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auf den Umwelt-Seiten des Bistums Trier

Klimastreik in Trier beginnt mit ökumenischer Andacht

„Die Erde gehört uns nicht!“

Trier. – „Wir setzen unseren Lebensraum aufs Spiel und zerstören den Lebensraum anderer Nationen“, deswegen sei es wichtiger denn je, für Klimagerechtigkeit zu demonstrieren, so Superintendent Jörg Weber vom Evangelischen Kirchenkreis in Trier. Gemeinsam mit dem Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg hatte Jörg Weber zur Teilnahme am Globalen Klimastreik aufgerufen, der mit einer ökumenischen Andacht vor dem Trierer Dom begann. „Die Erde gehört uns nicht“, betonte deswegen auch Anna Werle, Ökumenereferentin des Bistums Trier. Aus Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“- Bewegung hatten Mitglieder des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit den Aufruf „Churches for Future“ („Kirchen für die Zukunft“) initiiert, der auch an diesem Klimastreik beteiligt war.

Es war die erste Demonstration des weltweiten Netzwerks „Fridays for future“ seit der Corona-Pandemie: Gemeinsam hatten der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, und der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Dr. Jörg Weber, Christen zum Gebet und zur Teilnahme an den Demonstrationen für Klimagerechtigkeit am 25. September aufgerufen ("Aufruf zum Gebet und zur Teilnahme an Demonstrationen für eine gute Zukunft für alle Menschen auf unserer Erde"). Erneut waren Menschen jeden Alters aufgerufen, für gute Zukunftsbedingungen aller Menschen durch die Begrenzung des menschengemachten Klimawandels zu demonstrieren – natürlich unter Einhaltung der Corona-Abstandsregeln.

„Die Proteste von „Fridays for Future“ bleiben berechtigt“, betonten von Plettenberg und Weber. „Die Eisschmelze in Grönland und der Antarktis folgt den schlimmsten Klimawandel-Szenarien; die Brände im Amazonas lassen nicht nach; im Sudan dagegen herrschen gerade die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten.“ Das seien nur die jüngsten Beispiele für der Klimakrise, die weltweit Leben und Lebensgrundlagen vernichte. Sie verschärfe bestehende Ungleichheiten und gefährde Menschenrechte. „Wir sind aufgerufen, aus dem Glauben heraus für die Bewahrung der Schöpfung aufzustehen und als Teil dieser Schöpfung Verantwortung für sie zu übernehmen.“ Deshalb organisiere die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) die jährliche ökumenische Schöpfungszeit im September, deshalb wurde das ökumenische Netzwerk Klimagerechtigkeit gegründet „und deshalb unterstützen wir die globale Klimabewegung.“

Ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung ist ein wichtiges Anliegen des Bistums Trier. 2009 traf die Bistumsleitung die Entscheidung, ein Klimaschutzkonzept zu erstellen. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien überarbeitet und Handlungsanweisungen für alle kirchlichen Angestellten erlassen. Vorangetrieben wird das Thema im Bistum Trier unter anderem von der Diözesanen Kommission für Umweltfragen (DKU). Die DKU unterstützt ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit als Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung.

Für weitere Informationen:

https://fridaysforfuture.de

www.kirchen-fuer-klimagerechtigkeit.de

  • Die bischöfliche St. Matthias-Schule in Bitburg hatte sich dazu entschieden, am Freitag das Gebet zu Beginn des Schultages zu nutzen, um diese Solidarität zu zeigen: Freitagmorgen um 8 Uhr wurde ein Beitrag von Schülerinnen und Schülern über die Sprechanlage in alle Klassen übertragen. Zudem wurden den Kollegen weitere Kopiervorlagen für eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Thematik zur Verfügung gestellt.
  • Am Sonntag, den 27. September, fand auf dem Außengelände um die Rochuskapelle der zweite Binger Klima-, Umwelt- und Schöpfungstag statt. Veranstalter war das ökumenische Netzwerk „churches for future Bingen“. Die Veranstaltung begann um 12:15 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst am Außenaltar der Rochuskapelle, der von Pfarrerin Tanja Brinkhaus-Bauer (Ev. Johanneskirche) und Pfarrer Markus Lerchl (Basilika St. Martin) und weiteren Personen geleitet wurde.

