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Bistum unterstützt mit Domradeln Forstprojekte in Bolivien

Runde für Runde ein Baum

Trier – Radeln für Bäume. Für insgesamt 72 Baumsetzlinge in einem Aufforstungsprojekt in Bolivien haben 24 Teilnehmende des Bistums Trier beim diesjährigen „Domradeln“ am 7. Juni Spenden gesammelt. Das Domradeln ist eine Aktion des Bistums im Rahmen des „Stadtradelns“, einer Initiative verschiedener Kommunen, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Beim Domradeln legen die Teilnehmenden zuvor einen Spendenbetrag für eine gewisse Strecke fest. Mit den Radrunden um den Dom werden Baumpflanzprojekte in Bolivien unterstützt. Mit 5 Euro kann die Pflege eines Setzlings ermöglicht werden.

„Wir haben über 361 Kilometer zusammenbekommen – ein tolles Ergebnis“, sagt Katharina Nilles, Bolivien-Referentin bei der Diözesanstelle Weltkirche. Im vergangenen Jahr kamen trotz Corona-Einschränkungen sogar rund 600 Spendenkilometer zusammen. Damit konnten 120 Baumsetzlinge finanziert werden, mit denen Flächen im Amazonas-Regenwald wieder aufgeforstet wurden, die den Waldbränden der Jahre 2019 und 2020 zum Opfer gefallen waren.

In diesem Jahr liegt das Hauptaugenmerk auf der Region Aiquile. Aiquile ist eine Kleinstadt in den Hochtälern Boliviens, etwa 200 Kilometer entfernt von Cochabamba. „Der größte Teil der Menschen lebt von der Landwirtschaft oder von der Viehzucht“, erklärt Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle. Die Folgen des Klimawandels zeigten sich auch dort: „Immer häufiger kommt es zu Dürreperioden, die den Menschen die Arbeit erschweren. Außerdem werden Umweltprobleme geschaffen durch die zunehmende Anwendung von chemischen Düngern und Pestiziden.“ Abholzung und Brandrodung verschärften die Lage zusätzlich. Die Umweltproblematik ziehe verschiedene Probleme nach sich: „Durch die erschwerten Bedingungen zieht es viele Menschen in die größeren Städte. Dort suchen sie saisonweise nach Arbeit, um das Familieneinkommen aufzubessern.“

Die Kirche vor Ort betreibt einen Radiosender, der es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht hat, die Bevölkerung auf dem Land über nachhaltige Anbaumethoden aufzuklären und ein Bewusstsein für den Umweltschutz zu schaffen. Außerdem forsten die Partner vor Ort abgeholzte Flächen in der Nähe ihrer Wasserquellen auf, um ein Zeichen für Schöpfungsbewahrung zu setzen und um ihre Wasserversorgung zu sichern. Mit den Spenden aus dem Domradeln werden diese Projekte unterstützt.

Das Trierer Stadtradeln geht noch bis zum 19 Juni. Es ist die inzwischen sechste Aktion, an der in diesem Jahr über 1200 Radelnde teilnehmen. Beim Stadtradeln geht es darum, möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Mehr Informationen zur Bolivienpartnerschaft des Bistums gibt es auf: https://www.bolivienpartnerschaft.bistum-trier.de. Alles zum Stadtradeln findet sich unter: https://www.stadtradeln.de


Bistum stoppt Planung und Bau von fossilen Heizungsanlagen

Verantwortung für die Schöpfung

Trier - Das Bistum Trier erlässt für ein Jahr einen Planungs- und Baustopp für Heizungsanlagen mit fossilen Brennstoffen für die Immobilien des Bistums und der Kirchengemeinden. Bis zum 31. Mai 2023 gilt, dass Generalsanierung, Austausch und Einbau von Heizungsanlagen mit ausschließlich fossilen Brennstoffen grundsätzlich nicht genehmigungsfähig sind. Instandsetzung und kleinere Maßnahmen an bestehenden Heizungsanlagen werden nur genehmigt, wenn dies den Brennstoffverbrauch signifikant verringert, eine effiziente Nutzung der beheizten Immobilie dauerhaft notwendig ist und organisatorisch sichergestellt wird, sowie wenn alternative oder ergänzende Heizungskonzepte geprüft wurden und gegebenenfalls umgesetzt werden.

„Die globale Klimakrise, der Ukraine-Krieg und unsere christliche Verantwortung für die Schöpfung zwingen uns zu einer konsequenten Abkehr von den fossilen Brennstoffen Kohle, Erdöl und Erdgas“, erklärt der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. „Das Bistum Trier will bestehende Klimaschutzziele konsequent fortschreiben und daraus abgeleitete strengere Regelungen erlassen“ – ein entsprechender Abstimmungsprozess mit den zuständigen Gremien laufe bereits. „Bis es soweit ist, dass dauerhafte verbindliche Regelungen getroffen werden, sollen nach Möglichkeit über Investitionen in Heizungsanlagen keine Tatsachen geschaffen werden, welche die Bauherren für die gesamte zukünftige Betriebszeit der Anlagen an fossile Brennstoffe binden.“

In seinem Energiebericht weist das Bistum Trier über 3.000 beheizte und mit Strom versorgte Gebäude aus. Der Gebäudetyp hat einen sehr starken Einfluss auf den spezifischen Energiebedarf. Zum Immobilienbestand des Bistums gehören unter anderem: Kirchen, Kindertagesstätten und Kindergärten, Pfarrhäuser, Pfarrheime und Pfarrzentren, Schulen und Verwaltungsgebäude. Deren Energieverbrauch lag für das Heizen im Jahr 2020 bei rund 142 Millionen Kilowattstunden; bei einem CO2-Ausstoß von knapp 40.000 Tonnen. Schon im März hatte von Plettenberg als Zeichen der Solidarität und Anteilnahme mit den Menschen in der Ukraine die Kirchengemeinden im ganzen Bistum gebeten, die Kirchenheizungen abzustellen oder wenigstens deutlich zu drosseln.


Kirche in Kappel an kommunales Nahwärme-Netzwerk angeschlossen

Trier – „Erst dachten wir, unsere Kirche ist zu groß für so etwas“, erzählt Thomas Meurer. Er ist Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kirchengemeinde Heilige Dreifaltigkeit in Kappel. „Zu groß für einen Anschluss an das Nahwärme-Netzwerk der Kommune. Da waren bisher nur Familienhäuser angeschlossen.“

Aber es hat doch geklappt, die Kirchengemeinde hat ihre, in die Jahre gekommene Ölheizung in der Pfarrkirche ausgemustert und diese an das Netzwerk angeschlossen. Nun wird die Kirche mit Holzhackschnitzel und Biomasse geheizt.

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