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Kolleginnen und Kollegen werben für mehr Klimaschutz

Unser Einsatz für gesündere Umwelt

Trier/bistumsweit - In der Schöpfungszeit haben mehrere Kolleginnen und Kollegen für mehr Klimaschutz und mehr Nachhaltigkeit geworben und auch eigene Projekte vorgestellt. Hier stellen wir alle diese guten Ideen für Sie nochmal zusammen.

Überblick über unsere Klima-Memes


Evangelische und katholische Christen demonstrieren für mehr Klimaschutz

Sorge um das „gemeinsame Haus“

Trier – „Wir müssen die ökologische und die soziale Frage zusammen sehen“, das betonten der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Dr. Jörg Weber, sowie Bischof Dr. Stephan Ackermann bei einer Ökumenischen Andacht zum Weltklimastreik am 24. September im Trierer Dom. Beide riefen nachdrücklich zum Umdenken und konsequentem Handeln angesichts der Klimakatastrophe auf. „Wir wissen um unsere Verantwortung: Wir blicken auf das Heute, wir blicken auf das Morgen und wir blicken auf unsere Verantwortung vor Gott“, so Bischof Ackermann.

„Es ermutigt mich – wie heute hier – ökumenisch für die Bewahrung der Schöpfung einzutreten und mit Andacht und Demo dafür zu sorgen, dass Klage und Hoffnung, Auftrag und Herausforderung gehört und deutlich werden“, unterstrich Superintendent Weber. Dieser Sommer habe es unumkehrbar gezeigt: „Wir müssen handeln.“ Die Flut im Ahrtal, an der Sauer, der Kyll, hier in Ehrang, die Brände in Südeuropa – sie hätten deutlich vor Augen geführt: Es dürfe kein Zögern mehr geben. „Es muss gehandelt werden. Von jedem Einzelnen und auch gemeinsam. In der Politik, der ganzen Gesellschaft, in unseren Kirchen, überall. Denn: Klimaschutz ist Menschenschutz.“

Bischof Ackermann betonte, dass man in dieser Stunde zudem in weltkirchlicher Verbundenheit mit den Diözesen Hildesheim und den Diözesen in Bolivien für das Recht auf eine lebenswerte Welt und eine gesunde Schöpfung eintrete. „Der Klimawandel, der vor allem von den Industrieländern verursacht wird, verschlechtert täglich die Lebenschancen der kommenden Generationen.“ Der Einsatz für die Schöpfung sei deshalb auch eine Frage der Gerechtigkeit, sowohl der Generationengerechtigkeit als auch der internationalen Gerechtigkeit.

Mit der Ökumenischen Andacht, die auch von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Trier sowie der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Trier mitgestaltet wurde, unterstützen das Bistum sowie der Kirchenkreis Trier ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit aus Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung.

Unter www.umwelt.bistum-trier.de findet sich der gemeinsame ökumenische Aufruf für die Andacht und den Klimastreik, sowie der Aufruf der katholischen Bischöfe von Trier, Hildesheim und Bolivien.


Weniger Licht an Kirchtürmen - Leuchtturm-Projekt der DKU für 2021/2022

Die Diözesankommission für Umweltfragen im Bistum Trier (DKU) ruft jährlich ein Leuchtturm-Projekt zu den ökologischen Leitlinien aus. Also ein Vorhaben, das eine Signalwirkung für Folgevorhaben haben und im besten Fall zu Richtungsänderungen oder Neuausrichtungen führen soll.

Wir laden Kirchengemeinden zum Mitmachen ein!

Nacht für Nacht werden Kirchentürme deutschlandweit angestrahlt und wie ein Flächennetzwerk in das Lichtermeer der Nacht hineingestellt. Das verbraucht Strom und verursacht CO2. Die Folge der nächtlichen Gebäudebeleuchtung ist auch der ökologisch schädliche, nach oben in die Biosphäre abgestrahlte oder reflektierte Anteil künstlichen Lichts. Nachtaktive Insekten werden von künstlichen Lichtquellen angelockt, verenden an der Lichtquelle oder werden dort Opfer von Fressfeinden. Ein solches Verhalten der Insekten an Lichtquellen – beginnend als Anlockung und endend mit dem Tod der Tiere – wird als „Staubsaugereffekt“ bezeichnet. Milliarden von Insekten verlassen durch den Staubsaugereffekt ihren eigentlichen Lebensraum und können dort nicht mehr der Nahrungs- und Partnersuche nachgehen. Lichtverschmutzung ist daher ein ernstzunehmendes Problem für die Artenvielfalt, den Naturschutz und ein Grund für das Insektensterben.