Die Trierer Förderschule St. Josef beim Globalen Klimastreik

Zwei Mittelstufenklassen der Bischöflichen Förderschule St. Josef beteiligten sich am Globalen Klimastreik: Sie begannen den Tag, indem sie die Schöpfungsgeschichte visuell darstellten und einen Morgenimpuls auf dem Schulhof veranstalteten. Anschließend begaben sie sich mit selbstgebastelten Transparenten zum Domfreihof. Dort nahmen sie am Impuls an der Liebfrauenkirche und an der anschließenden Demonstration teil.

Ökumenische Initiative mit Jahresmotto (w)einklang

Den September als Schöpfungszeit gestalten

Trier - Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) lädt auch in diesem Jahr dazu ein, die Schöpfungszeit ökumenisch zu feiern. Diese dauert traditionell vom 1. September bis 4. Oktober und steht in diesem Jahr unter dem Motto (w)einklang. Im Bistum Trier beteiligen sich verschiedenste Partner an der Gestaltung.

Die Schöpfungszeit wird als Vorbereitungszeit begangen, wie die Fastenzeit vor Ostern und der Advent vor Weihnachten. Ihr Weg gehe hin zum Erntedankfest, erklärt Barbara Schartz, Bildungsreferentin im Bistum Trier mit Themenschwerpunkt Schöpfung. „Das Erntedankfest ist für Christen der Moment, um für ausreichend Nahrung zu danken“, betont Schartz. „Auch die Natur, die wir nicht als Nahrung nutzen, können wir in dieser Zeit bewusster erleben, bestaunen und dankbar dafür sein.“

Den Anfang nahm die Schöpfungszeit mit einem Aufruf des orthodoxen Patriarchen Dimitros I. im Jahr 1989, den 1. September, den ersten Tag im orthodoxen Kirchenjahr, als Tag des Schöpfers, der Bewahrung der Schöpfung und der natürlichen Umwelt zu begehen. Seit dem Ökumenischen Kirchentag 2010 in München lädt die ACK ein, den ersten Freitag im September als Schöpfungstag und den Zeitraum vom 1. September bis 4. Oktober als Schöpfungszeit zu begehen. Im Zuge der Veröffentlichung der Umweltenzyklika „Laudato si“ führte Papst Franziskus im Jahr 2015 außerdem einen jährlichen Gebetstag für die Schöpfung am 1. September.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es unter www.keb-schoepfung.de.

Vier Schulen werden mit Solarenergie ausgestattet

Energiewende im Bistum Trier vorangetrieben

Trier – Es ist ein Schlüsselprojekt für den Klimaschutz im Bistum Trier: In den vergangenen Wochen wurden, angefangen beim Trierer Angela-Merici-Gymnasium (AMG), bistumsweit vier kirchliche Schulen mit Photovoltaik-Anlagen (PV) ausgestattet. Es handelt sich in der Summe um eine Fläche von knapp 1.000 Quadratmetern, die jährlich bis zu 165.000 Kilowattstunden Strom produzieren, und damit fast 96 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen einsparen kann. Neben dem AMG befinden sich die Anlagen auf den Dächern der Grundschule am Dom in Trier, der St. Matthias-Grundschule in Bitburg und der St. Franziskus-Schule in Koblenz. Zusammen bilden sie den Startschuss für weitere PV auf weiteren Schulen und Immobilien des Bistums.

„Das Bistum hat das ehrgeizige Ziel, seine CO2-Emissionen bis 2040 zu halbieren. Durch CO2-Einsparung bei den bistumseigenen Liegenschaften wollen wir auch ein öffentliches Zeichen setzen“, betonte Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Weitere mit dem Ausbau der Photovoltaik auf Schuldächern verbundene Ziele seien grundsätzlich der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Bildungsarbeit im Zuge der Energiewende. Die Entscheidung der Bistumsleitung, dass künftig Dächer von Schulgebäuden als Flächen für Photovoltaik genutzt werden können, fiel bereits 2018. Für die weitere Planung wurde unter Federführung der Klimaschutzmanagerin der Diözese Trier, Charlotte Kleinwächter, eine abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe gebildet. Noch im selben Jahr wurde eine erste Eignungsanalyse für alle Bistums-Schuldächer präsentiert.

