuterte die Strategie dieser großen Kommune, durch umfassendes Energiemanagement Wasser- und Energieverbräuche sowie CO2-Emissionen abzusenken und auf dieser Basis auch für die Kommune den Weg zur Klimaneutralität des eigenen Gebäudebestandes systematisch in den Blick zu nehmen.

„Durch die Zusammenstellung von Grundsatzvorträgen und konkreten Infos zu Förderungen und einzelnen Maßnahmenbereichen wurde einmal mehr deutlich, dass mit Blick auf die Klimaschutzziele für 2050 jetzt die großen Schritte gemacht werden müssen und nicht erst 2040“, lautet das Fazit von Christof Gawronski, Umweltbeauftragter des Bistums Würzburg. Von der Bistums-IT seien viele der in der Tagung angesprochenen Aspekte bereits umgesetzt worden, beispielsweise die Nutzung von ThinClients statt großer Desktop-PCs. Intensiver beschäftigen müssten sich einige Kirchenstiftungen und andere Rechtsträger mit der Frage nach dem künftigen Betrieb der Photovoltaik-Anlagen, die ab 2021 nach und nach aus der 20-jährigen garantierten Einspeisung fallen. „Die gesetzliche Regelung dazu ist noch nicht fertig. Uns im Bistum betrifft das ab 2022 intensiver, da vor 19 Jahren einige Pfarreien ein DBU-Förderprogramm genutzt haben, um eine Solarstromanlage zu bauen“, erklärt der Umweltbeauftragte.

Die Tagung fand zum zehnten Mal statt. Mit der steigenden Zahl von Klimaschutzkonzepten oder vergleichbaren Initiativen stiegen auch der Vernetzungsbedarf und die Teilnehmerzahl der Tagung. Klimaschutzkonzepte oder ähnliche Initiativen gibt es mittlerweile in 14 von 27 (Erz-)Diözesen und 17 von 20 Landeskirchen.

Text: Pressestelle Bistum Würzburg

Klimastreik in Trier beginnt mit ökumenischer Andacht

Trier. – „Wir setzen unseren Lebensraum aufs Spiel und zerstören den Lebensraum anderer Nationen“, deswegen sei es wichtiger denn je, für Klimagerechtigkeit zu demonstrieren, so Superintendent Jörg Weber vom Evangelischen Kirchenkreis in Trier. Gemeinsam mit dem Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg hatte Jörg Weber zur Teilnahme am Globalen Klimastreik aufgerufen, der mit einer ökumenischen Andacht vor dem Trierer Dom begann. „Die Erde gehört uns nicht“, betonte deswegen auch Anna Werle, Ökumenereferentin des Bistums Trier. Aus Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“- Bewegung hatten Mitglieder des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit den Aufruf „Churches for Future“ („Kirchen für die Zukunft“) initiiert, der auch an diesem Klimastreik beteiligt war.

Es war die erste Demonstration des weltweiten Netzwerks „Fridays for future“ seit der Corona-Pandemie: Gemeinsam hatten der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, und der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Dr. Jörg Weber, Christen zum Gebet und zur Teilnahme an den Demonstrationen für Klimagerechtigkeit am 25. September aufgerufen ("Aufruf zum Gebet und zur Teilnahme an Demonstrationen für eine gute Zukunft für alle Menschen auf unserer Erde"). Erneut waren Menschen jeden Alters aufgerufen, für gute Zukunftsbedingungen aller Menschen durch die Begrenzung des menschengemachten Klimawandels zu demonstrieren – natürlich unter Einhaltung der Corona-Abstandsregeln.

„Die Proteste von „Fridays for Future“ bleiben berechtigt“, betonten von Plettenberg und Weber. „Die Eisschmelze in Grönland und der Antarktis folgt den schlimmsten Klimawandel-Szenarien; die Brände im Amazonas lassen nicht nach; im Sudan dagegen herrschen gerade die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten.“ Das seien nur die jüngsten Beispiele für der Klimakrise, die weltweit Leben und Lebensgrundlagen vernichte. Sie verschärfe bestehende Ungleichheiten und gefährde Menschenrechte. „Wir sind aufgerufen, aus dem Glauben heraus für die Bewahrung der Schöpfung aufzustehen und als Teil dieser Schöpfung Verantwortung für sie zu übernehmen.“ Deshalb organisiere die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) die jährliche ökumenische Schöpfungszeit im September, deshalb wurde das ökumenische Netzwerk Klimagerechtigkeit gegründet „und deshalb unterstützen wir die globale Klimabewegung.“

Ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung ist ein wichtiges Anliegen des Bistums Trier. 2009 traf die Bistumsleitung die Entscheidung, ein Klimaschutzkonzept zu erstellen. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien überarbeitet und Handlungsanweisungen für alle kirchlichen Angestellten erlassen. Vorangetrieben wird das Thema im Bistum Trier unter anderem von der Diözesanen Kommission für Umweltfragen (DKU). Die DKU unterstützt ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit als Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung.

Für weitere Informationen:

https://fridaysforfuture.de

www.kirchen-fuer-klimagerechtigkeit.de

  • Die bischöfliche St. Matthias-Schule in Bitburg hatte sich dazu entschieden, am Freitag das Gebet zu Beginn des Schultages zu nutzen, um diese Solidarität zu zeigen: Freitagmorgen um 8 Uhr wurde ein Beitrag von Schülerinnen und Schülern über die Sprechanlage in alle Klassen übertragen. Zudem wurden den Kollegen weitere Kopiervorlagen für eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Thematik zur Verfügung gestellt.
  • Am Sonntag, den 27. September, fand auf dem Außengelände um die Rochuskapelle der zweite Binger Klima-, Umwelt- und Schöpfungstag statt. Veranstalter war das ökumenische Netzwerk „churches for future Bingen“. Die Veranstaltung begann um 12:15 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst am Außenaltar der Rochuskapelle, der von Pfarrerin Tanja Brinkhaus-Bauer (Ev. Johanneskirche) und Pfarrer Markus Lerchl (Basilika St. Martin) und weiteren Personen geleitet wurde.

Die Trierer Förderschule St. Josef beim Globalen Klimastreik

Trier. - Zwei Mittelstufenklassen der Bischöflichen Förderschule St. Josef beteiligten sich am Globalen Klimastreik: Sie begannen den Tag, indem sie die Schöpfungsgeschichte visuell darstellten und einen Morgenimpuls auf dem Schulhof veranstalteten. Anschließend begaben sie sich mit selbstgebastelten Transparenten zum Domfreihof. Dort nahmen sie am Impuls an der Liebfrauenkirche und an der anschließenden Demonstration teil.


Vier Schulen werden mit Solarenergie ausgestattet

Trier. – Es ist ein Schlüsselprojekt für den Klimaschutz im Bistum Trier: In den vergangenen Wochen wurden, angefangen beim Trierer Angela-Merici-Gymnasium (AMG), bistumsweit vier kirchliche Schulen mit Photovoltaik-Anlagen (PV) ausgestattet. Es handelt sich in der Summe um eine Fläche von knapp 1.000 Quadratmetern, die jährlich bis zu 165.000 Kilowattstunden Strom produzieren, und damit fast 96 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen einsparen kann. Neben dem AMG befinden sich die Anlagen auf den Dächern der Grundschule am Dom in Trier, der St. Matthias-Grundschule in Bitburg und der St. Franziskus-Schule in Koblenz. Zusammen bilden sie den Startschuss für weitere PV auf weiteren Schulen und Immobilien des Bistums.

„Das Bistum hat das ehrgeizige Ziel, seine CO2-Emissionen bis 2040 zu halbieren. Durch CO2-Einsparung bei den bistumseigenen Liegenschaften wollen wir auch ein öffentliches Zeichen setzen“, betonte Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Weitere mit dem Ausbau der Photovoltaik auf Schuldächern verbundene Ziele seien grundsätzlich der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Bildungsarbeit im Zuge der Energiewende. Die Entscheidung der Bistumsleitung, dass künftig Dächer von Schulgebäuden als Flächen für Photovoltaik genutzt werden können, fiel bereits 2018. Für die weitere Planung wurde unter Federführung der Klimaschutzmanagerin der Diözese Trier, Charlotte Kleinwächter, eine abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe gebildet. Noch im selben Jahr wurde eine erste Eignungsanalyse für alle Bistums-Schuldächer präsentiert.

Zusammenarbeit mit kirchlicher Energiegenossenschaft

Das Bistum Trier hat sich grundsätzlich für die Zusammenarbeit mit Energiegenossenschaften beim PV-Bau entschieden. Dabei erhält das Bistum die Pachteinnahmen von der Genossenschaft und kauft ihr im Gegenzug den erzeugten Strom wieder ab. Der Strompreis ist für die Dauer der Dachverpachtung festgelegt und gibt dem Bistum somit Planungssicherheit. Mit dieser für das Bistum neuartigen Kooperationsform wird Klimaschutz finanzierbar. Die Partnerin, die zunächst vom Bistum den Zuschlag erhielt, ist die EnergieVISION eG, eine kirchliche Energiegenossenschaft mit Sitz im Bistum Augsburg. Gebaut wurden die Photovoltaik-Anlagen von der Firma SchoEnergie aus Föhren.

„Unsere Idee war und ist es, die Schöpfungsverantwortung im Raum der Kirche zu stärken“, betont Dr. Thomas Wienhardt. Er ist Vorstandsvorsitzender von EnergieVISION eG. Gegründet wurde die Genossenschaft 2012. „Nachdem Beratung nicht ausreichte, entschlossen wir uns, eine Genossenschaft zu gründen – als Dienstleisterin für kirchliche Einrichtungen.“ EnergieVISION eG projektiert, finanziert und betreibt die Anlagen. In der Zwischenzeit betreiben die Augsburger elf Projekte, eines davon in der Ukraine. Nun kommen noch die vier im Bistum Trier dazu. Obwohl der gesellschaftliche Diskurs in Richtung erneuerbarer Energien weise, werde das gesetzliche Umfeld für Projekte dieser Art komplizierter. „Es gibt heute viel mehr Regeln, und die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist massiv zurückgegangen, was zum Teil sicher richtig war, um marktfähig zu werden“, erklärt Wienhardt. „Uns aber führt es momentan ans Limit der Wirtschaftlichkeit.“ Die Lieferung von Strom sei an viele Details gebunden.

Schöpfungsbewahrung ist wichtiges Thema im Religionsunterricht

Nicht zuletzt profitieren auch die Schulen von den Photovoltaik-Anlagen. „Klimaschutz spielte in der Vergangenheit und spielt immer noch eine große Rolle am AMG“, betont Dr. Mario Zeck, Leiter des Angela-Merici-Gymnasiums. „Schon vor Jahren wurde hier ein Photovoltaik-Verein gegründet, bestehend aus Kolleginnen und Kollegen, Eltern sowie Schülerinnen, dessen Ziel die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des AMG und die Nutzung der Solarenergie war.“ Mit hohem Engagement versuchte man über Jahre vergebens, Unterstützung für dieses Anliegen zu erhalten. Ergebnislos musste der Verein nach Jahren aufgelöst werden.

„Nun erhielten wir die Nachricht, dass es doch geht. Aus energie- und umweltpolitischen Gründen freuen wir uns, dass unser Haus durch sein Dasein einen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann“, betont Zeck. Selbstverständlich werde das Thema im Unterricht thematisiert, und zwar nicht nur in klassischen Bereichen wie Erdkunde und Sozialkunde, „sondern auch im Fach Religion, in dem die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für die Bewahrung der Schöpfung ein wichtiges Anliegen ist.“

Charlotte Kleinwächter ist zufrieden, dass die PV endlich realisiert wurden. „Es war ein langer Weg bis dahin, weil vieles Neuland für unsere Behörde war. Umso schöner, dass nun echter Ökostrom auf Bistumsdächern, noch dazu auf Schulen, produziert wird! Damit hat das Bistum endlich ein nach außen sichtbares Zeichen, dass es sein Klimaschutz-Engagement ernst meint.“

Klimaschutz und ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung sind seit langem ein wichtiges Anliegen des Bistums Trier. Schon 2009 traf die Bistumsleitung die Entscheidung, ein umfassendes Klimaschutzkonzept zu erstellen. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien für das Bistum überarbeitet und konkrete Handlungsanweisungen für die kirchlichen Angestellten erlassen. Vorangetrieben wird das Thema unter anderem von der diözesanen Kommission für Umweltfragen in Kooperation mit der  Klimaschutzmanagerin.


Umweltgerecht veranstalten

Trier. - Der Bereich "Bistumsveranstaltungen" im bischöflichen Generalvikariat hat in Zusammenarbeit mit der Klimainitiative ENERGIEBEWUSST einen Leitfaden zur schöpfungsgerechten Organisation und Durchführung von kirchlichen Veranstaltungen entwickelt. Er enthält viele Hinweis und Tipps, wie auch größere Feste umweltschonend gefeiert werden können.


Charlotte Kleinwächter folgt auf Dr. Gundo Lames

Neue Vorsitzende in der Umweltkommission

Trier. - Zum 15. Mai wurde die Klimaschutzmanagerin des Bistums Trier, Charlotte Kleinwächter, von Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg zur Leiterin der Diözesankommission für Umweltfragen (DKU) berufen. Die Position war nach dem Tod des kommissarischen Leiters, Dr. Gundo Lames, vakant. Charlotte Kleinwächter arbeitet seit September 2016 für das Bistum Trier. In ihrer Funktion als Klimaschutzmanagerin ist sie zuständig für die Koordination und Durchführung der verschiedenen klimapolitischen Maßnahmen des Bistums, wie etwa den Klima-Fonds, die Verankerung des Klimaschutzes in den Kirchengemeinden, die Initiierung größerer Klimaschutzprojekte oder auch den Umweltpreis.

„Als Nachfolgerin von Gundo Lames gehe ich voller Ehrfurcht an die für mich neue Aufgabe“, so Kleinwächter. „Herr Lames hat in den letzten Jahren mit der Umweltkommission viel für die Umsetzung von Schöpfungsaktivitäten im Bistum bewirkt. Seine kreative und visionäre Art sowie sein Wille, Dinge zu verändern, werden der DKU fehlen.“

Das Bistum Trier engagiert sich mit verschiedenen Einrichtungen seit vielen Jahren in seiner Schöpfungsverantwortung für den Umwelt- und Klimaschutz. Die Diözesankommission für Umweltfragen ist das Gremium, bei dem die Fäden zusammen laufen und von dem Impulse ausgehen. Ihre Mitglieder werden vom Bischöflichen Generalvikar berufen und kommen aus verschiedenen Aufgabenfeldern im Generalvikariat, aus dem Bistumsdienst, wie auch aus dem Ehrenamt.

Aufgabe der Kommission ist es, das Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt in den Dienststellen und Kirchengemeinden des Bistums vor dem Hintergrund des christlichen Schöpfungsverständnisses und Menschenbildes zu fördern. Die DKU soll zudem die Kirchengemeinden und Dienststellen des Bistums in Fragen des Umweltschutzes beraten und den Kontakt mit anderen kirchlichen und gesellschaftlichen Institutionen und Gruppen in ökologischen Fragen halten und für diese Ansprechpartner sein. Die DKU hat ökologische Leitlinien inklusive Handlungsempfehlungen für das Bistum erarbeitet und überprüft deren Umsetzung.


Verbände appellieren an das Land Rheinland-Pfalz

Kein Steuergeld ohne Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit

Mainz. - In einem gemeinsamen Appell fordern mehr als 40 Verbände und Organisationen von der rheinland-pfälzischen Landesregierung tiefgreifende ökosoziale Maßnahmen – insbesondere bei staatlichen Stützungs- und Konjunkturprogrammen im Zuge der Corona-Krise. Den „Mainzer Appell“ haben auch zahlreiche kirchliche Gruppen unterzeichnet. Aus dem Bistum Trier sind das Vertreter des Katholikenrates, der Diözesanstelle „Weltkirche“ und der Schöpfungsinitiative Koblenz. Die Diözesankommission für Umweltfragen und die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) begrüßen den Appell ebenfalls.

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Bistum Trier: Dr. Gundo Lames ist tot

Geistige Weite und kreative Spiritualität

Trier – Dr. Gundo Lames ist tot. Der langjährige Leiter des Strategiebereichs „Ziele und Entwicklung“ im Bischöflichen Generalvikariat Trier starb am Morgen des 1. April nach schwerer Krankheit. Er wurde 62 Jahre alt. Mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg trauert die ganze Dienstgemeinschaft des Bischöflichen Generalvikariates um ihren Kollegen und Weggefährten. „Mit dem Tod von Gundo Lames verliert das Bistum Trier eine visionäre Führungskraft, der mit unbändiger Energie bis in seine letzten Lebenstage hinein starke und auf Zukunft gerichtete Impulse gesetzt hat. Seine eigene Begeisterung für seine Ideen und Gedanken war ansteckend“, würdigt Generalvikar von Plettenberg den Verstorbenen. Dr. Gundo Lames war auch mit großem Engagement Förderer der Diözesankommission für Umweltfragen, zuletzt als ihr kommissarischer Leiter.

„Vorwärts-Denker“ mit Entdeckerfreude

Plettenberg beschreibt in seinem Nachruf Gundo Lames als „Vorwärts-Denker - mal antreibend und ermutigend, mal querdenkend und in Frage stellend, mal mahnend“. Die Idee, dem Synodenschlussdokument den Untertitel „Schritte in die Zukunft wagen“ zu geben, kam von Lames. „Sein Mut zur Innovation war nicht irgendeiner willkürlichen Laune geschuldet, sondern der genauen Beobachtung der je aktuellen Herausforderungen, vor denen die Kirche in ihrem gesellschaftlichen Umfeld steht“, schreibt der Generalvikar. Geistige Weite und menschliche Offenheit in Verbindung mit einer kreativen Spiritualität seien seine Markenzeichen gewesen. „Nicht den ausgetretenen und gewohnten Wegen galt sein besonderes Interesse. Vielmehr wagte er sich mit Neugier und Entdeckerfreude dem Fremden zu, um daraus Impulse abzuleiten für neue Formen kirchlichen Lebens bei uns.“

Arbeit in der langfristigen Perspektive

In der Leitung des Strategiebereiches „Ziele und Entwicklung“ sei es ihm darum gegangen, zielgerichtete Prozesse anzustoßen. Dabei habe er die langfristige Perspektive bevorzugt und stets darauf gedrängt, ab und zu inne zu halten, um auf den vergangenen Weg zu reflektieren und zu prüfen, ob man noch auf dem zielführenden Weg ist. „Wer mit ihm zusammen gearbeitet hat, musste mit ihm ringen. Er liebte die Kontroverse und die Auseinandersetzung um der guten Sache willen. Qualität, Nachhaltigkeit und Glaubwürdigkeit waren dabei für ihn die wesentlichen Kriterien“, schreibt von Plettenberg.

Bischof und Generalvikar bitten um das Gebet für den Verstorbenen, seine Familie und alle, die um ihn trauern. In der Ostkrypta des Trierer Doms liegt ab dem 2. April bei einem Foto von Gundo Lames ein Kondolenzbuch aus. Sobald es wieder möglich ist, werde es einen öffentlichen Gedenkgottesdienst für den Verstorbenen geben, kündigte von Plettenberg an.

Theologe, pastoraler Planer, Synodaler

Gundo Lames wurde 1957 geboren. Der Diplom-Theologe, der auch Studien in Philosophie und Soziologie sowie Ausbildungen in systemischer Organisationsberatung, Konfliktmanagement, Projektmanagement und Psychodrama absolvierte, war Mitglied der Bistumssynode 2013-2016 und hatte den Umsetzungsprozess maßgeblich mit gesteuert. Nach dem Studium hatte Lames zunächst als Erziehungshelfer im Eduardstift Helenenberg und in der Katholischen Auslandsseelsorge Türkei – Irak gearbeitet, bevor er ab August 1988 als Pastoralreferent in den Dienst des Bistums Trier eintrat. Bis 1992 arbeitete er im Pfarrverband Saarbrücken und als Religionslehrer an der Gesamtschule „Bellevue“. Zwischen 1992 und 1998 war er als wissenschaftlicher Assistent an der Theologischen Fakultät Trier tätig; 1998 wurde er in Trier zum Doktor der Theologie promoviert. Danach arbeitete er in der Gemeindeberatung des Bistums, bevor er 2001 Leitungsfunktionen im Bereich „Pastorale Planung“ übernahm.  Mit Wirkung vom 1. Dezember 2004 wurde ihm die Leitung der damaligen Abteilung 1 „Grundsatzfragen“ und die Aufgabe des Stellvertretenden Leiters der Hauptabteilung 2 „Pastorale Dienste“ im Generalvikariat Trier übertragen. Seit dem 1. November 2006 hatte er den Strategiebereich „Ziele und Entwicklung“ im BGV geleitet.

(JR)