Was können Sie tun? Mehr dazu auf unserer Sonderseite

Sie wollen für die Initiative werben? Hier gibt es den Flyer dazu


Schöpfung und Natur als „Buch des Lebens“ lesen

Neuhütten-Muhl – Mit einer spirituellen Schöpfungsweg-Wanderung ist das Veranstaltungsprogramm der Ökumenischen Initiative „Kirche im Nationalpark (KiNa) Hunsrück-Hochwald“ wieder angelaufen. Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie nutzten jährlich mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher Angebote wie dieses oder kamen zu Konzerten und Workshops. Die Exkursion am 10. Juli mit rund 20 Teilnehmenden wurde von Bischof Dr. Stephan Ackermann begleitet. Der abschließende Schöpfungsgottesdienst fand in der Kapelle St. Josef in Muhl statt.  

Den etwa dreieinhalb Kilometer langen Schöpfungspfad zeichnet nicht nur eindrucksvolle Stille aus. Wanderer, Spaziergänger und Pilger erhalten darüber hinaus an insgesamt zehn Stationen Impulse zu Themen wie Klimawandel, Leben und Vergänglichkeit. Kurze Texte verbinden den jeweiligen Standort mit einer passenden Bibelstelle und einem Bezug zur heutigen Zeit; so etwa an einer Quelle als Sinnbild des Lebens oder an einer Wegkreuzung, die eine Lebensentscheidung symbolisiert.

Die Erde nutzen, aber nicht ausbeuten

Der Pfad lade ein, sich in Richtung „Bewahrung der Schöpfung“ zu bewegen, lobte Bischof Ackermann das Konzept des KiNa-Teams. Er ermutige, selbst Verantwortung zu übernehmen und rege dazu an, Schöpfung und Natur „als Buch des Lebens zu lesen“. Daraus erwachse letztlich auch „eine bestimmte Haltung dem Leben insgesamt gegenüber“. So spreche ja nichts dagegen, die Erde zu „nutzen“. Der Mensch solle sie aber „nicht verbrauchen für unsere Zwecke“. Denn anders als in früheren Jahrhunderten sei es heute der Mensch selbst, der die Schöpfung bedrohe.

Zu den einzelnen Stationen begleiteten Claus Wettmann, Pastoralreferent im Dekanat Birkenfeld, und Martin Backes, Dekanatsreferent in Bernkastel. Als Mitglieder des Projekt-Teams bestärkten sie die Wanderer, den Pfad und damit Gottes Schöpfung auch eigeninitiativ zu erkunden. Mit den vielfältigen KiNa-Angeboten hoffen sie, möglichst viele Menschen anzusprechen. Auch Charlotte Kleinwächter, die als Klimaschutzmanagerin des Bistums Trier mit dabei war, hofft, dass sich Menschen inspirieren lassen und nicht nur auf Gottes Beistand vertrauen, sondern verstärkt auf „unser eigenes Tun“ setzen.

Das Thema des Projektes „KiNa-Schöpfungspfad“ ist der Mensch in seiner Beziehung zur Natur, zu sich selbst und zu Gott. Start und Ziel des Pfades ist die einzige Kirche im Nationalpark, die Kapelle St. Josef im Neuhüttener Ortsteil Muhl. Die KiNa-Partner sind die Pfarrei St. Franziskus Hermeskeil, die Dekanate Birkenfeld, Bernkastel und Hermeskeil-Waldrach, die Evangelischen Kirchenkreise Obere Nahe und Trier mit der Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch, das Franziskanerinnenkloster Hermeskeil, das Nationalparkamt sowie der Förderverein Dorf und Kirche Muhl. Weitere Infos und Termine gibt es hier: Tel.: 06781-567990, E-Mail: claus.wettmann(at)nationalparkkirche.de und auf www.nationalparkkirche.de/.

(red)  


Neue Pellet-Heizung im Museum am Dom

Trier – „Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde zu handeln.” Mit diesem Vers hat der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg die Notwendigkeit verdeutlicht, den Schutz der Schöpfung nicht nur mit schönen Worten, sondern mit konkreten Maßnahmen anzugehen. Anlass war die Inbetriebnahme der neuen Pellet-Heizung im Museum am Dom in Trier. Es ist das erste große Museum in Deutschland, das mit regionalem Holz beheizt wird. „Es ist eine Investition in die Zukunft – nicht nur für uns, sondern auch für zukünftige Generationen”, betonte von Plettenberg. „Es mag auf den ersten Blick ein kleiner Schritt sein, aber es ist nicht der einzige, den wir gehen werden.” Von Plettenberg verwies dabei auch auf die Bistumsschulen, die mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet würden.

Die alte Gas-Heizung des Museums war rund 35 Jahre alt und stand zur Modernisierung an. Sie emittierte pro Jahr rund 90 Tonnen CO2. Die alte Heizung wird jetzt ersetzt durch zwei Pellet-Kessel mit einer Leistung von 100 KW sowie, zur Redundanz, mit einer Gasbrennwerttherme mit ebenfalls 100 KW. Mit dem neuen Heizsystem werden jährlich 77 Tonnen COeingespart. Das entspricht 20 Einfamilienhäusern mit Erdgas-Heizungen. Die Pellets, kleine stiftförmig gepresste Holzabfälle, bezieht das Museum von der Firma MOSELPELLETS aus Morbach im Hunsrück. Die Verbrennung von Holz anstelle von Öl oder Gas schont das Klima, denn bei der Verbrennung von Holz wird nur die Menge an CO2 frei, die das Holz im Laufe seines Lebens gebunden hat. Ausgangspunkt für die neue Heizung war ein Energiekonzept, das 2018 und 2019 auf Initiative des Bistums von der Firma e+e Consult aus Trier erstellt wurde.