Zusammenarbeit mit kirchlicher Energiegenossenschaft

Das Bistum Trier hat sich grundsätzlich für die Zusammenarbeit mit Energiegenossenschaften beim PV-Bau entschieden. Dabei erhält das Bistum die Pachteinnahmen von der Genossenschaft und kauft ihr im Gegenzug den erzeugten Strom wieder ab. Der Strompreis ist für die Dauer der Dachverpachtung festgelegt und gibt dem Bistum somit Planungssicherheit. Mit dieser für das Bistum neuartigen Kooperationsform wird Klimaschutz finanzierbar. Die Partnerin, die zunächst vom Bistum den Zuschlag erhielt, ist die EnergieVISION eG, eine kirchliche Energiegenossenschaft mit Sitz im Bistum Augsburg. Gebaut wurden die Photovoltaik-Anlagen von der Firma SchoEnergie aus Föhren.

„Unsere Idee war und ist es, die Schöpfungsverantwortung im Raum der Kirche zu stärken“, betont Dr. Thomas Wienhardt. Er ist Vorstandsvorsitzender von EnergieVISION eG. Gegründet wurde die Genossenschaft 2012. „Nachdem Beratung nicht ausreichte, entschlossen wir uns, eine Genossenschaft zu gründen – als Dienstleisterin für kirchliche Einrichtungen.“ EnergieVISION eG projektiert, finanziert und betreibt die Anlagen. In der Zwischenzeit betreiben die Augsburger elf Projekte, eines davon in der Ukraine. Nun kommen noch die vier im Bistum Trier dazu. Obwohl der gesellschaftliche Diskurs in Richtung erneuerbarer Energien weise, werde das gesetzliche Umfeld für Projekte dieser Art komplizierter. „Es gibt heute viel mehr Regeln, und die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist massiv zurückgegangen, was zum Teil sicher richtig war, um marktfähig zu werden“, erklärt Wienhardt. „Uns aber führt es momentan ans Limit der Wirtschaftlichkeit.“ Die Lieferung von Strom sei an viele Details gebunden.

Schöpfungsbewahrung ist wichtiges Thema im Religionsunterricht

Nicht zuletzt profitieren auch die Schulen von den Photovoltaik-Anlagen. „Klimaschutz spielte in der Vergangenheit und spielt immer noch eine große Rolle am AMG“, betont Dr. Mario Zeck, Leiter des Angela-Merici-Gymnasiums. „Schon vor Jahren wurde hier ein Photovoltaik-Verein gegründet, bestehend aus Kolleginnen und Kollegen, Eltern sowie Schülerinnen, dessen Ziel die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des AMG und die Nutzung der Solarenergie war.“ Mit hohem Engagement versuchte man über Jahre vergebens, Unterstützung für dieses Anliegen zu erhalten. Ergebnislos musste der Verein nach Jahren aufgelöst werden.

„Nun erhielten wir die Nachricht, dass es doch geht. Aus energie- und umweltpolitischen Gründen freuen wir uns, dass unser Haus durch sein Dasein einen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann“, betont Zeck. Selbstverständlich werde das Thema im Unterricht thematisiert, und zwar nicht nur in klassischen Bereichen wie Erdkunde und Sozialkunde, „sondern auch im Fach Religion, in dem die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für die Bewahrung der Schöpfung ein wichtiges Anliegen ist.“

Charlotte Kleinwächter ist zufrieden, dass die PV endlich realisiert wurden. „Es war ein langer Weg bis dahin, weil vieles Neuland für unsere Behörde war. Umso schöner, dass nun echter Ökostrom auf Bistumsdächern, noch dazu auf Schulen, produziert wird! Damit hat das Bistum endlich ein nach außen sichtbares Zeichen, dass es sein Klimaschutz-Engagement ernst meint.“

Klimaschutz und ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung sind seit langem ein wichtiges Anliegen des Bistums Trier. Schon 2009 traf die Bistumsleitung die Entscheidung, ein umfassendes Klimaschutzkonzept zu erstellen. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien für das Bistum überarbeitet und konkrete Handlungsanweisungen für die kirchlichen Angestellten erlassen. Vorangetrieben wird das Thema unter anderem von der diözesanen Kommission für Umweltfragen in Kooperation mit der  Klimaschutzmanagerin.

Umweltgerecht veranstalten

Der Bereich "Bistumsveranstaltungen" im bischöflichen Generalvikariat hat in Zusammenarbeit mit der Klimainitiative ENERGIEBEWUSST einen Leitfaden zur schöpfungsgerechten Organisation und Durchführung von kirchlichen Veranstaltungen entwickelt. Er enthält viele Hinweis und Tipps, wie auch größere Feste umweltschonend gefeiert werden können.

Radrundkurs um den Dom

Bistums-Radteam „a bicicleta - aufs Rad!“ übertrifft Erwartungen

Trier – Da musste der Römerexpress kurz mal warten: Bischof Dr. Stephan Ackermann, Umweltdezernent Andreas Ludwig und rund 80 weitere Fahrradfreunde haben am Donnerstag, 25, Juni, gemeinsam in die Pedale getreten. Mit der Aktion „Radrundkurs um den Dom“ im Rahmen des diesjährigen Trierer Stadtradelns unterstützt die Bolivienpartnerschaft im Bistum Trier ein Aufforstungsprojekt am Amazonas.

Bis zum 6. Juli war das Bistums-Radteam „a bicicleta - aufs Rad!“ zudem schon rund 17.000 im Rahmen des Trierer Stadtradelns gefahren. Damit wurde das selbst gesteckte Ziel - mit 10.000 Kilometer die Strecke nach Bolivien zu übertreffen - schon vorzeitig erreicht. Das ist ein großes Signal für eine klimafreundliche Mobilität und für die gemeinsamen Anstrengungen mit den Menschen im Partnerland Bolivien für den Klimaschutz und die Sorge um die vom Klimawandel betroffenen Menschen.

Zum 60-jährigen Jubiläum der Verbindung und der Partnerschaft mit den Menschen Boliviens soll mit dem Engagement beim Stadtradeln ein Zeichen der Solidarität gesetzt und das Klimaprojekt in Cobija im bolivianischen Amazonasgebiet unterstützt werden. Wer sich daran beteiligen möchte, überweisen bitte seine Kilometer-Cents und die seiner Sponsoren mit dem benannten Vermerk auf das unten angegebene Spendenkonto der Bolivienpartnerschaft. Herzlichen Dank!

Weitere Infos zur Aktion gibt es hier: www.bolivienpartnerschaft.bistum-trier.de/

Das Projekt: Aufforstung im Amazonasregenwald

Santa Rosa del Abuna ist ein Ort in der Nähe der Stadt Cobija. Die Gegend ist geprägt vom Regenwald des Amazonas-Tieflands. Vor Ort sind die Folgen des Klimawandels auf die Umwelt und damit auf die Lebenssituation der Menschen ein großes Thema. Gerade die Waldbrände des vergangenen Jahres haben allen vor Augen geführt, wie anfällig das Ökosystem sein kann. Hier engagieren sich Familien mit der Einführung von Agroforst-Anbauformen um ein Leben mit dem Regenwald und setzen sich für seinen Schutz ein. Landwirtschaftlicher Anbau geschieht in Verbindung mit dem Regenwald. Ca. 100 Hektar verbrannter Wald sollen wieder aufgeforstet werden.

Spendenkonto: Bistum Trier - IBAN DE62 3706 0193 3007 8480 47
Pax Bank - Vermerk: 300 033 Klimaprojekt Cobija


Charlotte Kleinwächter folgt auf Dr. Gundo Lames

Neue Vorsitzende in der Umweltkommission

Zum 15. Mai wurde die Klimaschutzmanagerin des Bistums Trier, Charlotte Kleinwächter, von Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg zur Leiterin der Diözesankommission für Umweltfragen (DKU) berufen. Die Position war nach dem Tod des kommissarischen Leiters, Dr. Gundo Lames, vakant. Charlotte Kleinwächter arbeitet seit September 2016 für das Bistum Trier. In ihrer Funktion als Klimaschutzmanagerin ist sie zuständig für die Koordination und Durchführung der verschiedenen klimapolitischen Maßnahmen des Bistums, wie etwa den Klima-Fonds, die Verankerung des Klimaschutzes in den Kirchengemeinden, die Initiierung größerer Klimaschutzprojekte oder auch den Umweltpreis.

„Als Nachfolgerin von Gundo Lames gehe ich voller Ehrfurcht an die für mich neue Aufgabe“, so Kleinwächter. „Herr Lames hat in den letzten Jahren mit der Umweltkommission viel für die Umsetzung von Schöpfungsaktivitäten im Bistum bewirkt. Seine kreative und visionäre Art sowie sein Wille, Dinge zu verändern, werden der DKU fehlen.“

Das Bistum Trier engagiert sich mit verschiedenen Einrichtungen seit vielen Jahren in seiner Schöpfungsverantwortung für den Umwelt- und Klimaschutz. Die Diözesankommission für Umweltfragen ist das Gremium, bei dem die Fäden zusammen laufen und von dem Impulse ausgehen. Ihre Mitglieder werden vom Bischöflichen Generalvikar berufen und kommen aus verschiedenen Aufgabenfeldern im Generalvikariat, aus dem Bistumsdienst, wie auch aus dem Ehrenamt.

Aufgabe der Kommission ist es, das Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt in den Dienststellen und Kirchengemeinden des Bistums vor dem Hintergrund des christlichen Schöpfungsverständnisses und Menschenbildes zu fördern. Die DKU soll zudem die Kirchengemeinden und Dienststellen des Bistums in Fragen des Umweltschutzes beraten und den Kontakt mit anderen kirchlichen und gesellschaftlichen Institutionen und Gruppen in ökologischen Fragen halten und für diese Ansprechpartner sein. Die DKU hat ökologische Leitlinien inklusive Handlungsempfehlungen für das Bistum erarbeitet und überprüft deren Umsetzung.


Verbände appellieren an das Land Rheinland-Pfalz

Kein Steuergeld ohne Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit

In einem gemeinsamen Appell fordern mehr als 40 Verbände und Organisationen von der rheinland-pfälzischen Landesregierung tiefgreifende ökosoziale Maßnahmen – insbesondere bei staatlichen Stützungs- und Konjunkturprogrammen im Zuge der Corona-Krise. Den „Mainzer Appell“ haben auch zahlreiche kirchliche Gruppen unterzeichnet. Aus dem Bistum Trier sind das Vertreter des Katholikenrates, der Diözesanstelle „Weltkirche“ und der Schöpfungsinitiative Koblenz. Die Diözesankommission für Umweltfragen und die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) begrüßen den Appell ebenfalls.

Lesen Sie den ganzen Artikel.


Laudato Si' Woche

Am 18. Juni 2015 hat Papst Franziskus mit der Veröffentlichung der Enzyklika "Laudato si'" einen wichtigen Impuls für die Kirche gegeben. Jetzt, fünf Jahre danach, sind seine Forderungen brennender denn je. Ziel der Woche, zu der Papst Franziskus vom 16. bis zum 24. Mai aufruft, soll es sein, über weitere Initiativen im Bereich Engagement für die Umwelt nachzudenken, die während der Schöpfungszeit im September umgesetzt werden können. 

Die Stabsstelle Umweltmanagement des Erzbistums Köln bietet aufgrund der aktuellen Situation drei Webinare (jeweils um 18 Uhr) an, bei denen sich Interessierte in Bezug auf das Thema Umwelt informieren und inspirieren lassen können. Die Anmeldung für die Webinare ist auch für Teilnehmende aus dem Bistum Trier kurzfristig möglich:

Christian Dahm vom Netzwerk Energie und Kirche spricht über richtiges Temperieren und Heizen von Kirchen: > Anmeldung zum Webinar am Montag, 18. Mai 2020 um 18 Uhr

Misereor lädtzum Austausch über das Thema Globale Gerechtigkeit in der Klimakrise ein:  > Anmeldung zum Webinar am Dienstag, 19. Mai 2020 um 18 Uhr

Rana Matthias Bose vom Lehrstuhl für Christliche Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU bietet Inhalte der Enzyklika Laudato Si als Thema an: > Anmeldung zum Webinar am Mittwoch, 20. Mai 2020 um 18 Uhr

Setzen Sie ein Zeichen der Solidarität in einem gemeinsamen Gebetsmoment am 24. Mai um 12 Uhr Ortszeit. Katholiken auf der ganzen Welt werden im Geiste vereint sein, denn “alles ist miteinander verbunden”.

Bistum Trier: Dr. Gundo Lames ist tot

Geistige Weite und kreative Spiritualität

Trier – Dr. Gundo Lames ist tot. Der langjährige Leiter des Strategiebereichs „Ziele und Entwicklung“ im Bischöflichen Generalvikariat Trier starb am Morgen des 1. April nach schwerer Krankheit. Er wurde 62 Jahre alt. Mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg trauert die ganze Dienstgemeinschaft des Bischöflichen Generalvikariates um ihren Kollegen und Weggefährten. „Mit dem Tod von Gundo Lames verliert das Bistum Trier eine visionäre Führungskraft, der mit unbändiger Energie bis in seine letzten Lebenstage hinein starke und auf Zukunft gerichtete Impulse gesetzt hat. Seine eigene Begeisterung für seine Ideen und Gedanken war ansteckend“, würdigt Generalvikar von Plettenberg den Verstorbenen. Dr. Gundo Lames war auch mit großem Engagement Förderer der Diözesankommission für Umweltfragen, zuletzt als ihr kommissarischer Leiter.

„Vorwärts-Denker“ mit Entdeckerfreude

Plettenberg beschreibt in seinem Nachruf Gundo Lames als „Vorwärts-Denker - mal antreibend und ermutigend, mal querdenkend und in Frage stellend, mal mahnend“. Die Idee, dem Synodenschlussdokument den Untertitel „Schritte in die Zukunft wagen“ zu geben, kam von Lames. „Sein Mut zur Innovation war nicht irgendeiner willkürlichen Laune geschuldet, sondern der genauen Beobachtung der je aktuellen Herausforderungen, vor denen die Kirche in ihrem gesellschaftlichen Umfeld steht“, schreibt der Generalvikar. Geistige Weite und menschliche Offenheit in Verbindung mit einer kreativen Spiritualität seien seine Markenzeichen gewesen. „Nicht den ausgetretenen und gewohnten Wegen galt sein besonderes Interesse. Vielmehr wagte er sich mit Neugier und Entdeckerfreude dem Fremden zu, um daraus Impulse abzuleiten für neue Formen kirchlichen Lebens bei uns.“

Arbeit in der langfristigen Perspektive

In der Leitung des Strategiebereiches „Ziele und Entwicklung“ sei es ihm darum gegangen, zielgerichtete Prozesse anzustoßen. Dabei habe er die langfristige Perspektive bevorzugt und stets darauf gedrängt, ab und zu inne zu halten, um auf den vergangenen Weg zu reflektieren und zu prüfen, ob man noch auf dem zielführenden Weg ist. „Wer mit ihm zusammen gearbeitet hat, musste mit ihm ringen. Er liebte die Kontroverse und die Auseinandersetzung um der guten Sache willen. Qualität, Nachhaltigkeit und Glaubwürdigkeit waren dabei für ihn die wesentlichen Kriterien“, schreibt von Plettenberg.

Bischof und Generalvikar bitten um das Gebet für den Verstorbenen, seine Familie und alle, die um ihn trauern. In der Ostkrypta des Trierer Doms liegt ab dem 2. April bei einem Foto von Gundo Lames ein Kondolenzbuch aus. Sobald es wieder möglich ist, werde es einen öffentlichen Gedenkgottesdienst für den Verstorbenen geben, kündigte von Plettenberg an.

Theologe, pastoraler Planer, Synodaler

Gundo Lames wurde 1957 geboren. Der Diplom-Theologe, der auch Studien in Philosophie und Soziologie sowie Ausbildungen in systemischer Organisationsberatung, Konfliktmanagement, Projektmanagement und Psychodrama absolvierte, war Mitglied der Bistumssynode 2013-2016 und hatte den Umsetzungsprozess maßgeblich mit gesteuert. Nach dem Studium hatte Lames zunächst als Erziehungshelfer im Eduardstift Helenenberg und in der Katholischen Auslandsseelsorge Türkei – Irak gearbeitet, bevor er ab August 1988 als Pastoralreferent in den Dienst des Bistums Trier eintrat. Bis 1992 arbeitete er im Pfarrverband Saarbrücken und als Religionslehrer an der Gesamtschule „Bellevue“. Zwischen 1992 und 1998 war er als wissenschaftlicher Assistent an der Theologischen Fakultät Trier tätig; 1998 wurde er in Trier zum Doktor der Theologie promoviert. Danach arbeitete er in der Gemeindeberatung des Bistums, bevor er 2001 Leitungsfunktionen im Bereich „Pastorale Planung“ übernahm.  Mit Wirkung vom 1. Dezember 2004 wurde ihm die Leitung der damaligen Abteilung 1 „Grundsatzfragen“ und die Aufgabe des Stellvertretenden Leiters der Hauptabteilung 2 „Pastorale Dienste“ im Generalvikariat Trier übertragen. Seit dem 1. November 2006 hatte er den Strategiebereich „Ziele und Entwicklung“ im BGV geleitet.

(JR)    

Empfehlung für die Temperierung in Gemeindehäusern, Kitas und Kirchen, die wegen Corona geschlossen wurden.

Nachdem die Gemeindehäuser und Kitas geschlossen wurden und die Zusammenkunft zu Gottesdiensten in Kirchen verboten ist, bitten wir darum, die Heizungen entsprechend herunterzufahren.

  • In Gemeindehäusern sollte die Absenktemperatur auf Frostschutz verringert werden.
  • Auch in Kirchen die Heizung auf Frostschutz oder 5 – max. 8°C einstellen, da die sonntäglichen Aufheizungen ja nicht erforderlich sind.
  • Besonders wichtig ist: Kirchen nicht lüften, wenn draußen die Frühlingsluft wärmer wird! (Die warme Luft von außen kann mehr Wasser speichern, das an den kalten Kirchenwänden sofort kondensieren würde und zu Feuchteschäden führen kann.)
  • In Zeitschaltuhren oder Wochenprogrammen bitte die Aufheizzeiten für Veranstaltungen und Gottesdienste entfernen.
  • Je nach Verlauf der Witterung kann auch ein frühzeitiger Umstieg auf den Sommermodus oder die Abschaltung der Heizung erwogen werden.
  • Diese Maßnahmen schonen die Schöpfung, senken den Energieverbrauch und sparen Kosten. Wir danken für Ihre Unterstützung.

TIPP: Notieren Sie alle Veränderungen, die Sie vorgenommen haben. Und informieren Sie die Personen, die mit Ihnen für die Gebäude verantwortlich sind. Das stellt sicher, dass alle Gebäude rasch wieder bereit sind, wenn der Normalbetrieb hoffentlich bald wieder beginnen kann.

Und für Profis:
Erfassen sie regelmäßig die Energieverbräuche ihrer Gebäude? Dann empfiehlt sich jetzt ein außerplanmäßiges Ablesen aller Zählerstände. Machen Sie das auch, wenn der Betrieb wieder losgeht. Dann können Sie die Ruhepause bei der Beurteilung der Energieverbräuche berücksichtigen.


Klimainitiative sucht die ältesten Heizungspumpen

Alte Heizungspumpen sind oft überdimensioniert. Sie verbrauchen deshalb unnötig viel Strom, was letztendlich zu überhöhten Kosten führt. Der Austausch von älteren Pumpen gegen moderne Hocheffizienzpumpen wird derzeit noch vom Bund gefördert. Deshalb schreibt die Klimainitiative einen Wettbewerb aus, um die ältesten Heizungspumpen im Bistum ausfindig zu machen. Details zum Wettbewerb finden Sie im Flyer, den Sie hier herunterladen können.