Besondere Anforderungen

Das Museum verfügt über eine zu beheizende Fläche von 4.170 Quadratmetern und einem umbauten Raum von 24.500 Kubikmetern. Der riesige Ausstellungsbereich ist mit einer konstanten Temperatur von 22 Grad und einer Luftfeuchtigkeit mit 50 Prozent relativer Feuchtigkeit zu beheizen oder zu klimatisieren. „Sind etwa Holzskulpturen über einen längeren Zeitraum zu hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, nimmt das Holz die Feuchtigkeit auf, quillt auf, so dass als Folge die farbige Fassung der Skulptur abgesprengt wird, weil sie die Ausdehnung des Holzes nicht mitmachen kann“, erklärte der Direktor des Museums, Markus Groß-Morgen. Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit bewirke ein Schrumpfen und im Endeffekt ebenfalls Schäden an der Farbfassung. „Das Museum sieht sich den klimapolitischen Zielen des Bistums Trier verpflichtet und war daher gerne bereit, eine Heizungslösung mitzutragen, die eine Reduktion des CO2-Ausstoßes und eine Reduktion des Verfeuerns fossiler Brennstoffe zum Ziel hat.“

2019 begannen auf der Grundlage des Energiekonzepts die Planungen für die Erneuerung der Heizung. „Wir bevorzugen eigentlich Lösungen in der Konstruktion von Bauten und erst dann technische Lösungen“, führte Walther Hauth aus. Er ist der verantwortliche Architekt des Bistums. Das Museum stehe aber unter Denkmalschutz, so dass eine Fassaden-Dämmung oder eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ausgeschlossen seien. Der jetzt eingeschlagene Weg sei so der bestmögliche.

"Wir werden nach dem Projekt nicht stehen bleiben"

Baubeginn war im Herbst 2020. Im Frühjahr 2021 wurde der riesige, 42 Quadratmeter fassende Pellet-Tank installiert, die Inbetriebnahme erfolgte im Sommer 2021. Insgesamt kostet die Baumaßnahme rund 530.000 Euro, die zur Hälfte gefördert werden durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie das Umweltministerium Rheinland-Pfalz (Förderprogramm „Zukunftsfähige Energieinfrastruktur” - ZEIS).

Begleitet worden war die Heizungs-Sanierung von Helmut Krames, Geschäftsführer des Ingenieurbüros e+e Consult, der schon zuvor das Energiekonzept für das Museum erstellt hatte. Er wies darauf hin, dass im Nachgang zum Energiekonzept verschiedene Änderungen im Museum vorgenommen worden sein. „Die neuen Brenner arbeiten zusammen mit neuen Pumpen und in einer engeren Abstimmung mit dem Lüftungssystem und es kann jetzt Raum für Raum gesteuert werden.“ Zudem ermögliche die Digitalisierung der Heizungsanlage eine bessere Auswertung ihrer Wirkungsweise.

„Wir werden nach diesem Projekt nicht stehen bleiben, sondern konsequent an den Stellen den Klimaschutz vorantreiben, die in unserer Verfügbarkeit stehen”, betonte Charlotte Kleinwächter, Klimaschutzmanagerin des Bistums. Dazu gehörten die Photovoltaik-Anlagen auf den Schulen des Bistums, die anstehende nachhaltige Sanierung des Klosters Himmerod, aber auch ein Energiekonzept für das Bischöfliche Generalvikariat in Trier. „Der nachhaltige Umgang mit der Schöpfung ist ein wichtiges Anliegen des Bistums Trier”, betonte Kleinwächter. Das Museum könne dabei als Vorbild dienen. „Wenn wir Erwartungen an die Kirchengemeinden formulieren, dann ist das jetzt ein Beispiel, bei dem das Bistum selbst vorangeht.“

2015 wurde von der Bistumsleitung ein Klimaschutzkonzept für das Bistum verabschiedet. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien überarbeitet und 2019 Handlungsanweisungen für alle kirchlichen Angestellten erlassen. Vorangetrieben wird das Thema im Bistum Trier unter anderem von der Diözesanen Kommission für Umweltfragen (DKU). Die DKU unterstützt ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit als Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung.

Mehr Informationen auch auf: https://www.umwelt.bistum-trier.de/best-practice/best-practice-berichte/


Beheizen & Lüften von Kirchen während der Corona-Pandemie

Lüften während des Gottesdienstes? Türen auf oder zu? Heizung an oder aus? Antworten auf diese Fragen finden Sie in den aktualisierten Hinweisen zum Heizen in den Kirchen während der Corona-Pandemie - Stand 20. Oktober 2020 - zum Download als PDF-Datei unter diesem Link: